Rezensionen

Swelter – Tremendous Ride

Gegründet wurde die Band aus Fulda im Jahre 2005. Die vier Jungs hatten zuvor schon reichlich Erfahrungen in lokalen Bands gesammelt, fingen erst an zu covern und spielten verschiedene Club-Gigs. Im Laufe des Jahres 2006 wendete sich die Band von den Coverversionen ab und begann eigene Songs zu schreiben – eigentlich machen das ja sehr viele Bands so. Ende des Jahres 2006 war dann die erste Demo fällig, die man in einem regionalen Studio unter dem Titel „Get that Beast“ aufnahm. Im Jahre 2007 konzentrierten sie sich wieder auf Live-Gigs und es gelang den Jungs sich ein beachtliches Publikum zu erspielen. Dabei wurden noch kräftig Liveerfahrungen gesammelt und ein eigener Stil entwickelt. Im Oktober 2007 produzierten Swelter in Eigenregie ihr Debütalbum „Tremendous Ride“. Und der Albumtitel verspricht ja einiges…

Hi-Jack – Not the End of the Road

13.

Die 4 Jungs von Hi-Jack machen inzwischen seit 8 Jahren zusammen Musik, bisher waren sie auf einigen (teilweise selbstproduzierten) Singles, EPs oder Samplern zu hören. Im Jahr 2007 konnten sie dann einen Vertrag mit dem Label Öttemusik unterschreiben und am 05.04.08 wurde das Album „Not the End of the Road“ veröffentlicht.
Die Musik von Hi-Jack ist eine Mischung aus Fun-Punk und harten New-Metal Elementen, die auch der cleane Gesang von Tim und die härteren Klänge von Markus wiederspiegeln. Wobei die härtere Gangart in den meisten Stücken überwiegt, denn die Songs sind sehr zügig mit treibenden Gitarrenriffs, enthalten aber auch langsamere Passagen. Wenn man sich die Texte anschaut, dann erklärt sich, warum die Band in das Genre Emocore eingeordnet wird, denn sie sind sehr nachdenklich, handeln zumeist von Gefühlen, vor allem Schmerz. Doch hier ist mal wieder ein gutes Beispiel dafür, dass Musik nicht langsam oder düster sein muss, nur weil die Texte sehr nachdenklich und emotional sind.
Das sehr elektronisch angehauchte Intro ist absolut nicht typisch für die CD, denn direkt der erste Song geht mit Gitarrensound los. In den Songs wechseln sich zumeist cleaner Gesang und Shouts -teilweise wie in einem Dialog- ab. Bei „Never together“ ist auch mal eine Geige zu hören. Der einzige Song, der einen Ruhepol bildet, ist „Amber“, denn er ist ruhiger, ohne Shouts und mit Akkustikgitarre.

Fightball – Fightball

Wie viele Bands entstand „Fightball“ aus Liebe zu guter Musik. Fünf schräge, völlig unterschiedliche Typen schlossen sich zusammen, um das zu machen, was ihnen sehr viel bedeutet: Musik. Mit den unterschiedlichen Charakteren der verschiedenen Bandmitglieder prallten nun auch die unterschiedlichsten musikalischen Vorlieben aufeinander. Entweder endet das in einem riesigen Desaster, oder man macht das Beste daraus. „Fightball“ beschränkten sich nun nicht auf eine Stilrichtung, sondern vermischten den Sound des guten alten 80er Streetpunks mit dem melodischen Ami-Punk und erspielten sich mit dieser Mischung ihre stetig wachsende Fangemeinde. Nun veröffentlichten die Berliner ihr lange erwartetes Debütalbum auf dem österreichischen Indielabel Dambuster Records. Es wurde auch langsam Zeit, denn immerhin teilte sich die Band schon die Bühne mit Größen wie z.B. den Psychopunch Jungs.

Los Fuocos – Revolution

Und wieder eine CD von GoDown Records und wieder kommt die Band aus Italien. Der flotte Dreier macht einen Mix aus gutem Old School Rock’n’Roll und neuem skandinavischem Rock wie man ihn von The Hellacopters, The Peepshows und Gluecifer her kennt. Als Old School Rock’n’Roll Einflüsse nennen die Jungs bands wie MC5, Radio Birdman und KISS. Gegründet wurden „Los Fuocos“ 2002 und nach zwei Demos bringen sie nun ihr erstes Album, welches 11 Tracks und eine Beatles-Coverversion enthält, bei GoDown Records heraus. In den letzten fünf Jahren spielten sie viele Shows mit einigen italienischen und internationalen großen Rockbands. So z.B. mit Small Jackets, Malfunk, Concorde GT etc.

