Cover: Snakebite - Princess of Pain

Mit der EP Snakebite hat die 2012 in Nordrhein-Westfalen gegründete Band vor fast genau einem Jahr ein gelungenes Debüt abgeliefert. Die damalige EP enthielt drei Songs, die wiederum alle auch auf der aktuellen Scheibe zu finden sind. Allerdings standen diese Songs ziemlich alleine da - man wollte mehr hören - es war einfach zu kurz. Aber man hatte jetzt etwas, was man den Fans bieten konnte und so wurde erstmal ausgiebig durch ganz Deutschland getourt. Snakebite spielten sich wie man so schön sagt den „Arsch ab“. Und das hat sich sichtlich gelohnt, denn die Jungs konnten sich einen Namen machen und sind aus der deutschen Hard Rock Szene nicht mehr wegzudenken. Von den etlichen positiven Reaktionen motiviert begaben sich „Snakebite“ 2013 dann ins Studio, um ein full-length-Album aufzunehmen. Dieses wurde von Dennis Koehne gemixt und gemastert. Das Schöne: Am Songwriting-Prozess konnten sich alle Bandmitglieder beteiligen und sich somit ganz persönlich einbringen. Im Sommer 2014 kam noch Martin zur Band und steuert die zweite Axt bei, was den Sound noch einen Tacken fetter macht - vor allem live.

Ende März 2015 war es dann so weit: Die „Princess Of Pain“ wurde geboren und diese Scheibe tut gar nicht mal weh und klingt um Längen besser als die EP - wäre auch schlimm, wenn es anders wäre ;)

Line-Up:

  • Dominik "Nikki" Wagner - guitar & lead vocals
  • Julian Fischer - drums, backings
  • Alex LaCroix - bass, backings
  • Martin Gerloff - guitars, backings

Tracklist:

  1. Road to Nowhere
  2. Cry for Rock
  3. Draw the Line
  4. Live It Up
  5. After Dark
  6. Princess of Pain
  7. Bound to Lose
  8. All or Nothing
  9. Break the Spell
  10. We Rise

Los geht’s mit dem schmissigen “Road To Nowhere”, welches mir schon auf der EP am Besten gefallen hat, und dem gute Laune Song “Cry For Rock”, der gleich zeigt, um was es auf dem Album geht: Rock bis zum Umfallen! Dabei verzichtet man aber in den Lyrics bewusst auf allzu derbe Formulierungen, große Mengen Drogen oder auch wilde Sexorgien. Die Texte sollte man sich ganz genau anhören, um die Message dahinter zu erkennen - denn einige Lyrik-Passagen kann ich auch besten auf mich und mein Leben projizieren. Natürlich kann man auch einfach nur zum Sound abfeiern und eine gute Zeit haben, aber man würde die Hälfte verpassen. Gegen Mitte des Albums hat man sich schon so in die Songs reingehört, dass man nicht mehr loslassen kann. Man ist wie gefangen und wird auf einmal von der Ballade „After Dark“ heftigst abgebremst, bei der Nikki auch die ruhigeren Töne angenehm trifft. Dann geht es weiter mit dem Ohrwurm verdächtigen Titelsong „Princess Of Pain“, mit dem die Scheibe nach der kleinen Verschnaufpause wieder extrem Fahrt aufnimmt. Im Gegensatz zu vielen Alben aus der gleichen musikalischen Schublade, bei denen nach der sogenannten “Pflichtballade” die erste Langeweile aufkommt, bekommt man hier nicht genug. Spannung bis zum Schluss und genauso stelle ich mir die Live-Shows der Jungs von Snakebite vor: Energiegeladen bis zum Schluss. Nikkis Stimme hat ihren ganz eigenen Touch und die kraftvolle Produktion rundet das Album perfekt ab.

Wirklich talentierte, junge Musiker, die sich mit ihrer Musik nicht verstecken müssen, sondern locker mit den Größen des Genres mithalten können. Mehr davon!

9 von 10 Punkten
Snakebite - Princess Of Pain

Princess Of Pain von Snakebite wurde am 28.03.2015 über Maniac Attack veröffentlicht.

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