Edguy am 11.02.09 in der Live Music Hall Köln, Vorband: Hartmann (Nachholtermin vom 28.01.09)

Nachdem das Konzert am 28.01.09 von Edguy aus Krankheitsgründen verschoben werden musste, konnte ich doch noch mit. Für viele andere sicher doof (vor allem die, die damals nicht wussten, dass es ausfällt), für mich aber super. Bisher hatte ich Edguy nur auf dem Wacken 2005 gesehen, wo sie damals mit dem Hubschrauber einflogen. So ein Auftritt würde hier nicht zu erwaten sein. Aber gute Stimmung garantiert.

Um kurz nach 18 Uhr war es vor der LMH noch gar nicht so voll, zum Glück. Der Einlaß eine halbe Stunde später begann pünktlich und ging so schnell, dass ich um 18.34 Uhr schon vor der Bühne stand. Erste Reihe natürlich. Logisch. Zunächst füllte sich die Halle nicht so schnell, so dass Peter und ich noch nacheinander am Merchandise Stand schauen, bzw. Jacken abgeben konnten. 1,50 € für eine Jacke ist allerdings auch schon ne Menge. Egal. Die T-Shirts lagen mit 20 € grade noch im Rahmen und haben musste ich natürlich eines.

Die Vorband Hartmann begann mit etwas Verspätung. Allerdings nichts, was mich total vom Hocker gerissen hätte. Der letzte Pfiff fehlte mir einfach. Gegen Ende waren die Songs besser, ein bisschen mehr Tempo und Pepp. Die Bandmitglieder waren jedoch mit Spaß und Engagement dabei. Der Bassist kam mir direkt irgendwie bekannt vor. Mhh.. er hatte schon bei Freedom Call gespielt, aber hatte ich die überhaupt schon live gesehen? grübel
Respekt an den Schlagzeuger, denn dieser war kurzfristig eingesprungen, da Dario Ciccioni leider nicht konnte. Ingesamt ein sehr unterhaltsamer Einstieg für den Abend.

Tja, wann würde es wohl weitergehen? Eigentlich waren ja 2 Vorbands geplant (ALL ENDS + H.E.A.T.), die jedoch aufgrund der Terminverschiebung absagen mussten. Doch da Hartmann nicht pünktlich um 19.30 Uhr angefangen und vielleicht auch ein wenig länger gespielt haben als ursprünglich für eine Vorband geplant war, ging es mit Edguy kurz nach 21 Uhr los. Die Pausenmusik war ja durchaus OK, Rock und so, aber dann kam als Intro “Banküberfall” von der EAV. Jaja, Edguy hatten schon immer einen schrägen Humor. Das Erschrenkende an der Sache war aber eher, dass das Publikum geschlossen mitsingen konnte. Hatte ich doch den falschen Tag erwischt?? Nein, denn dann betraten Edguy die Bühne. Allen vorweg Tobias Sammet, der mit seiner Fellmütze und der übergroßen Sonnenbrille aussah wie die russische Version von Puck die Stubenfliege. Und ein Halstuch durch eine Gürtelschlaufe gezogen war bei den Bandmitgliedern auch “in”, sah ein wenig komisch aus..

Doch ohne Mütze und Brille hat man erstmal richtig gesehen, dass bei Tobi die Haarpracht sehr geschwunden ist. Die Kurzhaarfrisur gefällt mir ja gar nicht, aber was soll Mann machen, wenn der Haarwuchs nachlässt? Jammerschade. Aber auch Musiker werden nun mal älter und bleiben nicht immer vom Haarausfall verschont (aber sehr schade, er sah ja mit den ganz langen Haaren schon schnucklig aus damals…). Nur dass er sich alle 2 min die Haare durchgewuschelt hat, war ein wenig überflüssig. Was soll man machen, wenn Bangen schon nicht mehr richtig geht?? Aber die Jungs hatten ihren Spaß auf der Bühne. Stillstehen konnte Tobi ja eh noch nie. Und Tobias “EGGI” Exxel ist besonders gut im Grimassen schneiden. Doch mit dem Publikum hatte es die Band schwer, das war zunächst ein wenig verhalten und reagierte nicht sonderlich enthusiastisch auf die Ansagen und ich-sing-vor-ihr-nach Spielchen von Tobi. Erst als sie anfingen, Scooter zu covern, da brüllten alle mit. Ob das doch irgendwie das falsche Konzert war? Oder zumindest das falsche Publikum??

