Rezensionen

J.B.O. – United States of Blöedsinn

Lange Zeit hat sich das zensierte James Blast Orchester die Mühe gespart das Rad neu zu erfinden und sich hauptsächlich durch einen frischen Anstrich des selbigen einen Namen gemacht – und obwohl die fränkischen Hofnarren in den letzten Jahren auch mehr und mehr auf Eigenkompositionen gesetzt haben, ist ihnen der Blödsinn doch ein stetes Anliegen geblieben. Da durfte es ab und an auch mal etwas mehr Krach als Musik sein.

Caleidoscope – Shapes

Veröffentlicht wurde die EP „shapes“ im März 2005, wobei die erste Auflage von 350 Exemplaren bereits im Sommer ausverkauft war. Ebenfalls im März spielten sie ihre ersten Konzerte in Hamburg, gefolgt vom Emergenza Festival mit 1.600 Zuschauern. Der Song „dawn of day“ wurde von Radio Hamburg, vom NDR und einigen anderen Radiosendern gespielt. Dank dieser Radioausstrahlungen wurde ein englischer Produzent auf die Hamburger Band aufmerksam: Gareth Jones (er produzierte Depeche Mode, Nick Cave, Erasure, etc.). Dieser unterstützt caleidoscope nun bei der zweiten CD, die für Anfang des nächsten Jahres geplant ist.

Wig Wam – Hard To Be A Rock’n’Roller

Cover: Wig Wam: Hard To Be A Rock’n’Roller
Cover: Wig Wam: Hard To Be A Rock’n’Roller

Aufgefallen sind mir die 4 Jungs aus Norwegen beim letzten Grand Prix – Paradiesvögel fallen bekanntlich schnell auf und genau das wollten die Jungs erreichen. Und was soll ich sagen: Es ist ihnen gelungen. Nachdem ihr Debutalbum von „667…The Neighbour Of The Beast“ in „Hard To Be A Rock’n’Roller“ umbenannt wurde war der Durchbruch nicht mehr aufzuhalten. Die Platte verkauft sich absolut sensationell und die in Norwegen erschienene DVD erreichte schon vor dem Release Goldstatus. Ihre „Rock Schläger“ Tour (Glam bezeichnete die Tour so, weil sie den Fans richtige Rock’n’Roll Musik um die Ohren hauen) kommt tierisch gut an und ein paar Gigs in Deutschland waren auch dabei.

Line-Up

* Teeny – Guitars
* Sporty – Drums
* Glam – Vocals
* Flash – Bass

Tracklist

1. In My Dreams
2. Hard To Be A Rock’n Roller
3. Bless The Night
4. I Turn To You [Melanie C-cover]
5. Out Of Time
6. Mine All Mine
7. The Drop
8. Tell Me Where To Go
9. No More Living On Lies
10. Erection
11. Car-Lyle
12. The Best Song In The World
13. A Long Way
14. Crazy Things
15. Dschingis Khan (Bonus)
16. Bless The Night (Bonus Videoclip)
17. Hard To Be A Rock’n Roller (Bonus Videoclip)

Auch wenn sich die Namen der Bandmitglieder erst wie eine Kopie der Spice Girls anhören…
Vom Stil erinnern sie an ihre großen Vorbilder von „The Sweet“, auch wenn sie mit dem Titeltrack „Hard To Be A Rock’n’Roller“ die Manieren und Macken der großen Rockstars ein wenig auf den Arm nehmen. Hier werden die Jammereien der Rockstars („Zu viele Mädels“, „zu viel Stress“…) ironisch durch den Kakao gezogen. Der Song ist zusammen mit „In My Dreams“, „Bless The Night“ und „Out Of Time“ ein absoluter Ohrwurm.

Neben den 3 Spitzenreitern in meiner persönlichen Favoritenliste gibt es da noch „I Turn To You“ – ein Melanie C Cover – und was für ein gelungenes! Ich hätte nie gedacht, dass der Song mit dem völlig neuen Arrangement á la Wig Wam so gut rüberkommt. Definitiv besser als das Original…

Ein wenig zum Schmunzeln ist die Coverversion von „Dschingis Khan“ in englisch. Glam bezeichnete sein deutsch nämlich als wirklich nicht so toll – ich hätte es dennoch gerne gehört. Aufgenommen wurde der Song meines Wissens in einer norwegischen TV-Show.

So und nun komme ich zu einem Song, über den man eigentlich nicht viel sagen muss und kann: „Erection“
Hier bearbeitet Teeny seine Gitarre dermaßen göttlich…sehr passender Songtitel.

Der Rest der Lieder ist absolut nicht schlecht, aber eben nicht so ohrwurmverdächtig wie die genannten Songs. CD reinlegen und abrocken!

Fazit:

Jeder Anhänger von „The Darkness“, der ein paar Probleme mit der Stimme des Sängers hatte, wird bei Wig Wam auf jeden Fall begeistert sein. Die Norweger bieten hier einen musikalischen Leckerbissen. Sie beherrschen ihre Instrumente, die Produktion klingt absolut fett und der Sänger ist ein Gesangsgott! Ich knie nieder!

