Vor einem dreiviertel Jahr lernte ich auf einem Festival einen Musiker kennen, welcher mir von seinen beiden Bands erzählte. Während ich das eine Projekt bereits zufällig besuchen konnte, schaffte ich es am 03.03.2018 endlich mit meiner Kamera zur zweiten Band. Es verschlug mich ins Oberfränkische Hallstadt bei Bamberg, wo „Revolver“ im Kulturboden ein beinahe drei stündiges Set zum Besten gaben. Ich hatte ein paar Freunde gefragt, ob diese mich begleiten möchten. Doch eingefleischte Mittzwanziger Deutschrockfans sind anscheinend kaum zu Veranstaltungen zu bewegen, auf denen sowohl Band, als auch Besucher einen Altersdurchschnitt von um die 55 und aufwärts haben. Tja meine lieben, ich sage euch folgendes: Ihr habt eine Menge verpasst! So begab ich mich mit lediglich einem Freund  gespannt zur Location. Schon eine Stunde vor Beginn waren zahlreiche Leute vor Ort und die Halle füllte sich kurz vor Beginn beinahe bis aufs Maximum.

Die Band kam mit etwas Verspätung auf die Bühne. Zahlenmäßig die personenreichste Band, die ich bisher gesehen habe. Im Laufe der Setlist stellte sich dann aber auch klar, wieso: Es waren so viele verschiedene Instrumente vertreten, sodass nichts vom Band eingespielt werden musste! Auch fesselte mich das Publikum vom ersten Moment an. Ich war mit meinen Anfang 20 bisher immer nur auf etwaigen Metal und Deutschrock Konzerten. Nirgends sieht man, dass gleich mit den ersten Akkorden ein Großteil der Menge anfängt ausgelassen und energiereich zu tanzen!

Es begann also eine Zeitreise durch die Geschichte des Rock! Mit TOTOs „Child Anthem“ wurde der Abend eröffnet und so jagte ein Klassiker und Kassenschlager den nächsten. Von Rick Springfield, Christopher Cross und Peter Gabriels „Sledgehammer“ ging es zu Madness und den Beatles. Alles was das Herz begehrt, wurde gespielt. Meine persönlichen Highlights waren Deep Purples „Perfect Stranger“ , Whitesnakes „Here I Go Again“ und „Urgent“ von Foreigner. Auch die Interpretationen von Phil Collins und Pink Floyd hielten die Stimmung im Saal weit oben.

Revolver spielten eine gefühlt ewig lange Setlist. Angefangen um 21:15 Uhr endete die Veranstaltung um 1:30 Uhr. An dieser Stelle meinen absoluten Respekt an die Musiker! Trotz den zwei Erholungspausen zwischen den drei Setlists hätte ich wahrscheinlich nicht so lange auf der Bühne durchgehalten.  Wer sich jetzt noch fragen sollte, was Revolver von anderen Bands unterscheidet, dem kann ich es recht schnell erklären: Revolver ist nicht nur ein Zusammenschluss aus langjährigen Profimusikern, Produzenten und selbst Musikprofessoren, sondern auch eine Truppe, die ihre Shows mit einer ordentlichen Portion Herzblut spielt. Mal abgesehen davon, dass ich in 60 Jahren da stehen und neidisch sein werde, weil ich definitiv nicht mehr in der Lage sein werde, mir so den Hintern abzurocken, bieten Revolver im Gegensatz zur Konkurrenz eine ordentliche Show für das investierte Geld. Außerdem interpretieren Revolver viele Songs eigen, indem Sie z.B. Blasinstrumente in die Songs einbauen, was sich überraschend gut anhört.

Fazit?

Ein Auftritt, der mich vollkommen positiv überrascht und wahrlich in meiner Denkweise gegenüber meiner vorran gegangenen Generation nachhaltig geprägt hat! Ich kann und möchte jedem ans Herz legen, sich einmal diese fränkische Ausnahmeband anzusehen. Wenn jemand es schafft die Menge in den Bann zu ziehen und durchgehend für gute Laune zu sorgen, dann sind es die Männer von „Revolver“!

 

 

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