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Mono Inc., A Life Divided – 16.03.2013 – Pulp Duisburg

Mono Inc. @Pulp DuisburgSchon komisch, mal nicht 2 Std. vor Einlass auf einem Konzert zu sein. Aber diese Mal war ich erst um ca. 19.45, also 15 min vor Beginn an der Halle. Im Pulp, wo Mono Inc. und A Life Divided auftreten sollten, muss ich nicht zwingend in der ersten Reihe Mitte stehen, die BĂŒhne ist eh so hoch, da stehe ich lieber etwas am Rand. Meist bei den Fotografen – wenn ich nicht eh mit der „großen“ Cam dabei bin.

Im Pulp angekommen, traute ich meinen Augen nicht: die Schlange fĂŒr das Konzert ging bis zur Garderobe. Jeder, der schon mal im Pulp war weiß, dass das ganz schön lang ist… Und es ging erstmal nicht weiter. Erst 5 min vor Einlass schob sich die Schlange nach vorne. Das ging dann zwar doch recht flott, aber A Life Divided haben zu frĂŒh angefangen und so konnten einige die ersten Songs nur von draußen erahnen. Schade.

Die Grotte war auch schon ziemlich gut gefĂŒllt, viel Platz fĂŒr alle, die es noch nicht hinein geschafft hatten, gab es nicht mehr. Zum GlĂŒck war ich verabredet und hatte daher noch Platz in der „Fotografenecke“. A Life Divided habe ich schon auf Festivals gesehen und sie gefallen mir immer noch gut. Das Intro und mindestens den Opener „The Lost“ des aktuellen Albums „The Great Escape“ (VÖ Jan 2013) habe ich verpasst, aber zu den insgesamt 7 weiteren Songs konnte ich mich dann schon einmal aufwĂ€rmen und auf den Hauptact des Abends einstimmen. Die Musik der Jungs ist zwar schon recht elektro-lastig, aber es ist immer noch genug Gitarren-Sound dabei, um den richtigen Wumms zu haben. So gefĂ€llt mir das. Und nicht nur mir, denn die Stimmung war schon so richtig gut. Ein prima Support, muss man schon sagen. Mit „Heart on Fire“ verabschiedeten sich A Life Divided – die dieses Jahr ihr 10-jĂ€riges Bandbestehen feiern – dann nach ca. 40 Minuten vom inzwischen gut warm gewordenen Publikum.
Mono Inc. @Pulp Duisburg
Setliste A Life Divided:
1. Intro
2. The Lost
3. It ainÂŽt good
4. DosenÂŽt count
5. Clouds
6. Perpetual
7. The last dance
8. Hey you
9. Heart on fire

Sagte ich grade warm? Das war ziemlich schnell vergessen, denn um das Equipment von A Life Divided von der BĂŒhne zu bekommen, musste alles die Treppe (die BĂŒhne ist bestimmt doppelt so hoch wie „normale“ BĂŒhnen) von der BĂŒhne herunter und dann durch die TĂŒr daneben nach draußen transportiert werden. Was also zwischendurch bisher – wenn ein Security mal rein oder rausging – fĂŒr schöne Frischluft gesorgt hatte, brachte nun eiskalte Luft. Und das bestimmt 10 Minuten lang. Was ein GlĂŒck, dass ich meine Jacke nicht abgegeben hatte. Und mein Halstuch. Und mein Longsleeve.. In dem Moment war das Gold wert.

