Während mindestens ein Pirat einen eigenen Song zum Wahlkampf macht - über dessen Qualität es durchaus geteilte Meinungen gibt ;) - scheinen sich andere Parteien lieber bei den Songs bekannter Bands zu bedienen, wenn es um ihre Wahlkampfveranstaltungen geht. Dagegen können die Urheber der Songs nicht viel machen, außer sich zu distanzieren. Das haben die Toten Hosen jetzt getan:

Die Toten Hosen @Bremen Schlachthof

Distanziert sich von Parteien, die Hosen-Songs bei Wahlkampfveranstaltungen verwenden: Campino, Die Toten Hosen. Foto: Cathrin Kruse

Wir distanzieren uns von der Verwendung unserer Musik im Wahlkampf!

In letzter Zeit sind wir mehrmals darauf aufmerksam gemacht worden, dass unser Lied „Tage wie diese“ immer wieder auf verschiedenen Wahlkampfveranstaltungen eingesetzt wird, vor allen Dingen bei CDU und SPD. Die Rechtslage ist leider so, dass wir dagegen nichts tun können.

Wir haben nie ein Problem damit gehabt, wenn unser Lied vom Punkschuppen bis zum Oktoberfest den unterschiedlichsten Menschen Freude bereitet. Wir empfinden es aber als unanständig und unkorrekt, dass unsere Musik auf politischen Wahlkampfveranstaltungen läuft. Hier wird sie klar missbraucht und von Leuten vereinnahmt, die uns in keiner Weise nahe stehen. Die Gefahr, dass Menschen auf die Idee kommen können, dass es eine Verbindung zwischen der Band und den dort beworbenen Inhalten gibt, macht uns wütend. Es wäre in unseren Augen ein Zeichen des Anstands gewesen, uns vorher zu fragen, ob wir ein Problem mit der Verwendung unserer Musik bei diesen Abenden haben und zu respektieren, wenn wir das nicht wollen.

Wir wünschen allen Beteiligten eine spannende Wahl.

Besten Gruß,

Die Toten Hosen
August 2013

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