Rezensionen

Skullboogey – Dead $ Sold

Da ich die erste CD von Skullboogey nicht kenne, muss ich mich auf die Beschreibung in der Presseinfo halten. Der erste Silberling hieß „Life is a Pity“ und zeigte das stimmige, kompromisslose Songwriting der Riffrocker um Mastermind, Sänger und Gitarrist Stefan Wendling. Laut Info haben sich Skullboogey seitdem immer weiterentwickelt, bis hin zu einer kraftvollen Rock’n’Roll-Dampfwalze. Und dem stimme ich voll und ganz zu, wenn ich mir die neue CD „Dead $ Sold“ so anhöre. Der aktuelle Silberling der vier Hessen wirkt wutgeladen, riffig und ist fernab von Trends. Der Gesang ist sehr variabel, die Akustiksongs kommen cool rüber und ihr Humor ist stellenweise sehr böse. Ich denke das ist genau das, was die fans an Skullboogey so lieben.

Fettes Brot (mit Modeselektor) – Bettina, zieh dir bitte etwas an!

Kennt Ihr das? Ihr schaltet die Glotze ein und spätestens nach 10 min brennt sich einem ein blanker Busen in die Netzhaut? Das Leben ist mittlerweile zu einer FKK-Quizshow geworden. Nach anderthalb Jahren kehrt die Gruppe Fettes Brot zurück um mit ihrem Song genau das Problem anzuprangern. Die Kinder der Generation „Oversexed“ und „Underfucked“ und nackte Moderatorinnen bekommen nun die überfällige Hymne untergeschoben.

Having trouble breathing – The crystal sleep

Having Trouble Breathing ist eine Emo-Core Band aus dem Sauerland. Zusammengefunden haben sich die Bandmitglieder um Sänger Claudius Becher im Jahr 2004. Ein Jahr später gab es bereits zwei selbst produzierte EPs „Distances, oh distances“ und „s/t acoustic“, sowie viele Auftritte in ganz Deutschland.
Während dieser Zeit und auch im Jahr 2006 entwickelte sich die Musik der Band weiter, alleine durch die vielen verschiedenen Musikgeschmäcker der einzelnen Mitglieder. So wurde 2006 bereits die CD „The crystal sleep“ veröffentlicht, welche in die Richtung Post-Emo/Synthie-Rock-Indie einzuordnen ist. Zumindest benennen Having Trouble Breathing selber ihren Stil. Ab Januar 2008 wird die CD nun durch Cargo-Records vertrieben.

Leechee – Stay Away From All The Lonely

Die Band „Leechee“ entstand aus einem Soloprojekt von Sänger und Gitarrist Piotr Ziental. Später kamen dann die Livemusiker Christian und Oliver Kuck als feste Bandkollegen hinzu. Das einzige Problem was die Band hatte war, einen guten regulären Schlagzeuger zu finden, der den Schlagzeughocker für eine längere Zeit besetzen sollte. Seit 2002 unterstützten Freunde und Fremde Leechee hinter den Drums, aber es dauerte bis 2006 bis ein fester Schlagzeuger gefunden wurde. In der Zwischenzeit wurden viele Demo-CDs aufgenommen, aber es dauerte wiederum Jahre, Ihren eigenen Stil zu finden. So nahmen sie die EP „Pretty with the lights out“ auf. Anschließend kontaktierten Leechee Guido Lucas vom blubox-Aufnahmestudio und kurze Zeit später nahmen sie ihr Debüt auf. Der Aufnahmeprozess ist vorbei – 9 Songs wurden aufgenommen. Heraus kam das eher aggressive „J’Accuse“ oder auch das psychedelische „Pass Out“ oder „The Chill“.

Noopinion – Allegro

Die Band Noopinion – 1999 in Garmisch gegründet – ist nun anno 2007/08 nach einigen hundert Shows, drei D.I.Y.-Releases („End Of The Line“/2000, „Papa Punkrock“/2003 und „Hero Gets Girl“/2004) wieder auf Tour. Nachdem Europa praktisch schon komplett bereist wurde, ging es auch je 2x nach China und in die USA, wo bereits Bookingagenten gefunden werden konnten. So gingen Noopinion als eine der ersten westlichen Punkbands in China auf Tour (2006). Vor ein paar Jahren spielten Noopinion mit Bands wie Good Riddance, Bouncing Souls, Satanic Surfers, The Real Mc Kenzies, ZSK, Itchy Poopzkid, Turbo AC’s, The Briefs, Much The Same, HedPE, Bombshell Rocks, Green Frog Feet und vielen weiteren namhaften und weniger bekannten Bands. Dabei spielen die Jungs immer so, als würde es um die letzte Show vor deren Auflösung gehen: Kein Club und keine Band wird ausgelassen.

