Rezensionen

The Rasmus – Dead Letters

Die vier Musiker schaffen mir ihrem bereits vierten Album „Dead Letters“ und der dazugehörigen Vorab-Single „In the Shadows“ endlich auch den Durchbruch in Mitteleuropa, nachdem sie in ihrer Heimat Finnland und im ganzen Skandinavischen Raum, sowie im Baltikum schon alles erreicht hatten, was man dort als Musiker erreichen kann. Neben zahlreichen Gold und Platin-Platten nennen sie auch mehrere Emmas (die finnische Form des Grammys) ihr eigen.

Rockgranaten – You Are Here To Listen

Als ich den Namen „Rockgranaten“ zum ersten Mal hörte wusste ich nicht so recht was ich mir darunter vorzustellen habe. Englischspachiger Geigen-Rock mit Einflüssen von Punk und Wave bis hin zu Country und Pop – so kann man den Musikstil beschreiben. Vor allem die Geige macht die Musik der Rockgranaten so besonders und verleiht den Songs einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert.

Götz Widmann – Drogen

Götz Widmann befindet sich seit einiger Zeit auf Dauertournee und hat sich entschlossen, das Beste aus zwei Jahren Live-Auftritten als CD zusammenzustellen. Früher noch bei der Band Joint Venture, ist er nach dem Tod seines Freundes Kleinti jetzt Solo unterwegs. Mit „Drogen“ bringt er eine Live-Scheibe zu seinem Soloalbum „Götz Widmann“ heraus.

Christina Stürmer – Freier Fall

Auch Österreich hatte seine Version von „Deutschland sucht den Superstar“, jedoch hieß es hier zu Lande „Starmania“ und gewöhnungsbedürftige Ausreißer wie Daniel Küblböck sind uns zum Glück erspart geblieben – bzw. nur bei den „Leider Nein“-Kandidaten kurz aufgetaucht. Christina Stürmer wurde lange Zeit als Favoritin auf den Sieg gehandelt, musste sich am Schluss aber mit dem zweiten Platz begnügen – an ihr sieht man aber ganz deutlich, auch die Zweiten können Sieger sein. – Während Michael Tschuggnal als Starmania-Sieger automatisch zu Peter Wolff nach LA fliegen durfte um dort die Arbeit fürs erste Album aufzunehmen, hat der Starproduzent darauf bestanden auch Christl für Aufnahmen nach Los Angeles zu holen.

Roxy Music – Live

Roxy Music ist eine Musikformation die, trotz Unterbrechungen, eigentlich seit den frühen 70ern präsent ist – sie wurde 1971 von Ferry, Mackay und Brian Eno gegründet und hat eine ganze Latte von Nummer 1 Hits und Alben zu verzeichnen. 1983 trennte man sich auf dem scheinbaren Höhepunkt der Karriere und dennoch landete wenige Jahre späte ein Best Of Album der Band an der Spitze der Charts und hielt sich dort mehrere Wochen.

Eat The Gun – Kingsize

Also überzeugt haben mich die vier Rocker aus Münster mit ihrer aktuellen EP allemal. Selten bekommt man bei einer EP eine so gute Produktion zu hören – das war das Erste, was mir spontan auffiel als ich den Silberling in meinen CD-Player steckte. Tja, was erwartet Euch auf dieser CD? Diese Frage lässt sich leicht beantworten: Ehrlicher, handgemachter Rock. Und das hört man auch sofort heraus. Stilistisch bewegen sich die Jungs zwischen Mötley Crue, L.A. Guns und den Guns N‘ Roses.

Falconer – Falconer

Falconer, die sich aus der Band Mithotyn (melodischer Black Metal, eigentlich die ganz andere Richtung;-) entwickelten, haben gleich mit ihrem Erstling ein fast perfektes Meisterwerk abgeliefert. Mathias‘ unvergleichlbare Stimme sorgt schon beim ersten hören für einen angenehmen „Aha“- Effekt, da seine sie Musical erprobt und dementsprechend klar und rein ist und sich erstaunlich vom Power Metal Standard abhebt.

