Cover: J.B.O. - Nur die Besten werden alt!Ganze 25 Jahre ist es schon her, dass Hannes „G.Laber“ Holzmann sich Vito C., Holmer „a Bier“ Graap und Schmitti schnappte und mit ihnen zusammen als „James Blast Orchester“ am Newcomerfestival im E-Werk in Erlangen teilgenommen hat. In diesen 25 Jahre ist eine ganze Menge passiert: Der Ausstieg von Holmer und Schmitti, der Einstieg von Wolfram Kellner und Ralph Bach, hunderte Konzerte, Auftritte auf großen und größeren Festivals, 9 Studioalben, Homevideo und DVD, Live-Alben, Biographie… und in diesem Jahr folgt nun das 10. Studioalbum „Nur die Besten werden alt!“.

Das Jubiläumsalbum kommt nun am 15. August mit einer schönen Mischung aus eigenen Stücken, Coverversionen und Blöedsinn zwischen den Tracks daher. Und die Mischung scheint gut zu passen, zumindest war das die durchgehende Meinung der J.B.O. Fans, die bereits Ende Juni das Album durchhören durften. Auch die beiden vorab veröffentlichten Tracks kamen gut an. Neben „Schule aus“ - die J.B.O.-Version des Alice-Cooper-Klassikers „School's out“ - ist das der eigene Song „Vier Finger für ein Halleluja“.

Tracklist:

  1. Vier Finger für ein Halleluja
  2. Death is Death
  3. Ansage
  4. Sakradi mei Sack is hi
  5. #
  6. Das Bier ist da zum Trinken
  7. Schule Aus
  8. Der sechste Sinn
  9. Was würde Jesus tun
  10. Mittelalter
  11. Aberglaube
  12. Die Waldfee
  13. Und dann hörst du J.B.O.
  14. McDeath
  15. Metal No. 666
  16. Die Antwort
  17. Zeitansage
  18. Ein Zipfel vom Glück
  19. Jung, dumm und besoffen

Natürlich bin ich immer noch voreingenommen, was diese Band betrifft, keine Frage. Aber ich denke man ganz objektiv sagen, dass das 10te Studioalbum von J.B.O. mindestens ihr bislang zweitbestes Werk ist, vielleicht sogar das Beste. Und nein, auf Platz 1 sehe ich nicht unbedingt das erste Album „Explizite Lyrik“. In den 25 Jahren sind sowohl die Band als auch ihr Produzent deutlich gewachsen und sie haben sich gemeinsam weiter entwickelt. Die Unterschiede sind zwar zwischen den einzelnen Veröffentlichungen nicht mehr so dramatisch, aber man muss nur mal die Explizite Lyrik mit „Nur die Besten werden alt!“ oder auch dem letzten Killeralbum vergleichen - da liegen Welten dazwischen. Andererseits wäre es natürlich schlimm, wenn so eine Weiterentwicklung nicht statt gefunden hätte, es gibt höchstens zwei oder drei Bands weltweit, die es sich erlauben können in so einem Zeitraum immer gleich zu klingen.

Vier Finger für ein Halleluja

So eine Art Fortsetzung des Glaubensbekenntnis, stimmt gut auf das Album ein und auch das Video dazu ist witzig.

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Death is Death

Diese Coverversion fällt wohl in die gleiche Kategorie wie „Wir sind die Champignons“: hätte jeder drauf kommen können, aber außer J.B.O. traut sich niemand so einen Blöedsinn auch aufzunehmen ;)

Sakradi mei Sack is hi

Ähm ja, dieses Werk der „Zipfeltaler Mösenklatscher“ ist dann wohl der offizielle Nachfolger des Medtl-Gschdanzl, immerhin sind J.B.O. als Kulturband ja auch verpflichtet ein wenig was für gegen die Volksmusik zu tun.

Das Bier ist da zum Trinken

Noch eine Coverversion, wie es sie auch schon auf der Explizite Lyrik hätte geben können. Fans, die immer noch die EL für das beste aller J.B.O.-Alben halten werden diese Song lieben. Außerdem muss die Band ja was für das Vorurteil tun eine Bierzelt-Kapelle zu sein.

Schule Aus

Nicht überraschend - nicht nur, weil es schon veröffentlicht wurde - und sicherlich kein kreativer Höhepunkt, aber eine schöne Coverversion. Und als Hinweis für alle, die für Schule zu alt sind: Schule ist in diesem Song auch als Synonym für viele andere zu verstehen:)

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Was würde Jesus tun

Eine durchaus berechtigte Frage - die Antwort, die uns J.B.O. geben dürfte so manch einem strenggläubigen Christen nicht wirklich gefallen.

Mittelalter

Ist klar, Mittelalter-Mucke ist in den Charts, also muss sich eine ernstzunehmende Band auch damit befassen. J.B.O. haben es trotzdem getan…

Die Waldfee

Vorname: „Am Arsch“. Auf jeden Fall mein Lieblingsstück auf dem Album, inklusive Beschimpfung von Publikum, Labelchef und eigentlich jedem :D

Und dann hörst du J.B.O.

Das Leben kann einem das Leben schon ziemlich zur Hölle machen. J.B.O. zu hören kann da zumindest ein bisschen Linderung verschaffen.

Metal No. 666

„Das ist doch doof, da wäre doch jeder drauf gekommen“ - siehe „Death is Death“ ;)

Die Antwort

Und dann hätten wir noch eine Portion Esoterik, aber statt sie in Karten, Sternen, Kaffeesatz oder Hundekot zu lesen, glauben J.B.O. die Antwort von der Gitarre zu erfahren. Nun gut, jedes Album braucht auch mal eher schwächere Stücke, damit die besseren auch als solche zu erkennen sind.

Ein Zipfel vom Glück

Und damit keine Zweifel an der Herkunft des Albums aufkommen, gibt es natürlich auch einen typischen Vertreter des pubertären Worstpiel-Humors. Hihihi, die singen Zipfel…

Jung, dumm und besoffen

Ja, das waren wir ja alle irgendwann mal… und bei einigen ist eben nur das „Jung“ weg gefallen.

Fazit: Naja, irgendwie bleibt eines doch immer gleich, man liebt die Band oder man hasst sie. Wer schon die letzten Werke von J.B.O. doof und unlustig und pubertär und überflüssig fand, der wird sich auch mit „Nur die Besten werden alt!“ nicht anfreunden können. Alle anderen haben ihren Spaß, dürfen sich amüsieren und können der Ernsthaftigkeit und Langweile ein, zwei oder vier Finger zeigen ;)

Zu kaufen gibt es das Album ab dem 15. August 2014 entweder als Download(*) oder in verschiedenen Versionen auf CD und Vinyl(*), mit Extras wie einer Live-CD von der „J.B.O. spielen was Ihr wollt!“-Tour oder Bierkrügen.

10 von 10 Punkten
J.B.O. - Nur die Besten werden alt!

Nur die Besten werden alt! von J.B.O. wurde am 15.08.2014 über AFM Records veröffentlicht.

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