Möglicherweise wird demnächst das Rote Kreuz zu Winterkleidungsspenden aufrufen, denn die Temperatur in der Hölle muss schlagartig sehr weit unter den Gefrierpunkt gesunken sein. Immer wieder wurde von Frei.Wild gefordert, sich eindeutig, unmissverständlich und ohne Relativierungen der Art „jeder Extremismus ist doof“ vom rechten Rand zu distanzieren. Kaum jemand hätte eine solche eindeutige Distanzierung für möglich gehalten, immerhin hat die Band an diesem Rand nicht gerade wenige Fans. Aber Frei.Wild haben alle Kritiker überrascht mit einem Statement, das einige sehr deutliche Sätze enthält:

Es ist Wurscht, wie sich solche Idioten und Gruppierungen nennen, ganz egal ob „Pegida“, „AfD“, „Keine Asylanten in…“ usw.:

IHR SEID SCHEISSE UND DIESE SCHEISSE WERDEN WIR NICHT ZULASSEN! NICHT BEI UNS UND NICHT MIT DIESER BAND !!!

Frei.Wild steht nicht dafür, Frei.Wild steht für das, was das Herz und der Verstand uns sagt.

Wer Menschen, die gerade mit knapper Not einem grausamen Krieg oder einer Verfolgung aus religiösen oder anderen Gründen entkommen sind, die ihrer Heimat /und ihr wisst wieviel Heimat uns bedeutet) entfliehen mussten oder auf der Flucht ihre Liebsten verloren haben, wer solche Menschen hier wieder bedroht und terrorisiert, der ist schlichtweg ein asoziales Arschloch ohne Verstand und, viel schlimmer, ohne Herz und hassgesteuert.

Okay, auch Frei.Wild leiden wohl an einem leichten Anflug von Ausrufezeichenmissbrauch, aber mit so einem Statement hat nun wirklich kaum jemand gerechnet. Auch nicht viele Fans, die sich nun mit lautstarkem Mimimi bei Facebook via Kommentar von der Band verabschieden. Nach dieser Überraschung warten wir gespannt auf die nächste Überraschung von Frei.Wild - vielleicht werden sie ja noch zu richtigen Musikern? ;)

26 Responses

  1. Frei.Wild und der Echo

    […] dass sich die Band sehr deutlich vom rechten Rand distanziert haben und ich feiere immer noch die Reaktion so einiger Fans auf diese klaren Worte. Und ich kenne nun auch einige Musiker persönlich, die mit Frei.Wild eine Bühne geteilt haben […]

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