Pale Obsession – Songs of Love and Death EP

Fans von düsterem Wave/Dark/Gothic Rock aufgepasst: hier kommt was Neues für Euch! In die EP „Songs of Love and Death“ von „Pale Obsession“ solltet Ihr auf jeden Fall reinhören. Die 6 Jungs aus Luxemburg haben eine tolle Mischung aus düsterer, melancholischer und sphärischer Musik mit tollen Melodien und Keyboard, sowie rockigen Gitarren auf CD gebannt. Der Stil erinnert an Bands wie Depeche Mode, Him, Paradise Lost oder The Cure und ist bestimmt nicht nur für die dunkle Jahreszeit geeignet.

Reseda – The Piano Session

Reseda: Fünf Jungs aus Nord-Schweden, die schon seit 10 Jahren Musik machen. In all den Jahren spielten sie zahlreiche Live-Gigs, nahmen zahlreiche Songs auf und steuerten so manchen Song in einigen Filmen bei. Nun wurde es Zeit, ihre Musik auch ausserhalb des Landes zu verbreiten – besser gesagt: in der ganzen Welt. Ihre Musik ist dunkel, mit einer gesunden Prise Melancholie, aber immer mit einem Funken Hoffnung. Die Texte handeln vom Leben, vom Tod, von der Liebe, Ehrlichkeit und täglichen Kämpfen. Das 3-Song Album „The Piano Session“ ist nun Resedas erster Release ausserhalb Schwedens.

Paulus – Superkeit ist kein Zufall

Aljoscha Paulus. Noch nie gehört? Dann wird es langsam aber Zeit, schließlich hat der 28-jährige Hildesheimer vor kurzem seine erste EP mit sechs Liedern auf den Markt geworfen. „Superkeit ist kein Zufall“ heißt das gute Stück und wartet mit rockiger Untermahlung zu deutschsprachigen Texten auf. Und das ist wirklich schön anzuhören.

Modern Noise Sampler #25

Am 25. Januar 2008 erscheint der Modern Noise Jubiläums-Sampler #25, mit 20 Videoclips (DVD) und 20 Audio-Tracks (CD) verschiedener Indie-Künstler aus den USA, Kanada, England, Australien, Italien, Schweiz, Japan, Schweden und Deutschland. Die Hälfte der Songs sind unveröffentlichte oder limitierte Exemplare und machen den Sampler zu einem Leckerbissen für Liebhaber der Independent-Musik. Der Sampler entstand in Zusammenarbeit mit den Labels Dead Frog Records (SWE) und In & Out Records (JAPAN), wo dieses Package auch erscheinen wird. Hier hat man sich bei der Songsauswahl mal wirklich Gedanken gemacht. Alle Songs sind quer aus dem Indie-Garten gepflückt worden und weisen alle eine astreine Qualität auf. Hier kommen die kleineren Bands zum Zuge. Bands, die bislang 500 – 5000 Alben verkauft haben oder die Clubshows spielen vor einem Publikum von 50 bis 500 Leuten. Und gerade diese Bands sind es wert, unterstützt zu werden.

Nightmare On Antstreet

Nightmare On Elm..äh..Antstreet ist der erste Sampler des saarländischen Punkrocklabels Antstreet Records. Neben einem Einblick in das bisherige Schaffen des Labels soll dieser Sampler auch eine Menge Unterhaltung bieten. Das knallig bunte Schocker-Cover ist schonmal ein Anfang und es geht bei der Bandauswahl weiter. Hier sind neben den „Labelmates“ auch viele befreundete Bands zu finden. Bekanntere sowie auch eher unbekanntere. Gut, ich muss zugeben, dass ich gerade mal 4 Bands von den vertretenen 25 kenne, aber das lasse ich erstmal aussen vor.

Lord Bishop Rocks – Dirty Jams

Ich muss zugeben, dass ich von Lord Bishop bisher noch nie etwas gehört habe. Und wenn ich ehrlich bin, hätte ich mir die CD wegen dem Cover-Artwork ohne reinzuhören auch nie gekauft. Wieso? Schaut es Euch an: Für mich schaut das Cover eher nach einer Hip Hop CD aus – ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass sich darin eine astreine Rock’n’Roll Scheibe verbirgt. Der New Yorker Lord Bishop, Anhänger der schwarzen Magie und Voodoo-Funker ist seit mehr als 10 Jahren auf den Rock’n’Roll Pfaden unterwegs und wanderte anscheinend immer an mir vorbei. Seine Musik kommt von ganz weit innen – aus seiner Seele und seinem Herzen. „Wenn Musik nicht anmacht, dann langweilt sie! Ich lasse mich von Jimi Hendrix, James Brown, Frank Zappa, John Lennon, Kurt Cobain, Tina Turner und Janis Joplin beeinflussen.“ schreibt er in der offiziellen Pressemitteilung. Mit über 1000 Konzerten und weltweit tausenden verkauften CDs will Lord Bishop die Flamme des Rock’n’Roll wie seine Vorgänger weitertragen.

Punk’d Royal – Bellyfeel

Was soll mir nun folgender Satz aus dem Pressetext sagen? „Wer Punk’d Royal schon live gesehen hat, der weiß, die ticken zwar nicht richtig, aber die drei Jungs aus Düsseldorf machen gute, laute und bissige Musik, die zum Tanzen einläd oder zum Pogen hinreißt.“

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