In Zeiten von Social Media hat man oft den Eindruck, dass der klassische Fanclub einer Band gewaltig an Bedeutung verloren hätte. Schließlich erreicht man als Band über die verschiedenen heute verfügbaren Kanäle heute enorm viele Menschen, Fanzines wurden durch die Website und die Facebook-Auftritte abgelöst. In vielen Fällen beschränkt sich ein Fanclub heute darauf Einkaufsvorteile zu liefern, Rabatte im eigenen Store oder vorgezogener Vorverkauf für Konzerttickets. Nicht selten werden solche Fanclubs von Dienstleistern betrieben, was oft dazu führt, dass man den Eindruck bekommen kann, die Band hätte mit diesem Fanclub nichts zu tun.

Logo: Official Steel Panther Fans

Und trotzdem oder gerade wegen dieser gefühlten Bedeutungslosigkeit solcher Fanclubs, haben Steel Panther ihren Fanclub auf eine komplett neue Grundlage gestellt. Die Basis ist dabei die Fansite Fanthers.com, die Andrea 2012 als Hobby gestartet hat. Hier wird es in Zukunft neben den von ihr gewohnten und bekannten Inhalten rund um Steel Panther auch exklusive Inhalte nur für die Mitglieder des Fanclubs geben und da ich schon mal schauen durfte, was da so kommen wird, kann ich euch versichern, dass da einige Perlen darunter sind, echte Highlights für Fans der Band. Dabei gibt es drei verschiedene Mitgliedschaften zwischen US$40 und US$100 pro Jahr, die sich im Umfang natürlich unterscheiden. Besonders spannend finde ich persönlich an den Paketen, dass in allen drei Varianten jeweils der Zugriff auf die komplette Musik enthalten ist, die von Steel Panther im Jahr der Mitgliedschaft veröffentlicht wird. Eine kleine Zeile in den Paketbeschreibungen, die meiner Meinung nach aber tatsächlich ein ziemlich großer Schritt in Sachen Musikvertrieb sind. 

Denn viele Fans stellen sich inzwischen die Frage, wie sie die Musik ihrer Lieblingskünstler auf eine Art und Weise konsumieren können, die den Künstlern selbst und nicht verschiedenen Dienstleistern und Rechteverwertern dazwischen den meisten Profit bringen. Bisher galt hier immer der Kauf von CDs bei Konzerten oder im bandeigenen Shop als Mittel der Wahl - mit dem von Steel Panther jetzt eingeführten Flatrate-Modell kommt eine weitere Variante dazu und es würde mich wundern, wenn hier nicht bald andere Bands nachziehen würden. Natürlich enthalten alle Pakete darüber hinaus den Zugriff auf die bereits erwähnten exklusiven Inhalte, ein Fanclub-Shirt und die Möglichkeit, Tickets für Konzerte in einem Vor-Vorverkauf früher als andere zu erwerben. Die beiden größeren Pakete enthalten darüber hinaus noch Guthaben-Codes für den Band-Store und Rabatte für VIP-Events. 

Auch ohne unsere Beteiligung an diesem Projekt (siehe unten), halte ich die in dem Zusammenhang gewählten Worte von Lexxi Foxx für angebracht: It's a big deal! 

Transparenzinfo: Andrea hat die Fanseite Fanthers.com 2012 gestartet, die nun die Plattform für den neuen Steel Panther Fanclub ist, meine Wenigkeit war maßgeblich an der Technik zum Umzug der Websites und beim Aufbau der neuen Technik beteiligt. Wir waren und sind jedoch an der Ausgestaltung der Mitglieder-Pakete nicht beteiligt, die Betreuung der Plattform (inhaltlich durch Andrea, technisch durch mich) wird in Zukunft von der Band, als Betreiber, bezahlt werden. Diese Meldung hier kann damit also als „Meldung in eigener Sache“ betrachtet werden - ändert nichts daran, dass ich diese Mitglieder-Pakete enorm spannend und erwähnenswert finde.

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