Tourstart und CD Release in Hamburg

Endlich sollte es so weit sein – Slick's Kitchens erste Tour startete nach diversen einzelnen Konzerten in Deutschland, den Niederlanden und England letztes Jahr. Als Leckerbissen haben die Küchenrocker die Veröffentlichung ihres Erstlingswerkes „Half Evil – Half Album“ (siehe Review) mit dem Tourstart verbunden. So stand in Hamburg nicht nur ein Konzert an, sondern auch die Releaseparty. Grund genug 4 Stunden auf mich zu nehmen.

20.30 Uhr – Ziel erreicht. Sturmwarnung in Hamburg. Sollte dies ein schlechtes Omen sein? Der Ballroom in Hamburg war nur mäßig gefüllt. So war es nicht schwierig, Haan und Slick die zumindest nach außen einen sehr entspannten Eindruck machten, vor der Show auf einen kurzen Plausch zu treffen.

Gegen 22 Uhr ertönte auf einmal der Basslauf von "Cum in my Kitchen", der perfekte Opener, sowohl live als auch auf CD, welches nahtlos in "Today´s the Day" überging - die ersten beiden Songs, die Haan und Slick für ihr Debüt geschrieben haben. Zwei Songs, die direkt in die Tanzbeine gehen und große Teile des Publikums mitgerissen haben. Das Set wurde vervollständigt aus dem gesamten halben Album sowie Slick's Liebeserklärung an Haan "Lick my Lovepump", den Songs, die er für die Traceelords geschrieben hat (einige von euch kennen vielleicht „Silver Lining“ und „Change my Name“) als auch der ein um anderen Coverversion, mit denen Slick's Kitchen einen Schulterschuss geschafft haben, den nicht jede Band aufs Parket legt. Von Tanzmusik im Punkgewand à la "Walking on Sunshine" über "Billy Jean" bis hin zu "Ace of Spades". Wenn ich ein Highlight dieses Abends nennen muss, so fällt es mir schwer, mich zu entscheiden. Es hat einfach Spaß gemacht, einer Band zuzusehen, die so viel Freude am Livespielen hat und für ihr Publikum das Letzte aus sich herausholt. Ein perfektes Zusammenspiel der Zutaten: Slick's gottgebenene Stimme, Haans präzises und von enormen Tempiwechsel geprägtes Schlagzeugspiel und Snore's (Funktion: Livegitarrist von Slick's Kitchen) Fingerfertigkeit an der Gitarre.

Alles in allem ein mehr als gelungener Abend, an dem zwar die Rockgeschichte nicht neu geschrieben, aber um eine exzellente Band erweitert wurde.

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