Good Charlotte – The Young And The Hopeless

Eine neue Generation des Punkpops entsteht und mit Good Charlotte haben die Punk-Rock-Szene ein neues Kapitel gefunden – eine neue Episode in der Geschichte des Musiklexikons entsteht und schön langsam macht sich die Band, die zuhause in Maryland schon länger eine Sensation sind, auch bei uns einen Namen. „The Young And The Hopeless“ ist das erste Album, das Good Charlotte in Europa auf den Markt bringen und als groben Inhalt könnte man die generationsbedingten Konflikte zwischen Eltern und Kindern diagnostizieren….

Evanescence – Fallen

Seit ihrem Beitrag zum Soundtrack von „Daredevil“ geht es für die Band aus Arkansas schlag auf schlag. Ihr neues Album „Fallen“ katapultierte sich in den USA auf Anhieb in die Top 5 der Charts und auch in Europa findet man sie nur an den Spitzenplätzen, wenn es um die Verkaufszahlen geht.

Amon Amarth – Versus the World

Da pilgere ich nun zum Plattenladen, um mir den neuen Dampfhammer von Amon Amarth zuzulegen, und was muss ich da sehen: Wer bitte hat dieses Cover verbrochen? Ist die CD von Amon Amarth oder von Manowar? Wenn man sich das Kitschcover näher anguckt, möchte man eher Letzteres vermuten.

Bad Religion – The Process of Belief

Wie fast jeder eingefleischte Bad Religion Fan hab auch ich sehnsüchtig auf dieses Album gewartet. Bad Religion kehrten zurück auf dem Label Epitaph und zudem stieg Epitaph Labelboss und Gründungsmitglied Brett Gurewitz wieder ein. Somit war das alte Songwritter Duo Greg/Mr.Brett wieder komplett und der alte Ergeiz, die besten Songs zu schreiben, wieder geweckt. Dies ließ die Erwartungen der Fans natürlich steigen und sie sollten nicht enttäuscht werden. Bad Religion fanden zur alten Form zurück und lieferten eins der besten Punk Alben der letzten Jahre.

Tool – Lateralus

Mit ihrem Album „Lateralus“ haben die vier Musiker von Tool den hohen Erwartungen ihrer Fans und der Presse nur zum Teil genügen können. Es ist zweifellos eine der besten Progressive-Rock-Platten des Jahres 2001. Jedoch erwartete man Stücke von der Band, die denen der beiden ersten Longplayer mehr ähneln. Diesem Anspruch kann einzig „Parabola“ voll genügen. Ansonsten sind die Tracks etwas ruhiger und sehr in die Musik verliebt und ziehen sich deshalb in die Länge. Ein Manko, das auch auf den Titelsong zutrifft. Die Gesamtspielzeit beträgt deshalb satte 79 (!) Minuten bei „nur“ 13 Songs, die meist 6 bis 9 Minuten lang sind. Der Opener „The Grudge“ ist gleichzeitig einer der besten Songs auf dem Album. Eine signifikante Bass-Linie und ungewöhnliche Gitarren-Riffs prägen sich dem Hörer ein. In „Schism“, das schonvor der Veröffentlichung des Longplayers als Singleauskopplung erhältlich war, do-minieren unüblicherweise die Vocals von Sänger Maynard Keenan, aber auch hier ist der typische Gitarrensound zu hören. Ein weiterer Höhepunkt der Platte ist das In-strumental „Triad“, das ebenfalls durch eigenartige Riffs sowie Toneffekte, deren Herkunft man nur erahnen kann, zu überzeugen weiss und dem man ausnahmsweise nicht vorwerfen kann, dass es zu lang ist, um seine Kraft zu erhalten. Das verwirrende Gesumme und Gesurre mit eienr Stimme im Hintergrund gibt diesem guten Album einen unschönen und unwürdigen Abschluss.

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