Cover: Bluekilla - Never Was A Ska BandEin Vierteljahrhundert gibt es die Band Bluekilla inzwischen und sie werden zur „Speerspitze der europäischen Ska Bewegung“ gezählt. Die 25 Jahre Band-Geschichte umfasst einige Höhepunkte, wie eine dreiwöchige Tour durch Australien, spielten zahlreiche Konzerte im In- und Ausland (Frankreich, Holland, Serbien, Tschechien, Ungarn, Italien…) und Auftritte mit den Wailers, Burning Spear, den Leningrad Cowboys, Judge Dread oder Laurel Aitken. Unvergesslich dürfte den Herren ihr Besuch für drei Konzerte in Ex-Jugoslawien sein, bei dem die ganze Band unter Spionageverdacht verhaftet, verhört und nach 8 Stunden wieder freigelassen wurden. Am 25. Februar 2011 erschien das inzwischen sechste Bluekilla-Album mit dem Namen „Never Was A Ska Band“.

Besetzung

  • Dr. Deadlock - Gesang
  • Hannes Metz - Gitarre/Gesang
  • Christian Fiebig - Drums
  • Guido Sauerbier - Bass
  • Hannes Frisch - Gitarre
  • Tschinge Krenn - Orgel
  • Marc Steinel - Saxophon
  • Werner Aldinger - Posaune
  • Albrecht Huber - Trompete

Tracklist: Never Was A Ska Band

  1. Bluekilla Never Was A Ska Band
  2. Shit Stirring
  3. Girl U Want
  4. Brizzle
  5. Another Tomorrow
  6. Only Ska
  7. Prince Flo, King Django & The Deadlock Doctor
  8. This Town
  9. Shot By Both Sides
  10. Cann River Cafe
  11. Siempre seran banda Ska
  12. Finale

Auch wenn der erste Track und der Albumtitel vielleicht im Moment irritierend wirken mögen: Dann sind Bluekilla eben keine Ska Band, aber eine Band, die Ska spielt und sich ohne Berührungsängste auch von anderen Genres inspirieren und beeinflussen lässt. Und das gilt natürlich schon für den Opener, trotz des Namens „Bluekilla Never Was A Ska Band“ und obwohl es im ersten Moment eben kein typischer Bluekilla-Song ist.

Mit „Shit Stirring“ geht es dann etwas ruhiger weiter, bei „Girl U Want“ wird es dann schon rotziger und mit „Brizzle“ geht es in der Richtung weiter, mit einer Prise Jazz („Wenn es falsch klingt und weh tut, dann ist es Jazz…“, Andrea) - die Band hält ganz offensichtlich nichts davon, sich auf ein Genre-Reservat zu beschränken.

„Another Tomorrow“ und „Only Ska“ sind typische Ska-Nummern, „Prince Flo, King Django & The Deadlock Doctor“ ist dann ein richtig schöner Reggae-Groove.

Andere Genre-Einflüsse wie Punk, Rock, Disco und selbst Jazz mögen nicht so überraschend sein, solche Einflüsse sind auch bei anderen Bands mehr oder weniger stark ausgeprägt vorhanden, aber Walzer? Ska-Walzer geht nicht? „This Town“ beweist das Gegenteil, auch im 3/4-Takt funktioniert Ska, wobei ich aber zugeben muss, dass der erste Gedanke in die Richtung „langsamer Walzer für Hyperaktive“ ging ;)

Das instrumentale „Cann River Cafe“ und die spanische Version des Titeltracks „Siempre seran banda Ska“ bilden dann den vorläufigen Abschluss des Albums, gefolgt vom „Finale“ und einem „hidden Track“ am Ende.

Ska- und Bluekilla-Fans brauchen keine Beschreibung des Albums, die dürften das Album wohl auch schon längst im Regal bzw. ihrer iTunes Mediathek haben. Wer nur gerne hin und wieder ein bisschen Reggae/Ska hört und auch anderen Musikrichtungen aufgeschlossen gegenüber steht, der sollte auf jeden Fall in das Album reinhören, auf der MySpace-Seite der Band gibt es dazu ein Medley aus den Songs des Albums.

8 von 10 Punkten
Bluekilla - Never Was A Ska Band

Never Was A Ska Band von Bluekilla wurde am 25.02.2011 über Blue Esquire Records (Soulfood) veröffentlicht.

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