Blind Guardian @PhilipshalleAuf den 09.10.2010 hatte ich mich schon seit Anfang des Jahres gefreut. Blind Guardian sind nämlich auf ihrer „Sacred Worlds and Songs Divine Europe 2010“ Tour, als Support haben sie dafür Enforcer und Steelwing engagiert. Aber auf den ganz besonderen Support habe ich mich am meisten gefreut: Van Canto waren in Düsseldorf mit von der Partie.
Also auf zur Philipshalle. Wer vorne stehen will, der muss früh da sein. Also war ich bereits um 17 Uhr vor der Halle, so einige andere hatten die selbe Idee, aber ich stand ziemlich dicht am Einlass, perfekt. Nun hieß es noch mal 90 min warten, bis wir in die Halle durften. Die Zeit ging aber auch schnell rum, schließlich musste ich den Rest unserer „Truppe“ (wir waren zu sechst für das Konzert verabredet) noch zu mir lotsen und die Jungs von Van Canto waren schon vor der Halle, um sich mit ihren Fans zu treffen. Da habe ich doch direkt auch mal Hallo gesagt, schließlich sind die alle super nett.

Relativ pünktlich ging es dann in die Halle - warum erwischt man immer die Schlange, in der 4 Leute prall gefüllte Rucksäcke mit haben und ewig brauchen, bis die mal ausgepackt und vorgezeigt sind? Aber für einen Platz in der ersten Reihe hat es dann zumindest für uns 2 Mädels noch gelangt, wenn auch relativ weit am Rand. Nun ja, man kann nicht alles haben. Schnell die Armbänder für die erste Welle abgeholt, dann konnten wir noch mal abwechselnd zum Merchandise (und das war auch gut, nach dem Konzert waren einige Shirts nicht mehr da), was zu trinken kaufen oder in die Keramikabteilung.

Normalerweise gehen Konzerte ja eher zu spät los, aber dieses Mal fing die erste Vorband sogar bereits 30 Minuten zu früh an. Ärgerlich für alle, die Steelwing gerne sehen wollten, aber etwas spät dran waren. Naja, uns hat's gefreut, so wurde uns die Wartezeit verkürzt. Die Schweden konnten mich allerdings nicht ganz überzeugen, aber als erste Vorband waren sie schon mal nicht schlecht. Ich bin aber auch kein soo großer Fan von True Metal. Das war absoluter 80er Jahre Retro, und mal ganz ehrlich: die Klamotten gingen ja gar nicht *schüttel*. Vor allem der Sänger mit seinen Glanzleggins, weißen Turnschuhen und Tennissocken war sehr zum Schmunzeln (ok, von der Taille an aufwärts sah er dafür recht gut aus, da hatte die Damenwelt was zu schauen…). Auch der Gesang war mir ein bisschen zu hoch. Aber die Jungs waren mit Eifer dabei und man kam nicht drumrum, doch mit dem Kopf mitzunicken.

Van Canto @PhilipshalleLeider hatten Enforcer abgesagt, so dass nun als nächste Vorband Van Canto dran waren. Doch das hat mich jetzt nicht sonderlich gestört, da ich mich schließlich auf Van Canto fast noch mehr gefreut habe als auf Blind Guardian selber. Und so waren sie schneller mit ihrem Set dran. Das zündete auch sofort, die prall gefüllte Philippshalle feierte die sechs richtig ab. Mit „Lost forever“ gab es direkt einen der besten Tracks vom aktuellen Album (eigentlich sind davon eh alle gut…). Da gab es bei mir kein Halten mehr: bangen, hüpfen, mitsingen war angesagt. (Nein, ich hatte KEINE Sprungfedern in meinen Schuhen… was meint Ihr, woher mein Spitzname kommt ;) ). „Wishmaster“ war dann der nächste Track, bei dem natürlich auch rund um mich Mitsingen angesagt war. Leider hatten Van Canto nur Zeit für 6 Songs, ich hätte gerne vieeeel mehr gehört. Naja, umso mehr freue ich mich auf deren Headlinertour im Dezember/Januar. Da muss ich hin :). Leider durften sie „Bards Song“ nicht spielen, das hatten Blind Guardian für ihren Auftritt reserviert. Wobei es sicherlich niemanden gestört hätte, den Song zweimal zu hören. Und Hansi Kürsch hätte ruhig dann als Unterstützung noch mit auf die Bühne kommen können. Das wäre richtig geil gekommen. Aber nun gut, so gab es eben andere Songs auf die Ohren. Von ihren Eigenkompositionen durfte natürlich „The Mission“ nicht fehlen, diesmal in einem Mix mit „Master of Puppets“ und auch „To Sing a Metal Song“ passte hier natürlich perfekt. Wobei bei diesem Publikum eh alle Bescheid wussten, wie so etwas geht… Aber auch noch zwei großartige Cover waren dabei, nämlich „Rebellion“ und „Fear of the Dark“, wo dann nun wirklich jeder aus dem Publikum mitsingen konnte. Ich war zumindest schon mal mehr oder weniger heiser und so richtig warm für Blind Guardian. Und ich bin sicher, nicht nur mir ist es so gegangen. Eine der großartigsten (Vor-)Bands von allen Konzerten bisher. Einzig den Sound fand ich vor allem am Anfang nicht ganz optimal, das war in der Zeche Carl damals besser. Aber spätestens nach ein paar Takten war das auch vergessen.

