Cover-Weiblein

Jetzt mal ehrlich: Ich kann mit dem Musikstil des Herrn Sandy Sahne an sich so überhaupt nichts anfangen. Dieses Schlager-Dance-Gehumpse ist für meine Ohren so weit von dem entfernt, was gute Musik sein sollte, wie es nur sein kann. Leider ist diese Entfernung viel zu oft noch in Hörweite. Immer wieder frage ich mich: Was ist da schief gelaufen beim dem Mann, dass er solche Machwerke bastelt? Man weiß es nicht und er schweigt sich beharrlich dazu aus. Persönlich habe ich ja den Verdacht, dass er als kleines Kind in den Topf mit dem Eierlikör gefallen sein muss oder er hat sich auf eine Dose Sprühsahne gesetzt… Egal, irgendwas ist ja auch richtig bei ihm gelaufen, schließlich hat er noch einen seriösen Beruf als Showman bei J.B.O. und ist trotzdem ein netter und freundlicher Mensch (was weder er noch irgendjemand, der ihn kennt, jemals zugeben würde).

Auf jeden Fall hat er nun sein neustes Machwerk veröffentlicht: Ging ein Weiblein Nüsse schütteln. Natürlich mit Video. Produktionstechnisch ist bei dem Ding alles super, die Zielgruppe dürfte begeistert sein. Nicht meine Art von Musik, aber technisch einwandfrei. Nur das Video… Ich musste es mir mehrfach anschauen, da führte kein Weg daran vorbei. Es hat was von einem Unfall: Schrecklich anzusehen, aber man kann halt nicht wegschauen. In diesem Fall war es ein Unfall mit einem Kinderbuch und einer Wagenladung LSD, durch dessen Trümmer nun einige singende Hoden hüpfen. Ja, ich glaube diese Beschreibung trifft es. Ich habe keine Ahnung, welche Drogen Sandy und seine Videomenschen da genommen haben, aber entweder waren sie verdammt schlecht oder verdammt gut.

Ehrlich jetzt, schaut euch dieses Video einfach mal an, selbst wenn ihr mit diesem Mallorca-Apres-Ski-Promille-Schlager so gar nichts anfangen könnt: Ein breites Grinsen klatscht euch das Ding allemal ins Gesicht. Und wer komplett sahnifiziert wurde, der kann sich den Song - und die anderen Sahn'schen Machwerke - bei iTunes(*) oder Amazon(*) kaufen.