Skeptic Eleptic – Get Addicted

Ihre ersten gemeinsamen Sessions hatten die Jungs aus St. Pölten im schönen Österreich 1999. Damals wollten die vier jungen Burschen einfach nur rausgehen und der Welt ihr Verständnis von rauhen underground Gitarren-Hooks, geradlinigen Bass-Linien, harten Drum-Beats und einer schön einheitlichen Stimme zeigen. Nachdem die Band lernte, mit ihren Instrumenten umzugehen, brachten sie ihr erstes Glam-Rock beeinflusstes Album „Madmanns Bride No.1“ heraus. New York City, frühes 70er Jahre Feeling, Lederjacken und die „The New York Dolls“, wenn man es so sehen will. Nach vielen Mädels, Parties und Alkohol (Vorsicht Klischee! ;-)) nahmen „Skeptic Eleptic“ ihren zweiten Longplayer „Sick Sick Sick“ auf. Diesmal waren die 60er Jahre dran mit Chelsea Boots, Eyeliner, Trash und Psychedelischen Parts wie man es von den „Cramps“ kannte. Das Album wurde in drei Ländern veröffentlicht: Japan, Deutschland und Österreich. 2006 sahnten „Skeptic Eleptic“ einer der größten Preise ihrer Stadt ab: den „Youngsters of Arts“. Nun folgten Auftritte mit Marky Ramone, The Klaxons, Gods Of Blitz, The Infadels, The Fuzztones, The Exploited, The Beatsteaks, UK Subs und anderen genialen Rock’n’Roll Bands. Man spielte in der Tschechischen Republik, Slowakei, Ungarn, Italien, Slowenien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien und natürlich in Österreich.

The Soulshake Express – Heavy Music

Und schon wieder ein Debüt-Album. Diesmal von den Schweden „Soulshake Express“. Gegründet wurde die Band im Spätsommer 2003. Angefangen mit ein wenig Songmaterial von Sänger David, wusste die Band schnell, in welche musikalische Richtung sie gehen wollen. Mit Einflüssen aus dem Blues und Rock’n’Roll Bereich fingen sie an, ihren eigenen Stil des „bouncy“ Rock zu entwickeln. Dann stieß ein neues Bandmitglied hinzu: Martin Hammar an Orgel und Percussions. Ein neuer Bandname muss her – und so wurde der „Soulshake Express“ ins Leben gerufen. Wieso Soul? Ihre Mission ist „to shake our souls“. Mit Soul hat die Musik nämlich nicht viel zu tun.

Paula – So wie jetzt

Nach dem Release ihrer digitalen Single „Wann“ im Februar 2008 erscheint nun das komplette Album am 16.05.08. Vor gut 8 Jahren begann das neue Jahrtausend und das Zeitalter der elektronischen Popmusik – man erinnere sich zum Beispiel an die Songs von Madonna. Das Berliner Projekt „Paula“ steuerte seinen eigenen Sound bei: schnörkellose Songs mit elektronischen Elementen und trotzdem ohne großen Schnickschnack. Danach geriet „Paula“ irgendwie in Vergessenheit – bis heute. Und 2008 scheint es wieder so weit zu sein. Die Popmusik aus deutschen Landen quillt aus allen Boxen. Bekannte Beispiele sind „Ich & Ich“ mit Anette Humpe oder auch die Band „2Raumwohnung“, womit wir gleich in der Humpe Familie bleiben. Mit ihr hatte ich „Paula“ ja schon in der Single-Rezension verglichen. Unheimlich viel hat sich nicht verändert – die Musik ist immernoch schnörkellos, aber die Texte sind an die Zeit angepasst und sind erwachsener geworden. Der Sound ist erfrischend einfach und hat somit beste Hitqualitäten.

More Than Crossed – Two Faced

Es soll ja noch Bands geben, die sich ihren Erfolg hart erkämpft haben. So z.B. „More Than Crossed“, die 2002 von den Brüdern Stev und Eik Iwan gegründet wurden. Es wurde hart an ihrer Entwicklung gearbeitet und eine tägliche 10 Stunden Probe war schon völlig normal. Die Jungs gaben alles und wollten es wirklich wissen. Die Mühen haben sich aber gelohnt: Noch im gleichen Jahr nahmen „More Than Crossed“ ihr erstes Demo-Tape auf und spielten sich durch die Berliner Clubszene, um ihren melodischen Punkrock unters Volk zu bringen. Bei der Teilnahme an diversen Band-Battles gingen sie jedes Mal als klare Sieger hervor. Zwei Jahre später – im Jahre 2004 – wurde die erste EP „sorry mom“ eingespielt. Nach diversen Samplerbeiträgen folgte 2006 die nächste EP „Plastic Life“. Und damit schafften sie endlich den Sprung über die Stadtgrenzen. Grund genug, sich einen Nightliner mit allem drum und dran zu kaufen – wer weiss was noch kommen mag…

Philipp Poisel – Wo fängt dein Himmel an? (Single)

Die Karriere von Philipp Poisel entwickelte sich mit rasender Geschwindigkeit. Er trampte durch Osteuropa, verbrachte einige Winter in Litauen und Schweden und verdiente sich auf manchen seiner Reisen den Lebensunterhalt auf den Straßen mit Singen und Gitarrespielen. Philipp kommt aus einer schwäbischen Provinz und wurde 1983 in Ludwigsburg geboren. Die Inspirationen für seine Lieder findet er im Zug, im Bus, auf der Straße und in den Häusern der Menschen, bei denen er einkehrt. Er ist der geborene Geschichtenerzähler und erzählt bei seiner Heimkehr von unterwegs und singt in seinen Liedern von Zwischenmenschlichem, das ihm begegnet.

