Six Feet Under @TurockWenn es in Deutschland endlich einmal Sommer ist, dann fällt es natürlich nicht ganz so leicht, sich zu einem Konzert in die meist Bullenhitze der Location zu begeben (ich spreche von einem Metal-Konzert, nicht von Klassik in wohlklimatisierten Konzerthäusern..). So haben es vor allem die Support-Bands an solchen Abenden etwas schwerer.
Auch wir gehörten zu denjenigen, die etwas später aufbrachen. Gegen 21.15 Uhr am Turock angekommen, was es draußen schon mal richtig voll, viele genossen den lauen Sommerabend mit einem Bier. Von drinnen strömte eine verschwitzte Schar ins Freie: die zweite Vorband hatte grade ihren Auftritt beendet. Zeit also, um noch ein bisschen zu plaudern, bevor Dew-Scented anfangen würden.

Drinnen die erste herbe Enttäuschung: der Merch von Six Feet Under war "sold out". Ein Tourshirt wäre schon cool gewesen, doch dann hätten wir schon ganz früh da sein müssen, wenn es denn überhaupt noch welche an diesem Abend gegeben hatte. Blöd.

Dew-Scented @TurockEs war bereits recht voll und wie erwartet sehr warm. Dew-Scented hatte ich damals auf dem Rock Hard Festival 2007 live gesehen, an die Musik konnte ich mich aber kaum noch erinnern. Nur an die Fotos vor allem von Bassiste Alexander Pahl, der inzwischen aber gar nicht mehr dabei ist (insgesamt 4 Bandmitglieder sind neu...). Aber egal, die Jungs gaben so richtig Gas. Im Publikum entstand ein guter Moshpit, noch war dafür auch Platz. Mit Songs wie "Storm Within" oder "Acts of Rage" konnten Dew-Scented ihre Fans begeistern.

Dann hieß es Umbaupause und Warten. Wobei auch der Tontechniker wartete, denn seine Bitte für den Soundcheck "Drums please" wurde zunächst nicht erhört und die Bühne blieb verwaist.

Doch dann war alles gecheckt, die Technik bereit und Chris Barnes betrat mit seinen Mannen die Bühne. Six Feet Under boten eine Show ohne viel Schnörkel, es gab nicht einmal ein Backdrop. Auch die Musiker bewegten sich nicht mehr als nötig, außer Chris blieben alle brav auf ihrem Platz. Trotz Kabeltechnik statt Funk wäre ein bisschen mehr Bewegung und "Bäumchen wechsel dich" schön gewesen, so konnte ich zwei der Musiker nur von der anderen Seite der Bühne auf meinen Fotos einfangen. Denn selber hatte ich keine Chance für einen Standortwechsel, es war inzwischen richtig kuschelig voll geworden. Mal wieder mittendrin statt nur dabei. Zum Glück hielten sich die Crowdsurfer in Grenzen, das kann zusätzlich das Fotografieren erschweren. Ganz besonders, wenn es keinen Fotograben gibt.

Six Feet Under @TurockDer Sound hätte besser sein können, vor allem der Gesang. Äh. Chris Barnes Grinds natürlich. Der erste kehlige Laut von ihm ins Mikro nach Betreten der Bühne löste direkt Euphorie im Publikum aus.
Auch wenn ein paar Klassiker wie "Enemy inside" im Set gefehlt haben, konnten die Amerikaner voll überzeugen. Chris Barnes ist eben immer ein Konzert wert. Und die Challenge für die Fotografen ist es, seine Dreads beim Helikopterbangen richtig einzufangen ;)

Als die Band die Bühne nach dem regulären Teil verließ, wollten die "Zugabe" und "we want more" Rufe nicht enden und natürlich ließen Six Feet Under es sich nicht nehmen, noch einen Nachschlag zu geben. Dabei erhörten Sie die Rufe der Fans und spielten als zweite Zugabe "Hammer Smashed Face". "TNT" beendete dann das Set.

Eine rundum gelungene Sache, auch wenn der Auftritt mit knapp 75 min. noch ausbaufähig wäre. Die Fans hätten jedenfalls gerne noch mehr gehört...

Mehr Fotos vom Konzert gibt es in unserer Galerie.

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