Steel Panther - Frankfurt - 27.10.2012 - Foto von Andrea Jaeckel-Dobschat - 01Na wenn sie mal in Deutschland sind, dann können wir uns doch auch mal ein Konzert anschauen - das war Anfang des Jahres. Das Konzert gestern in Frankfurt war jetzt unser viertes Steel Panther Konzert - und zwei weitere werden noch folgen. Damit dürfte dann auch die Frage beantwortet sein, ob uns die Shows der Band gefallen ;) Und „Show“ trifft es dann auch eher als „Konzert“ - ohne die teilweise auch mal etwas länger ausfallenden Dialoge zwischen den Songs hätte man auch nur den halben Spaß - und auch wenn es durchaus klar ist, dass die Band ihre Shows sehr genau plant, lassen sie doch immer wieder genug Raum für spontane Einlagen.

Steel Panther - Frankfurt - 27.10.2012 - Foto von Andrea Jaeckel-Dobschat - 02Um Andrea den erwünschten Platz in der ersten Reihe zu sichern, waren wir natürlich nicht erst kurz vor Einlass vor dem Gibson Club in der Fußgängerzone, sondern vertrieben uns schon ab 17 Uhr die Zeit mit einigen anderen Steel Panther Fans - von denen einige mit ihrem 80er-Outfit für verwunderte Blicke (und sicher eine fette Erkältung) sorgten. Wobei dann aber auch ein paar seltsame Gestalten meinten, einige der Wartenden blöd anmachen zu müssen: „Ey, was trägst du für komische Klamotten und Schminke. Bissu schwul? Hahaha, Schwuli, Schwuli…“ Die sollten besser mal die Probleme mit ihrer eigenen latenten Homosexualität professionell behandeln lassen. Michael Starr schaute nach einem Einkaufsbummel noch kurz bei den Wartenden vorbei und verteilte Autogramme.

Steel Panther - Frankfurt - 27.10.2012 - Foto von Andrea Jaeckel-Dobschat - 03Der Einlass zog sich trotz mehr als lascher Kontrollen ziemlich in die Länge - aber offenbar hatten die Security-Mitarbeiter in dem Club nicht wirklich viel Erfahrung mit Metal-Konzerten. Anders kann ich mir nicht erklären, wie die auf die idiotische Idee kommen konnten anfangs zu versuchen vom Publikum einen Sicherheitsabstand von den Barricades zu verlangen. Ähnlich erfolglos blieb dann auch der Versuch dem Publikum die Benutzung von Handy- und Kompaktkameras zu untersagen. Und das bei einer Band, die regelmäßig erklärt, dass die vom Publikum mitgefilmten Teile und Foto gefälligst veröffentlicht werden sollen, damit alle was davon hätten. Und während der Einlass noch lief und eigentlich eine knappe halbe Stunde zu früh startete auch schon der Support: „Kobra and the Lotus“. Die waren gut, wirklich, aber nicht so gut, dass sie uns jetzt vom Hocker gehauen hätten.

Steel Panther - Frankfurt - 27.10.2012 - Foto von Andrea Jaeckel-Dobschat - 04Während des Steel Panther Auftritts versuchte einer der Security-Leute dann nicht nur einigen Mädels in der ersten Reihe klar zu machen, dass sie nicht über die Barricades greifen und auch nicht so heftig tanzen oder gar an der Absperrung rütteln sollten. Müssen wohl empfindliche Gitter sein dort im Club ;) Höhepunkt war dann der Versuch Michael Starr klar zu machen, dass er doch nicht mit einem Fuss auf die Absperrgitter treten solle - ja wie soll der Mann denn sonst an die weiblichen Zuschauer in den ersten Reihen kommen? Geht ja gar nicht :)

Steel Panther - Frankfurt - 27.10.2012 - Foto von Andrea Jaeckel-Dobschat - 05Was für die Professionalität der Band und der Crew spricht: Kaum jemanden im Publikum - selbst von denen, die direkt davor standen - fiel auf, dass Lexxi Foxx offensichtlich einige Probleme mit seinem In-Ear-Monitor hatte, kurzzeitig bekam er während des Auftritts eine Monitorbox, bis es die Gelegenheit gab, die Ohrhörer auszutauschen. Vielleicht ist es uns auch nur aufgefallen, weil wir inzwischen mit den seltsamen Handzeichen in Richtung Monitor-Pult ein bisschen was anfangen können. Es gab ja mal einen Fan, der mich fragte, was Hannes (von J.B.O.) denn gegen seinen Bandkollegen Vito C. habe, er hätte während eines Konzerts immer wieder auf Vito und dann mit dem Daumen nach unten gezeigt - Vito habe doch gar nicht schlecht gespielt oder gesungen.

Steel Panther - Frankfurt - 27.10.2012 - Foto von Andrea Jaeckel-Dobschat - 06Irgendwie lustig war übrigens der arme Kerl hinter uns, der auf seinem ersten Steel Panther Konzert war und wohl nicht wusste, dass Michael Starr sich gerne mal eine Kamera aus dem Publikum greift mit der gerade gefilmt wird und dem Fan so einige wirklich einmalige Aufnahmen beschert. Im ersten Moment geriet er dann schon leicht in Panik, als Michael ihm das Handy aus der Hand nahm. Die Security wurde auch leicht panisch, als zwei Fans in der ersten Reihe eine kleine Pyro-Show starteten. Tipp an die Fans: Es reicht eine Wunderkerze anzuzünden, man muss nicht gleich eine ganze Hand voll abfackeln (und irgendwie schauten Lexxi und Stix in dem Moment auch etwas seltsam, ich nehme mal an, ihre Perücken sind nicht feuerfest ;)). Und Tipp an die Security: Mit richtiger Einlasskontrolle wäre das wahrscheinlich nicht passiert…

Ach so, Thema „Jugendgefährdung“: Es gab reichlich sexuelle Anspielungen und eindeutige Sprüche über die Größe und Anwendungsmöglichkeiten von Geschlechtsteilen und Aufforderungen zum Konsum von Drogen, also ganz viele Sachen, die junge Menschen verwirren könnten - wenn sie denn wirklich so dämlich wären das alles ernst zu nehmen, aber so dämlich kann man ja eigentlich nicht sein ;)

Weitere Fotos vom Konzert gibt es in einer eigenen Galerie :)

8 Responses

  1. Kay K.

    Richtig toller Text!
    Und nein, die Jugend ist nicht so doof! ;)
    Ich bin 15 und war mit meinem Vater da und hab selten so gelacht.

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