Ich möchte an dieser Stelle festhalten, dass viel zu viel gute Musik raus kommt, um da noch hinterher zu kommen. Bereits am Freitag erschien die erste Single aus dem kommenden Kettcar-Album „Ich vs. Wir“, das am 13. Oktober erscheint. Dieses kann man selbstverständlich schon vorbestellen und nachdem ich endlich Zeit hatte, die erste Single zu hören, habe ich persönlich das auch direkt getan. Digital und physisch zu haben bei Amazon(*), rein digital bei iTunes(*) - und digital gibt es die Single natürlich sofort. 

Cover: Kettcar - Ich vs. WirTracklist

  1. Ankunftshalle
  2. Wagenburg
  3. Benzin und Kartoffelchips
  4. Sommer '89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)
  5. Die Straßen unseres Viertels
  6. Auf den billigen Plätzen
  7. Trostbrücke Süd
  8. Mannschaftsaufstellung
  9. Das Gegenteil der Angst
  10. Mit der Stimme eines Irren
  11. Den Revolver entsichern

Die Presseinfo zu dem Song bringt zwei Zitate, die die Sache schon ganz gut auf den Punkt bringen:

Gesungene Geschichte, die deutlich macht, dass Fluchthelfer*innen damals wie heute gebraucht werden.
- Dirk von Lowtzow

Genial, ein Blick zurück in unsere Geschichte, der uns mitten in die brennendste Debatte der Gegenwart katapultiert. Eine kraftvolle Erzählung, die ihre Stärke gerade deshalb entfaltet, weil sie auf jede Polemik verzichtet. Ein Song, der aufpeitscht, ein Wasserwerfer aus Worten, der jeden trifft und niemanden verletzt. Welch eine​ druckvolle 
Rückkehr der Politik in die Musik. Großartig.
- Kerstin Gleba, stellv. Verlegerin Verlag Kiepenheuer & Witsch

Dem kann man sich direkt anschließen, aber @derherrgott hat es noch direkter in einem Tweet auf den Punkt gebracht:

Genau so ist es. Natürlich erinnert man sich - so man die Zeit selbst erlebt hat - bei dem Song auch selbst daran, was man so mitbekommen und erlebt hat. Und man zieht automatisch Vergleiche mit der Situation heute, bei der Aufzählung der Fluchtgründe damals schießen einem die Parolen der AfDer und anderer Hetzer durch den Kopf. Und unweigerlich kommt der Gedanke, wie krank es doch ist, dass ausgerechnet in den „neuen Bundesländern“ diejenigen so stark sind, die gegen Geflüchtete hetzen. Dass nun der Slogan „Wir sind das Volk“, der bislang mit der friedlichen Revolution von 1989 verbunden war, missbraucht wird, um rechte Hetze zu betreiben… Darüber könnte man seitenweise Text schreiben - oder man nimmt einfach diesen großartigen Song von Kettcar, mehr braucht es nicht. 

Mit dem neuen Album sind Kettcar dann ab Januar 2018 auf Tour, Tickets für die Shows gibt es derzeit exklusiv im Grand Hotel van Cleef Shop - natürlich sind es Hardtickets.

Kettcar - Live 2018

  • 18.01. Saarbrücken, Garage
  • 19.01. München, Tonhalle
  • 20.01. A - Wien, FM4 Geburtstagsfest
  • 21.01. A - Graz, PPC
  • 22.01. CH - Schaffhausen, Kammgarn
  • 23.01. CH - Bern, Bierhübeli
  • 24.01. Erlangen, E-Werk
  • 25.01. Stuttgart, Theaterhaus
  • 26.01. Dortmund, FZW
  • 27.01. Bremen, Schlachthof
  • 28.01. Kiel, Max
  • 30.01. Magdeburg, Altes Theater
  • 31.01. Dresden, Schlachthof
  • 01.02. Leipzig, Haus Auensee
  • 02.02. Wiesbaden, Schlachthof
  • 03.02. Köln, Palladium
  • 06.02. Hamburg, Große Freiheit 36
  • 07.02. Hamburg, Große Freiheit 36
  • 08.02. Hannover, Capitol
  • 09.02. Bielefeld, Ringlokschuppen
  • 10.02. Berlin, Huxleys

Beitragsfoto: Kettcar Pressefoto  Andreas Hornoff