Denis Fischer – Devil In Disguise

Der Name Tim Fischer dürfte vielen ein Begriff sein. Nun veröffentlicht sein Bruder Denis Fischer am 16.05.08 sein Album „Devil In Disguise“, auf dem er zur einen Hälfte eigene Kompositionen, zur anderen Hälfte die Highlights der letzten 40 Jahre Popgeschichte zum Besten gibt. Songs von Sonny & Cher (“Bang Bang“), Patty Smith (“Because The Night“), Depeche Mode (“Enjoy The Silence”) oder Van Morrison (“Wild Night“) werden im eigenem Stil interpretiert.

Nifters – Invisible Caine

Nach dem Album „Cognitive Eclipse“ im Jahr 2003 und den beiden Singles „If this one becomes a hit I swear I am going to kill myself“ (2007) und „Genesis/Apocalypse“ (2008) steht nun seit dem 15.04.08 endlich ein neues Album der Nifters in den Läden. Nachdem ich ja bereits die erste Single dazu hören durfte, habe ich mich darauf sehr gefreut. Mit „The Dandelion“ fängt das Album auch schon mal gut an, der Song geht mehr in Richtung Alternative Rock, beinhaltet aber auch härtere Passagen und ist insgesamt schön zügig. „If this one..“ ist immer noch mein Lieblingssong auf der CD, der geht einfach ins Ohr. Auch Genesis/Apocalypse wurde nicht umsonst als Single ausgewählt, denn direkt beim ersten Hören blieb mir das Lied mit seinen rockigen Teilen, den härteren abgehackten Gitarrenriffs und den ruhigen Passagen direkt im Kopf. „Invisible Caine“, der Titelsong der CD, ist härter, läuft aber schön ruhig aus, wobei es sich so anhört, als würde wie zu einem Abspann ein Projektor laufen. Interessanter Effekt. Bei „Lacerated Cor“ beginnt der Song mit Klavierunterstützung. Man könnte sagen, dass es die Ballade des Albums ist, wobei sich Geschwindigkeit und Härte im Laufe des Songs steigern, aber nie zu viel. Ein Ruhepol der CD und zwar ein sehr schöner.
Hingegen ist „Lumen“ wieder ein Beispiel für einen härteren Sound und man wünscht sich, man wäre in der Disco zum Abtanzen. Bei „Greyscale defender“ gefallen mir die Gitarren sehr gut, allerdings der Gesang teilweise nicht, hört sich manchmal wie ein „Meckern“ an. Dieser Effekt ist auch in anderen Songs immer mal zu hören, daher denke ich gewollt. Ich finde es aber leicht nervig und überflüssig. Generell hat man den Eindruck, dass Mats seiner Stimme vielleicht ein bisschen zu viel abverlangt. Durch die vielen Wechsel von cleanem Gesang zu Schreigesang und allem dazwischen (durch die vielen Einflüsse und Stilrichtungen, die die Nifters gut vereinen) kippt die Stimme manchmal ein wenig, man hat das Gefühl es ist ein wenig zu viel des Guten. Das ist schade, denn singen kann Mats auf jeden Fall und das auch in den verschiedenen Varianten. Und es ist auch gar nicht notwendig, denn z.B. bei „Selfraping Recycler“ muss dieser sehr hohe Gesang gar nicht zwingend sein.

Set The Red Flag – Eleven

Die Zahl 11 hat es den 5 Jungs aus der Hansestadt Hamburg wohl angetan. Die CD mit dem Titel „Eleven“ enthält … na? Genau! 11 Songs. Auf dem Cover der komplett in Eigenregie produzierten CD im schönen Digipack erblickt man eine Art Bahnhofsuhr die auf 11 Uhr steht. Das Artwork ist komplett in schwarz-weiss-dunkelrot gehalten und wirkt durch den gemalten Stil ziemlich Emo. Die Trackliste auf der Rückseite hätte man zwecks besserer Lesbarkeit auch besser in weiss gedruckt, aber ich habe schon Schlimmeres gesehen. Weiter zur Bandinfo: „Set The Red Flag“ begann 2005 noch als Coverband und schon bald entstanden erste eigene Songs. Im Herbst 2006 hatte man endlich ein funktionierendes Line-Up zusammen und begann mit dem Schreiben für den ersten Longplayer. Und damit ist dieser hier gemeint – „Eleven“.

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