Mit dem frischem Album „11“ im Gepäck haben J.B.O. am Montag im Serenadenhof in Nürnberg ein Fast-Heimspiel gegeben. Erlangen ist ja nicht so weit weg und eine gewisse Nähe zur nordbayerischen Metropole hat die Band ja auch schon früher bewiesen, zuletzt mit dem „Nürnberg Groove“ auf dem erwähnten Album. Der Serenadenhof wird von der Congress- und Tourismus-Zentrale wie folgt angepriesen:

Lauschig, von viel Grün umgeben und vor allem mit einer hervorragenden Akustik ausgestattet, ist der Serenadenhof eine wunderbare Location für intime Konzerte von Klassik über Musikkabarett bis hin zu Weltstars unplugged aus Jazz, Soul, Blues und Pop. Unter anderem veranstalten die Nürnberger Symphoniker hier ihre sommerliche Serenadenreihe.

Nun ja, wirklich „lauschig“ war das Konzert von J.B.O. vielleicht nicht - aber immerhin fand es statt. Mit dem Ende des Soundchecks kamen etliche Liter Wasser aus dem Himmel gefallen, dazu reichlich Wind und Gewitter, so dass das Equipment zuerst einmal in Sicherheit gebracht bzw. möglichst wasserdicht abgedeckt werden musste. Glücklicherweise änderte sich das Wetter bis zum Beginn des Einlass wieder und es wurde nichts so nass, dass es nicht im Zweifel mit einem Fön wieder getrocknet werden konnte 😉

J.B.O. @ Serenadenhof Nürnberg

Den Beginn machte Atze Bauer, der Lieder-Chaot. Jedes Mal immer schon zu sehen, wie es der hauptberufliche Textildrucker schafft das Publikum mitzunehmen, egal ob es Clubs sind, die insgesamt gerade mal halb so groß sind, wie die Bühne im Serenadenhof oder eben ein paar hundert oder tausend J.B.O. Fans.

Aber selbstverständlich kommen Konzertbesucher im Normalfall nicht wegen dem Support - egal wie gut dieser ist. Nach der Umbaupause ging es dann los mit dem Intro und „Ällabätsch“. Und ja, das Programm bestand bis auf drei Songs aus dem „alten Scheiß“. Ob und welche weiteren Songs des aktuellen Albums bis zur Tour im Herbst noch ins Live-Programm rutschen ist offen, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es mehr werden. Übrigens war mein Auftritt mit Perücke, Fake-Titten und Deppenzepter ziemlich spontan, obwohl die Idee dazu etwas älter ist. Irgendwann bei den Konzerten über Ostern hatte entweder einer der beiden Showmänner Sandy Sahne und Der Ente oder ich selber - so genau weiß ich es echt nicht, aber es beweist auf was für dumme Ideen man kommt, wenn man zu lange zu nüchtern ist. Immerhin konnte ich mir dann in diesem Jahr mein Geburtstagsständchen direkt selbst abholen 😀 Und ja, ich hätte vielleicht nicht das alte iPhone 4S nehmen sollen, dann wäre das Video sicher hübscher anzusehen 😉

Aber egal, es ging an dem Abend schließlich nicht um mich, sondern um J.B.O., Metal, Party und Spaß - und den Spaß gab es. Es hätten für meinen Geschmack zwar gerne mehr Songs vom aktuellen Album sein dürfen, aber man muss sich ja noch auf etwas freuen können für die Tour im Herbst.