article placeholder
9 von 10 Punkten

Signum Regis

Manche Musiker haben einfach zu viele Ideen, als dass diese eine Band umsetzen könnte. So auch Ronnie König, der eigentlich bei Vindex am Bass steht. Daher gründete er einfach 2007 die Band Signum Regis, um seinen Songs Leben einzuhauchen. Und das mit Erfolg! So spielt Signum Regis melodischen Metal mit neoklassischen Elementen, welches Melodic-Metal-Fans sicherlich begeistern wird. Mir jedenfalls hat das Album sehr gut gefallen. Der erste Song "Fields of stars" beginnt sehr monströs mit Orgelklängen, nach denen man eine Fortführung dieses vollen Klanges erwartet. Der dann folgende Einsatz des Gesanges wirkte für mich zunächst etwas dünn, leider hat hier Göran Edman noch nicht ganz seine Höchstform erreicht. Der Refrain geht allerdings ins Ohr, generell ist der Song zügig mit schönen Gitarren. Doch direkt bei "All over the world" kann Göran Edman dann überzeugen: die Stimme ist viel voller und dunkler, anscheinend liegen ihm diese Töne mehr. Auch hier gefällt mir der Refrain wieder sehr gut und regt direkt zum mitmachen an. Die nächsten beiden Songs "Neverland" und "Forever and a day" sind ruhiger, prägen sich aber nicht so ein. Da ist die Midtempo-Nummer "Bright days of glory" schon einprägsamer und auch die Stimme wieder voller und schöner. "The Rain" gefällt durch die Gitarrensoli und die Spinettklänge, die sich schön in den Song einfügen. Einen sehr großen Fokus auf den Gesang bietet die Ballade "Passionate love", welche eine Melodie zum Träumen hat. Dabei kann der Zuhörer einfach in eine andere Welt entschweben. Der nächste Titel "Mountain haze" bildet als Instrumentalstück dazu einen prima Gegensatz: die Gitarren übernehmen hier die Führung. Ebenfalls schnellere Gitarren in Kombination mit Spinettklängen und schönen Harmonien bietet "Follow the light". Den Abschluß der CD bilden die Songs "The ten thousand", dessen Refrain wieder sehr ins Ohr geht und teilweise leicht orientalischen Klängen überrascht, sowie "Sirens Roar", das auch einfach im Gedächtnis bleibt. Beide Stücke gefallen mir sehr, sind zügiger und bieten wieder tolle Gitarren. Bei den ersten beiden Stücken der CD dachte ich schon "mmhh.. einige Melodieteile kommen mir bekannt vor" (woher weiss ich aber bis heute nicht, vielleicht habe ich das deja-vu ja auch nur, weil mir die Melodien direkt im Kopf geblieben sind), aber bei "Silence roar" war ich mir sicher: das Gitarrensolo kenne ich. Und tatsächlich: es ist ein Stück des Türkischen Marsches. Und wer Nintendo und dazu noch Donkey Konga-Fan ist, der wird sicher wissen was ich meine und so wie ich dieses Lied schon so einige Male dazu getrommelt haben. Aber das nur am Rande ;)