Blind Guardian @PhilipshalleSo, nun hieß es auf Blind Guardian warten. Hoffentlich nicht zu lange. Aber wenn man mit mehreren auf dem Konzert ist, vergeht so eine Umbaupause relativ schnell. Kurz vor 21.30 war es dann so weit: das Licht ging aus, das Intro ertönte. Welche Songs sie wohl spielen würden? Jeder hat ja so seine Lieblingslieder. Los ging es natürlich erst einmal mit einem Song vom neuen Album „At the Edge of Time“: „Sacred Worlds“. Schon mal ein guter Einstieg, das neue Album ist auch eindeutig besser als seine beiden Vorgänger, so waren wir gespannt auf einen Mix aus alten und neuen Songs. Wer so viele Hits hat, der kann einfach nie alle spielen. Aber dafür kam ein Kracher nach dem anderen. Das Konzert ging richtig gut ab und da es aber im Publikum selber nicht so sehr abging, war schön Platz zum Headbangen und mitmachen. Wobei ich bei Van Canto wesentlich mehr rumgehüpft bin, aber irgendwie habe ich die Blind Guardian Songs lieber so genossen.Blind Guardian @Philipshalle Doch Headbangen musste natürlich auch sein. Insgesamt gab es 17 Songs aus über 20 Jahren Bandgeschichte, wobei nur die Alben „Battalions of Fear“ (1988) und „A Night at the Opera“ (2002) nicht berücksichtigt wurden. Von mir aus hätten auch die beiden Tracks „Fly“ und „This will never End“ von der „A twist in the Myth“ (2006) wegfallen können, dafür wäre mir „Lord of the Rings“ und „Script for my Requiem“ lieber gewesen, aber wie gesagt, man kann einfach nie alle seine Lieblingstitel hören. Und der Mix aus neu und alt war ziemlich gut, wobei ich mich gewundet habe, dass nur 3 Songs des neuen Album in der Setlist Platz bekommen haben. Da wären noch mehr gute Tracks dabei gewesen. Aber so läuft die CD eben noch einmal mehr durch den Player. Meine persönlichen Highlights aus dem Set waren „Nightfall“, „Valhalla“, „Mirror Mirror“, „Past & Future Secret“, die 3 Songs vom neuen Album - allen voran „Wheel of time“, was mit live-Orchester sicher noch geiler kommt - und natürlich „Bards Song“ und „Imaginations from the Other Side“. Ok, also fast alle Lieder, die gespielt wurden.

Bei „Valhalla“ wollte dann der Gesang im Publikum gar nicht mehr aufhören, aber noch ein zweites Mal haben sie es natürlich nicht gespielt ;) Dafür war das dann der immer wiederkehrende Ruf nach noch mehr Blind Guardian Songs.
Blind Guardian @PhilipshalleHansi Kürsch ist mit den kurzen Haaren ja schon gewöhnungsbedürftig. Irgendwie passt es halt nicht. Aber alles andere hat an diesem Abend auf jeden Fall gepasst. Das war eindeutig das geilste Blind Guardian Konzert, was ich bisher gesehen habe. Gut, es war erst das dritte, aber eindeutig das beste. Nur eines war es: zu kurz! Zwar waren es mit den 17 Songs immerhin ungefähr 2 Stunden, aber die vergingen so schnell, dass viele aus dem Publikum gerne noch mehr gehört hätten. Sehr schön war auch der Bühnenhintergrund, der aus einer einer LED-Wand bestand, auf der Videos etc. während der Songs gezeigt wurden. Eine schöne Hintergrunduntermalung. Der Sound war auch gut, wir hatten den Gesang zwar etwas von der Seite, aber bei Blind Guardian fiel das nicht weiter auf (vor allem bei Steelwing hat man das schon gemerkt).
Nach dem Konzert schnell noch ne Cola, dann ab nach Hause. Aber ganz so schnell doch noch nicht, schließlich waren die Jungs von Van Canto noch da, um mit ihren Fans zu plaudern und Fotos zu machen. Bastian hatte auch eine Aktion, dass alle mit In-Legend-Supporter (seine zweite Band) T-Shirts sich nach dem Konzert mit ihm treffen sollten, um dann Gruppenbilder zu machen. So ein T-Shirt habe ich zwar nicht (irgendwie habe ich die Aktion damals verpasst), aber ein Foto gab es natürlich trotzdem.
Das war dann noch ein netter Abschluss eines tollen Abends. Ein richtig geiles Konzert - eine ganze Reihe weiterer Fotos von dem Abend gibt es in unserer Galerie.

Setlist:

Setlist Blind Guardian @Philipshalle

  1. Sacred Worlds
  2. Welcome to Dying
  3. Born in the Mourning Hall
  4. Nightfall
  5. Fly
  6. Time stands still
  7. Traveler in time
  8. Valhalla
  9. Past and Future Secret
  10. This will never End
  11. Bright Eyes
  12. A Voice in the Dark
  13. Mirror Mirror
  14. Twilighthall
  15. The Bard's Song
  16. Wheel of Time
  17. Imaginations from the other Side

mit Ross von Van Canto mit Bastian von Van Canto

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