Eigentlich sollte man meinen, dass so ein Statement nicht nötig gewesen wäre, aber da auf verschiedenen *GIDA-Demos der Song „Angie - Quit Living On Dreams“ von J.B.O. lief und die Band darauf auch immer öfter angesprochen wurde, wurde dann beschlossen, dass man zu dem Thema doch mal eine Klarstellung schreiben sollte. Und um es gleich vorne weg zu sagen: Da ich zuständig für Onlinesachen bin bei J.B.O., war ich selbst daran natürlich beteiligt und die Erklärung habe ich formuliert, aber selbstverständlich so, dass sie wiedergibt, wie die Band zu dem Thema steht - wäre es anders, hätte die Band diese Erklärung auch nicht zur Veröffentlichung freigegeben :) Daher schreibe ich das hier jetzt nicht als unbeteiligter Beobachter, sondern bin involviert. Das Statement sollten Menschen, die bislang mit J.B.O. nicht so viel zu tun hatten, erklären, dass es eben nicht im Sinne der Band ist, wenn ihre Songs auf solchen Demos Verwendung finden - den J.B.O.-Fans muss man so was ja nicht mehr sagen, die sollten das wissen:

Liebe Verteidigerinnern und Verteidiger der Blöedsinnen und des Blöedsinns,

wir mussten leider erfahren, dass diverse *GIDA-Demonstrationen unseren Song „Angie – Quit Living On Dreams“ auf ihren vorzugsweise Montags stattfindenden Demos spielen. Wir haben natürlich kein Problem mit dem Demonstrationsrecht und das gilt in unserem Land sogar für Menschen mit abwegigen und menschenverachtenden Meinungen. Das ist halt so, das muss man in einer Demokratie aushalten.

Wir haben aber ein Problem damit, wenn unsere Songs für Demonstrationen mit solchen menschenverachtenden Inhalten, instrumentalisiert werden sollen. Um es ganz klar zu sagen: Wir wurden von keinem Veranstalter einer *GIDA-Demo gefragt, ob wir mit der Verwendung dieses oder jeden anderen unserer Songs bei so einer Demo einverstanden wären. Und wären wir gefragt worden, dann hätten wir dem mit Sicherheit nicht zugestimmt.

Wir lassen aktuell klären, welche Möglichkeiten es gibt, das in Zukunft zu unterbinden, aber für eure Bekanntinnen und Bekannten, die uns nicht so gut kennen wie ihr, habt ihr jetzt schon diesen Beitrag auf den ihr sie verweisen könnt, wenn ihr danach gefragt werdet.

Eure
J.B.O.s (immer pink und niemals braun!)

Und eigentlich dachten wir, dass damit unmissverständlich alles geklärt wäre. War es aber nicht. In Kommentaren bei Facebook wurde der Band nun vorgeworfen linksradikal zu sein, gegen andere Meinungen zu hetzen, die Meinungsfreiheit zu unterdrücken und manch einer fühlte sich direkt als „Nazi“ bezeichnet, bei *GIDA-Demos würden weder rechte Parolen skandiert, noch hätte das dort vorgetragene Gedankengut irgendwas irgendwas mit Rassismus oder Islamophobie zu tun, Musiker hätten sich aus der Politik raus zu halten. Krönung war der Vorwurf, J.B.O. hätten kein Rückgrat, weil sie so eine Erklärung raus bringen, schließlich täten sie das nur, um nicht in die rechte Ecke gestellt zu werden. Einige der Kommentare musste tatsächlich gelöscht und zwei Nutzer von der Facebook-Seite gesperrt werden.

Zwischenzeitlich schauten auch die Leute von HassHilft für eine Spende auf der Facebook-Seite vorbei und die regionalen Zeitungen wurden auf das Thema aufmerksam und fragten bei Vito C. nach, der noch eine sehr deutliche Ergänzung liefert:

Das ist ein Song, den wir heute sicherlich so nicht mehr machen würden. Denn gerade durch ihr Verhalten in der Flüchtlingskrise erscheint sie uns, egal was ihre Beweggründe waren, derzeit in einem viel besseren Licht.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Nur so viel: Vito C. sagte auch, dass das Thema wichtig ist und selbst wenn es nun einen Shitstorm aus der rechten Ecke geben würde, das müsste man dann eben aushalten. Es gab zwar eine Reihe von Kommentaren und Nachrichten aus der rechten Ecke, aber das war nicht mal ein Exkrementwindchen, eher so ein leichtes Husten in großer Entfernung. Und in Anbetracht der anderen Kommentare, die diese klare Haltung zu dem Thema feiern würde ich eher von einem Lovestorm sprechen. J.B.O.-Fans haben halt nur Blöedsinn und Liebe im Kopf und da hat Hass keinen Platz mehr ??

Eine Antwort

  1. PEGIDioten und Islamisten | Kamikaze-Demokratie

    […] Anlass heute? Die Verpartnerung – von vielen Medien fälschlicherweise als „Hochzeit“ bezeichnet, was aber nicht stimmt, denn bei uns dürfen Homosexuelle immer noch nicht heiraten – von Anne Will und Miriam Meckel. Und ratzfatz spucken diese „anständigen“ Biodeutschen ihren ganzen Hass auf Homosexuelle, ihre Rückständigkeit und ihre Intoleranz in ihre internen Gruppen. Aber immerhin ein sehr anschauliches Beispiel dafür, warum zum Beispiel J.B.O. nicht mit PEGIDA und deren Ablegern in Verbindung gebracht werden wollen… […]

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