Der Fraktionsvorsitzende von „Pro Chemnitz“ im Chemnitzer Stadtrat fühlt sich von Felix Brummer (Kraftklub) beleidigt, der bei einem Konzert in Chemnitz am 11. Juni wohl alle „von Pro Chemnitz oder von Pegida“ als „Vollidioten“ bezeichnet hat, was das Publikum mit „Nazis raus“-Rufen beantwortete. Um es mal ganz vorsichtig zu formulieren: „Vollidiot“ ist tatsächlich eine der harmloseren Begriffe, die mir einfallen, wenn ich an Nazis, andere Rechtsextremisten und Rassisten denke. Und inwiefern eine solche Ansage bei einem Konzert, ohne eine bestimmte Person anzusprechen, dann tatsächlich ausreichend sein sollte, um hier jemanden wegen Beleidigung zu belangen…? Ehrlich jetzt?

Aber versuchen kann er es ja mal. Wenn man aber mal schaut, welche Bezeichnungen der aktuelle Fraktionsvorsitzende (und auch wenn Kraftklub den Namen geschwärzt haben, so viele Fraktionsvorsitzende wird Pro Chemnitz nicht im Stadtrat von Chemnitz sitzen haben) anderen schon an den Kopf geworfen hatte und vom Vorwurf der Beleidigung freigesprochen wurde: Einen CDU-Bürgermeister hatte er einen „Kultur-Taliban“ und „Bilderstürmer“ genannt, einen Politiker der Linken als „Nazi“ bezeichnet. Also mit der Vorgeschichte dürfte sich der Herr selbst sich ja eigentlich nicht zu viele Hoffnungen machen, dass seine Strafanzeige mit einer Verurteilung des Sängers enden könnte. 

Daher dürften die Planungen, Felix aus dem Knast zu holen, wohl etwas verfrüht sein - aber besser, man ist auf alles vorbereitet, oder? Und für die Zukunft einfach etwas vorsichtiger sein: Nazis sind Nazis, Vollidioten sind Vollidioten, einfach nicht mehr durcheinander bringen, dann fühlt sich hoffentlich niemand mehr beleidigt ;) 

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