Ich muss ja zugeben, dass ich ein großer Fan von 80er Jahre, Glam und Sleazer Rock bin. Je mehr Haarspray, desto besser. Die langen Mähnen der ersten Supportband “Fatal Smile” ließen auf gute Musik hoffen und so zogen wir los zum Nürnberger Löwensaal, um uns diese Band im Vorprogramm von Lordi anzuschauen. Die Möglichkeit, Lordi auch einmal live zu erleben war natürlich auch nicht zu verachten. Bevor das Konzert losging machten wir und schonmal in den Saal, da wir die Ehre hatten, die Jungs von “Fatal Smile” interviewen zu dürfen. Bassist Alx schleppte uns zuerst mal in den Gemeinschaftsraum, wo auch das Catering stand. Nach einem gemeinsamen Bier – ok ich hatte nur Wasser – ging es in einen ruhigeren Raum für das Interview, das wir Euch im englischen Originalton präsentieren. Geschlagene 30 Minuten später war alles im Kasten. Es wurde viel gelacht und insgesamt hatten alle Beteiligten eine Menge Spaß. Aber hört es Euch selbst an :)

Da ich mir die aktuelle CD von “Fatal Smile” eh kaufen wollte ging es nun erstmal zum Merchandise Stand, wo wir uns mit T-Shirts, CDs und Postern eindeckten. Die Preise waren übrigens der Hit, denn ein original “DePalma” bekommt man sonst auch selten für 15 Euro. Großer Pluspunkt! Aus dem gemeinsamen Foto mit der Band wurde leider nichts, da immer irgendwie ein Bandmitglied was anderes zu tun hatte. Macht aber nichts, denn schon bald sollte die Show losgehen. Erwartungsvoll gingen wir von der Bar in die Konzerthalle, in der sich schon etliche Besucher eingefunden hatten. Der Löwensaal selbst war meiner Meinung nach nicht wirklich groß und ich war gespannt, wieviele Leute sich nachher da reinquetschen sollten. So richtig voll wurde es aber nicht.

Pünktlich um 20 Uhr erschienen die Jungs von “Fatal Smile” auf der Bühne und rockten gleich richtig los. Die Musik ist eine Mischung aus typischem 80er Jahre Rock und Hard-Rock und erinnerte stellenweise an Bands wie Mötley Crüe oder auch Poison. Die blonde Mähne von Sänger Blade wehte im Wind des extra aufgestellten Ventilators und Gitarrist Y trug Reptilien-Kontaktlinsen, die perfekt zu seinem Drachen-ähnlichen Style passten. Gespielt wurden Songs vom aktuellen Album “World Domination” (Affiliate-Link) und hier durfte der Hit “S.O.B.” natürlich nicht fehlen. Ich gebe zu, man muss mit der Art von Musik was anfangen können, aber die meisten Konzertbesucher waren begeistert und wurden angeheizt von der Musik und der energiegeladenen Live-Show der vier Schweden. Ungefähr 40 Minuten lang wurde über die Bühne gerannt, gesungen, geschrien und gepost was das Zeug hält. Das Publikum kochte und diese entstandene Stimmung wäre der perfekte Grundstein für das folgende Konzert des Hauptacts Lordi gewesen. Wenn da nicht die lokale Band “Silverlane” gewesen wäre. Meiner Meinung nach wäre die Band ganz am Anfang besser aufgehoben gewesen. Ich hatte den Eindruck, als hätte dies die Stimmung etwas sinken lassen. Die Mischung aus Metal und etwas Bombastrock war zwar sehr nett, passte aber insgesamt nicht wirklich ins Bild und vor allem nicht zwischen “Fatal Smile” und “Lordi”. Nunja, “Silverlane” hatten ihr Heimspiel und natürlich auch einige regionale Fans dabei.

Um ca. 22 Uhr war der Aufbau der Lordi-Bühnendeko vorbei und die Schockrocker betraten die Bühne. Mir wurde vorher gesagt, dass die Presse nur während dem zweiten und dritten Song in den Fotograben dürfte. Nachdem die bombastische Show von Lordi mit einem riesen Knall und Pyroeffekten begann, leuchtete mir dieser Hinweis auch ein. So ganz geheuer war mich trotzdem nicht, als ich zwischen all den Pyros meine Fotos machen durfte. Nach dem dritten Lied also schnell wieder aus dem Graben raus, damit ich ohne Schäden das Konzert genießen konnte. Die Kostüme sind jedenfalls sehr beeindruckend und direkt vor der Bühne läuft einem schon ein kalter Schauer über den Rücken wenn Sänger und Obermonster Lordi für die Kamera post. Auch die Bühnendeko war beeindruckend und erinnerte etwas an ein Schlachthaus. Wannen mit Blutflecken, abgetrennte Körperteile und Gerüste, an denen irgendetwas herunterhing vervollständigten das Bild. Es rollten Köpfe, es flogen Funken und es dampfte aus diversen Rauchkanonen. Hits wie “Devil Is A Loser”, “Blood Red Sandman”, “Would You Like A Monsterman” und der Grand Prix Song “Hard Rock Halleluja” wurden genauso gespielt wie Songs von der aktuellen CD “Deadache” (Affiliate-Link).

Insgesamt war der Abend absolut gelungen. Einziger großer Wehrmutstropfen war allerdings der Sound, der bei Fatal Smile mitunter am Schlechtesten war. Anfangs hörte man “Fatal Smile” Sänger Blade kaum heraus und Gitarre und Bass vermischten sich manchmal leider zu einem nahezu undefinierbaren Soundbrei. Bei Lordi war es dann einigermaßen erträglich, aber so richtig klasse war der Sound auch da nicht. Vielleicht lag es auch am Saal, der durch die leere Empore einiges verschluckte. Aber Sound hin oder her: Es war ein toller Abend mit tollen Bands, bei denen ich es lieber gesehen hätte, wenn man Silverland an den Anfang gepackt hätte, aber wir hatten jedenfals unseren Spaß und werden uns “Fatal Smile” und “Lordi” wieder ansehen, wenn die Möglichkeit besteht. Gerne auch einzeln. Weitere Fotos Fotos von diesem Abend gibt es in unserer Galerie – und vergesst nicht das Interview mit “Fatal Smile”.

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