Mono Inc. @Pulp DuisburgDoch so gegen 21 Uhr war es dann so weit: das Licht wurde gedĂ€mpft, das Intro ertönte und Mono Inc. betraten die BĂŒhne. Jetzt hieß es: mitsingen, mithĂŒpfen, mitbangen. Da wurde einem schnell warm. Wobei: sooo viel Bewegung war mal wieder nicht im Publikum. Irgendwie kommts mir in letzter Zeit immer öfter so vor, als wĂŒrden die Fans bewegungsfauler ;) (mein Nacken wĂŒrde mir das zwar auch mal danken, aber von nix kommt mix…) „My worst Enemy“ eröffnete den Abend – wie auch schon das aktuelle Album „After the war“. Danach ging es mit „Symphony of Pain“ (Album: Viva Hades) und einem meiner Favoriten weiter: „Gothic Queen“. Da war ich dann gĂ€nzlich im Fieber und froh, mir doch noch eine Karte gekauft zu haben. Viel lĂ€nger hĂ€tte ich auch nicht warten dĂŒrfen, denn als ich in der Vorverkaufsstelle meines Vertrauens war, sagte die VerkĂ€uferin „oh, nur noch 11 Tickets“. Und die Hardtickets waren schon seit 3 Tagen nicht mehr erhĂ€ltlich.

Mono Inc. @Pulp DuisburgDas Pulp war inzwischen komplett ausverkauft. Daher auch der „Kuschelfaktor“ in der Halle. Einen Vorteil hat die hohe BĂŒhne dort: auch alle, die weiter hinten stehen, können die Band noch sehen und nicht nur erahnen. Da gibts ganz andere Gegenbeispiele (z.B: die Matrix Bochum…). FĂŒr die Fotografen ists aber eher hinderlich, zumal es auch keinen Fotograben gibt. Wohl dem, der dann fast 2m groß ist, da zĂ€hlt jeder Zentimeter..
Eigentlich hĂ€tte die Tour schon halb rum sein sollen, aber da Martin wĂ€hrend einer Studiosession umgekippt ist und ins Krankenhaus musste, wurde die Tour um ein paar Tage nach hinten verschoben. Zum GlĂŒck hat er sich doch schnell wieder erholt (er selber sagte, dass er noch vor einigen Tagen nicht gedacht hĂ€tte, dass er jetzt schon wieder auf der BĂŒhne stehen wĂŒrde) und so war das Konzert in Duisburg das zweite der Tour.

Mono Inc. waren zum ersten Mal im Pulp und es schien so, als wĂ€ren sie sehnsĂŒchtig erwartet worden. Er wurde gesungen und geklatscht, die Stimmung war großartig. Wobei ich ganz ehrlich nicht soo viel auf die anderen geachtet habe, dafĂŒr bin ich viel zu sehr in der Musik gefangen gewesen. „My sick mind TV“ sagte mir im ersten Moment eher nichts – obwohl das Album „Temple of the Torn“ neben den anderen Mono Inc. Scheiben in meinem Regal steht (sollte ich sie doch öfter mal in den Player schmeißen und nicht immer nur mein Best-of hören??) – groovte aber auch schön.

Mono Inc. @Pulp DuisburgDen nĂ€chsten Song „Euthanasia“ kannte ich gar nicht, ich muss zugeben, dass ich als einziges das Debutalbum von Mono Inc. noch nicht daheim habe. Aber egal, schön ist der Song trotzdem. Man muss ja nicht immer alles kennen.
Mit „Arabia“ ging es dann weiter, eindeutig der beste Titel vom aktuellen Album – der gefiel mir schon auf dem Castle Rock letztes Jahr, gefolgt von „Tired of the Day“.
„Temple of the Torn“ groovt auch so richtig. Wer da noch still stehen kann, hat irgend etwas falsch gemacht. Danach wurde es erst einmal ruhiger und zwei FĂ€sser wurden auf die BĂŒhne gestellt. Ein Zeichen dafĂŒr, dass „If I fail“ an der Reihe war. SpĂ€testens hier war klar: Katha Mia war eindeutig zu leise. Zumnidest vorne wo ich stand. Schade, denn grade bei diesem Song ist ihre Stimme ja sehr wichtig. Auch wenn ich es an sich schön finde, dass Martin lauter war, seine Stimme ist großartig. Und passt perfekt zur Musik von Mono Inc. Endlich mal ein Konzert, bei dem man den SĂ€nger versteht. Das ist nicht unbedingt selbstverstĂ€ndlich. Außerdem setzte die Box direkt ĂŒber uns immer mal wieder aus. Egal, gibt ja noch genug andere ;)