Mir hat das Konzert Spaß gemacht, wobei ich den Auftritt beim Wacken damals besser fand. Aber ich muss auch zugeben, dass ich bloß vier Songs von Edguy so richtig kenne (plus zwei vom so mal hören). Da fielen die Mitsingparts für mich natürlich nicht so groß aus. Immerhin kam dann als letzter Song noch “King of Fools”, da konnte ich dann auch mal mitsingen. Insgesamt aber wurden einige “Aereas” ausgelassen, z.B. vom Album Savage Poetry, Kingdom of Madness oder Vain Glory Opera stand kein Song auf dem Programm. Es war mehr ein Konzert der “B-Seiten” und Titel, die sonst nicht so häufig gespielt werden. Auch mal was anderes. Aber gegen Songs wie “The Unbeliever”, das sehr geile Cover “The Hymn” oder “Mysteria” hätte ich nichts gehabt. Letzteres wurden auch vom Publikum gefordert. Lustig waren die Stern-Luftballons, die in der Halle schwebten. Ein paar verloren während des Konzertes ihren Auftrieb, und so lag einer vor der Bühne und erzitterte bei jeder Bass-Brum. Glich fast einem Herzschlag. Es lebt!!

Dass Edguy die “Schönlinge” der Metalfraktion sind (oder waren?? ;) ) ist ja bekannt. Dementsprechend gab es natürlich auch einige aufgebrezelte Mädels im Publikum. An sich ja ne nette Sache, doch wer ne Corsage anzieht, dem sollte sie erstens stehen und zweitens sollte sie vor allem passen. Und dass man auf dem Konzert evtl. auch mal hüpft, sollte ebenfalls vorher klar sein. So war aber lustig mit anzusehen, wie sie immer wieder die Corsagen festhielten und zurechtzupften. Aber wozu eigentlich die Mühe? Die männlichen Konzertbesucher hätten sich auch an verrutschten Corsagen sicher nicht gestört fg

Leicht nervig war bei der Vorband ein ziemlich betrunkener Fan, der andauernd “Wacken” brüllte (und auch das passende Wacken-Ortsschild-T-Shirt trug). Passte irgendwie nicht ganz. Aggressiv oder so war er zwar nicht, nur ein wenig sehr aufgedreht und enthusiastisch. Was ja an sich OK ist, eine Band freut es schließlich, wenn die Fans auf die Musik abgehen und Spaß haben. Doch durch den Alkohol fehlte ein wenig die Koordinatrion. Während ich mich noch fragte, wie oft ich seinen Ellenbogen wohl noch an den Kopf bekommen und wann er mein Auge treffen würde, beschwerten sich die neben mir seht genervt. Soo schlimm war es nun auch nicht, eher zum beschmunzeln, er hatte ja bloß seinen Spaß. Und wer sowas komplett vermeiden möchte, sollte sich ein Konzert lieber im bequemen Wohnzimmer auf DVD anschauen. Der Sound war soweit OK, alles gut zu hören und vernünftig abgemischt. Doch Ohrstöpsel waren Pflicht, denn mit der Lautstärke hatte es der Tonmann ziemlich gut gemeint. Zum Fotografieren war das Licht für LMH Verhältnisse zwischendurch relativ gut, vor allem immer dann, wenn der Spot von vorne mit an war. Komischerweise waren nur zwei Fotografen da. Hätte mit mehr gerechnet. Nach zwei Zugaben war es dann auch leider schon vorbei. Schade. Doch aus der Halle kamen wir noch lange nicht raus, schließlich brauchten wir noch die Jacken von der Garderobe. Und das dauerte. Zum Glück ging es irgendwann doch voran, zunächst tat sich nämlich irgendwie gar nichts. Aber auch egal, die Zeit kann man ja mit Quatschen verbringen, zumal wir noch Ulli getroffen hatten, die auch dort war. Auf jeden Fall ein gelungener Abend mit viel schöner Musik, viel zu lachen und einem Souvenir für mich, denn ich konnte kurz nach Konzertende doch noch ein Plec ergattern. Schön bunt g

Bericht von Huepfmaus.

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