Rammstein – Rosenrot

Seit kurzem ist das neue Rammstein-Album erhältlich. Mit einiger Spannung wurde erwartet ob es an den Vorgänger „Reise, Reise“ anknüpft oder doch wieder eine Spur härter wird…

J.B.O. – TV Blöedsinn

Wer hätte das gedacht: die 4 rosa Franken veröffentlichen ihre erste – von den Fans heiss ersehnte – DVD. Hören tut das Kind auf den Namen „TV Blöedsinn“ und besticht optisch schon durch das nett manipulierte Model auf dem Cover. Dass das ganze Layout auf einer großen deutschen Fernsehzeitung basiert lässt sich nur leicht erahnen ;-)

Chamberdogs – Chamberdogs

Normalerweise beginne ich ja immer in einer Plattenkritik mit dem Musikstil einer Band, aber bei den Chamberdogs ist das ein so vielseitiges Thema, dass es mir fast schon schwer fällt. Die Chamberdogs besitzen ihr Revier in Köln und machen Musik, die sich im Wesentlichen aus Funk, Ska, Reggae und ein paar Punkeinflüssen zusammensetzt. Inhaltlich sind ihre Songs Geschichten aus dem Leben bei denen es sich meist um Reflektionen über Liebe und ihre Begleiterscheinungen handelt, ohne dabei groß auf Gefühlsduseleien einzugehen.

Zeraphine – Kalte Sonne

Nach zwei Jahren haben Sven Friedrich und Norman Selbig den Erstling ihres neuen Projektes Zeraphine, welcher auf den Namen „Kalte Sonne“ hört fertig gestellt und es ist nicht zu über-hören, dass die Vergangenheit ihre Finger mit im Spiel hatte.

Heartbreak Radio – Heartbreak Radio

Die schwedische Band „Heartbreak Radio“ wurde 2004 gegründet. Das Produzentenduo Torbjörn Wassenius und Claes Andreasson sagen mir vom Namen her nichts, aber vielleicht Euch. Die beiden sind u.a. durch ihre Zusammenarbeit mit der Band „Last Autumn’s Dream“ und Sänger Mikael Erlandsson bekannt geworden. Mikael wurde auch gleich verdonnert, drei Songs auf dem vorliegenden Album „Heartbreak Radio“ zu singen. Die restlichen 8 Songs singt Pierre Weinsberg (ex-Prisoner). Die anderen Bandmitglieder dürften dem ein oder anderen auch ziemlich bekannt vorkommen: Mikkey Dee (Motörhead) am Schlagwerk und Magnus Rosén (Hammerfall) am Bass. Gastauftritte haben Max Abbey (Ultravox, Paul Young), Joel Starander (Geisha) und Jim Jidhed. Die Bandgründung wurde schon länger geplant, aber 2004 wurde dann der richtige Sänger gefunden und los gings. Der Silberling „Heartbreak Radio“ wurde in Schweden zwischen September und Dezember 2004 produziert und erscheint am 14.03.05 in den Läden.

Fiddler’s Green – Celebrate

Auf der DVD findet Ihr einen absolut genialen Mitschnitt des 1000. Konzerts auf Burg Hoheneck. Das Filmteam ist das Gleiche wie beim 30/2 Festival von J.B.O., nämlich Huckleberryking. Einige Ohrwürmer wie „Mermaid“, „As I Roved Out“, „Donkey Riding“ oder „Jacobites“ vermisse ich sehr auf der DVD, aber man kann nicht alles haben. J.B.O. Fans werden das ein oder andere 30/2 Plakat entdecken und ältere Fiddler’s Fans dürfen sich auf ein Wiedersehen mit Tobi Schäfer freuen, der sich ein Geigen-Duell mit Tobi Heindl liefert. Eric Fish von Subway To Sally springt bei „Tangerine“ auf die Bühne und liefert so die erste „CD-getreue“ Live-Version des Songs. Aber ich will nicht zu viel verraten – schaut es Euch einfach an. Zum Abschluss versammelte sich wie immer ein Publikumschor auf der Bühne, um das letzte Lied anzustimmen. Zwischendurch erkennt man einige bekannte Fan-Gesichter wie z.B. Nordsternchen und Phibi.

Merlons Lichter – Lust

Das ist schnell gesagt – Die Merlons Lichter aus Erlangen machen seit eh und je Mittelalter Rock vom Feinsten – genauergesagt gibt es sie schon seit knapp 13 Jahren. Vergleichen kann man den Musikstil mit Subway To Sally oder Schandmaul, wobei die Quintessenz der Mittelalter-Musik die Stimme des Sängers ist. Und wer könnte dafür besser geeignet sein als PG.

Mennen – Freakazoid

Mennen, die nach dem Sänger Joss Mennen benannte Band, wurde zusammen mit dem Gitarrist Erik van de Kerkof 1994 aus der Taufe gehoben. Nach einigen Shows als Support mit Bands wie Dio, Dare, Whitesnake, Molly Hatchet, Gotthard und den Scorpions haben die 4 Musiker ihr Nest verlassen, um den Freiflug anzutreten.

Ivory Night – 7 – Dawn Of The Night

Die Band Ivory Night kommt aus Kaiserslautern (K-Town) und bereichert den Metal seit 7 Jahren.
Beeinflusst wurden die Jungs anfangs von Größen wie „Iron Maiden“und „Helloween“, fanden aber im Laufe der Jahre ihren unverwechselbaren eigenen Stil und herausgekommen ist ein wirklich ansehnliches Repertoire an Songs. Ein gelungener Beweis ihres Könnens bietet die aktuelle CD „7 – Dawn Of The Night“.

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