Mono Inc. @Pulp DuisburgNach „From the Ashes“ war dann „In my heart“ an der Reihe. Dieser Song ist allen gewidmet, die Mono Inc. und insbesondere Martin inspiriert haben. Dazu wurden sie auf der Leinwand eingeblendet. Eindeutig ein nachdenklicher Song, wenn man an all die Menschen denkt, die man zwar nicht persönlich kennt, aber doch irgendwie mit den meisten auch etwas verbindet. (Beim Konzert im Oktober in der Turbinenhalle war Dirk Bach erst kurz vorher verstorben und irgendwie berĂŒhrt es einen schon…..)
Mit „In the End“ vom aktuellen Album blieb es dann noch ruhiger, bevor es mit „Revenge“ weiter ging. Der Titeltrack „After the War“ und der absolute Kracher „Voices of Doom“ beendeten (vorerst) das Konzert.

Aber nur vorerst, viel verschnaufen konnte ich nicht (autsch mein Nacken, bin nix mehr gewohnt..), denn nach den vehementen Forderungen des Publikums vor allem nach „Get some Sleep“ kamen sie noch einmal auf die BĂŒhne. Und zwar fĂŒr eine ganz besondere Überraschung: „My Deal with God“ ist die neue – zu dem Zeitpunkt noch nicht veröffentlichte – Single von Mono Inc. und daher bat Martin auch das Publikum, diesen Song bitte nicht mitzufilmen. Es sollte ein besonderes Geschenk an das Publikum sein.
Direkt im Anschluß, nach der Publikumsbefragung „wer ist zum ersten Mal auf einem Mono Inc. Konzert“, etwas fĂŒr alle, die die Songtexte noch nicht so gut auswendig kennen: das Cover von „The Passenger“, bei dem der Text mit „lalala“ denkbar einfach ist ;)

Mono Inc. @Pulp DuisburgWar nun Schluß? Nein, natĂŒrlich nicht. Die Band kam noch einmal auf die BĂŒhne. Nur muss ich ehrlich gestehen, ich kann nicht mehr sagen, mit welchen Songs. Oder war es doch nur einer? Ich meine, es waren noch einmal zwei…
Aber eines fehlte immer noch: „Get some Sleep“. Das war dann wirklich die letzte Zugabe und der Abschluß des Konzerts, nach dem sich die Band in die Arme fiel.
Ein absolut gelungenes Konzert, mir jedenfalls hat es großen Spaß gemacht. Vielen Dank dafĂŒr. Und vielen Dank fĂŒr die Fotos nach dem Konzert, nur Martin habe ich nicht mehr gesehen (wenn er ĂŒberhaupt noch rausgekommen ist). Und der Band scheint auch aufgefallen zu sein, dass ich Spaß hatte.. Zitat Carl Fornia „bist Du die Partyelse von links von der BĂŒhne? Ich wollte immer lesen, was auf Deinem Shirt steht, aber Du hast ja nie stillgehalten“ (es war ein Shirt von The 69 Eyes..) Ja, ich gestehe, das war ich. Aber wenn die Musik gut ist, kann ich einfach nicht anders…
Ich freue mich schon auf das nÀchste Mal und seid sicher, auch da werde ich wieder Party machen ;)
Mono Inc. @Pulp Duisburg
Setlist:

  1. My worst enemy
  2. Symphony of pain
  3. Gothic queen
  4. My sick mind TV
  5. Euthanasia
  6. Arabia
  7. Tired of the day
  8. Temple of the torn
  9. If I fail

Mono Inc. @Pulp Duisburg

  • From the ashes
  • In my heart
  • In the end
  • Revenge
  • After the war
  • Voices of doom

 

Zugaben:
– My deal with god
– The Passenger
– Get some sleep

Mono Inc. @Pulp Duisburg Mono Inc. @Pulp Duisburg Mono Inc. @Pulp Duisburg

 

Die Fotos vom Mono Inc. Konzert gibt es in unserer Galerie.

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