Cover: Screaming Bloody Murder Vor ziemlich genau 15 Jahren beschlossen die beiden High–School–Schüler Deryck Jayson Whibley und Steve Jocz, aus Langeweile eine gemeinsame Band zu gründen. Der Name der Punk-Band bezieht sich auf ihre Gründung, die 41 Tage nach Sommerbeginn stattfand. Was die Gründungsmitglieder Deryck und Steve damals noch nicht wussten war, dass ihre Band später mehr als 8 Millionen Platten weltweit verkaufen sollte. Bis zur Veröffentlichung ihrer ersten CD sollten jedoch noch ein paar Jahre vergehen. Die Formation ergriff jede Chance, Konzerte zu geben und ihren damals noch sehr am Fun-Punk orientierten Stil publik zu machen. Im Rahmen der Vans Warped Tour wurde das Label Mercury Records auf die Band aufmerksam und nahm die Musiker unter Vertrag. Ihr erstes Album All Killer No Filler schlug ein wie eine Bombe und schaffte es in ihrem Heimatland Kanada bis an die Chartspitze. Sum 41 hatten ihren berechtigten Platz im Punk Rock des 21. Jahrhunderts gefunden und veröffentlichten bis heute 4 Studioalben, die dem Erfolg der ersten Platte in nichts nachstanden.

Mit Screaming Bloody Murder melden sich die kanadischen Punkrocker nach mehr als 4 Jahren Pause lautstark zurück. Zugleich finden die Musiker mit ihrer fünften Platte zurück zu ihren Wurzeln und verabschieden sich vom zum Teil doch sehr seichten Klang, ihrer vorangegangenen Platte Underclass Hero. Deryck und Co. Scheinen begriffen zu haben, dass gitarrenlastiger Punk Rock auch ohne Liebeshymnen an nunmehr Ex-Geliebte auskommt und sich an weitaus mehr Authentizität erfreut. Dahingehend sollte man Avril Lavigne für ihre Scheidung von Frontmann Deryck danken, denn schon allein textlich scheint ihn der Schmerz über die Trennung kreativ beeinflusst zu haben. Bereits der Eröffnungssong der Platte beweist, dass die Punkrocker ihre Gitarren wiedergefunden haben und sie auch endlich wieder spielen. Mit gewohnt kraftvollem Enthusiasmus begrüßen schnelle Schlagzeugparts und handfeste Gitarrenriffs die Fans der ersten Stunde und büßen auch im weiteren Verlauf der Platte nicht an Durchschlagskraft ein. Auch textlich scheinen sich die Musiker wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren und stecken - ganz punkrock-typisch - all ihre Wut und Frustration der letzten Jahre in die 14 Songs der Platte. Die Kombination aus schnellen Rhythmen und textlicher Stoßkraft lässt jedem Punkrock-Liebhaber Tränen der Freude in die Augen steigen. Obwohl sich die Musiker mit ganzen 14 Songs zurück melden, reichen sich auf dieser Platte Qualität und Quantität die Hand. Dieser Umstand beweist einmal mehr, dass Sum 41 berechtigterweise zu den erfolgreichsten Punk-Rockern unserer Zeit gehören. Wer auf dieser Platte nach einem 'Spannungsbogen' sucht wird erfolglos bleiben, denn die kanadischen Musiker belegen hier wieder einmal, dass durchgehende harte Klänge nicht automatisch wertmindernd sein müssen. Und für Fans klassisch-überzeugenden Punkrocks sollte dieser Umstand wohl weniger enttäuschend, als vielmehr erfreulich sein.

Alles in Allem kann man den Punkern von Sum 41 nur gratulieren: Sie haben den Weg zurück zu ihrem gewohnt imposanten und durchschlagenden Musikstil gefunden. Mit Screaming Bloody Murder liefern sie die mit Abstand beste Platte ihrer bisherigen musikalischen Laufbahn ab. Wer von diesem Album nicht überzeugt ist, dem kann man nur raten, dem Alternativ-Punk in Zukunft schlichtweg ganz ab zu schwören.

Tracklist:

  1. Reason to believe
  2. Screaming Bloody Murder
  3. SKUMF*K
  4. Time for you to go
  5. Jessica Kill
  6. What Am I to say
  7. Holy Image of Lies
  8. Sick of Everyone
  9. Happiness Machine
  10. Crash
  11. Blood in my eyes
  12. Baby you don't wanna know
  13. Back where I belong
  14. Exit Song
10 von 10 Punkten
Sum 41 - Screaming Bloody Murder

Screaming Bloody Murder von Sum 41 wurde am 25.03.2011 über Island (Universal) veröffentlicht.

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