Cover: Black Messiah - The first War of the World

Cover: Black Messiah - The first War of the World

Black Messiah wurde bereits im Jahr 1992 gegründet, damals noch als klassische Black-Metal Band. Was zunächst nur als Studioprojekt begonnen hatte, wurde nach mehrfachen Besetzungswechseln in den Jahren 1996 und 2001 zu einer erfolgreichen Liveband. Doch nicht nur die Bandmitglieder haben gewechselt, auch die Musikrichtung hat sich gewandelt, denn Black Messiah sind inzwischen eine der etabliertesten deutschen Pagan-Bands. Ihr erstes Album "Sceptre of black Knowledge" veröffentlichten Black Messiah im Jahr 1998. Nach den ganzen Veränderungen in der Band und Ärger mit ihrem Label, welches sie dann auch verlassen haben, wurde ein Demo-Tape mit drei Songs in Eigenregie aufgenommen, im Jahre 2005 folgte das Album "Oath of a Warrior" unter dem Label Einheit Produktionen. Seit 2006 sind Black Messiah bei AFM Records unter Vertrag und veröffentlichten im gleichen Jahr direkt das nächste Album "Of Myths and Legends". Doch auch auf der Bühne waren die Jungs aus Gelsenkirchen nicht müßig, denn sie gingen auf Europatournee mit der irischen Band Cruachan. Dem folgte eine weitere Tour mit Tyr und Odroerir, sowie Festivalauftritte unter anderem auf dem Summer Breeze, Ragnarök, Pagan & Viking Festival und dem Ultima Ratio. Auch für das Jahr 2009 sind bereits einige Festivalauftritte bestätigt und am 20.03.09 kommt das neue Album "The first War of the World" in die Läden.

Line-Up:

  • Zagan - Gesang, Geige, Gigtarre
  • Garm - Bass
  • Zoran - Lead Gitarre
  • Meldric - Gitarre
  • Agnar - Keyboard
  • Bröh - Schlagzeug

Tracklist:

  1. Prologue - The Discovery
  2. The Vanir Tribe
  3. Gullveig
  4. Von Rachsucht Und Lüge
  5. March Of The Warriors
  6. Vor Den Toren Valhalls
  7. The Battle Of Asgaard
  8. The Chase
  9. Burn Vanaheim
  10. Das Unterpfand
  11. Peace At A High Price
  12. Andacht
  13. Söldnerschwein

Mit „The first War of the World“ haben Black Messiah ihr erstes Konzeptalbum aufgenommen. Die CD erzählt die Geschichte von einem Krieg zwischen Göttergeschlechtern, von Odin, Walhalla und der Hexe Gullveig. Und wie eine Geschichte fängt der Prolog auch an, denn er wird von Tom Zahner, eigens hierfür engagiert, gesprochen. In englischer Sprache erzählt er den Anfang der Geschichte, untermalt von Trommeln und anderen Instrumenten und auch Geräuschen, die die Spannung steigen lassen. Direkt mit „The Vanir Tribe“ hauen die Jungs auch so richtig rein, Schlagzeug und Gitarre legen direkt los. Der Gesang (auf Englisch) von Zagan ist heiser mit langsameren melodischen Parts. Bei „Gullveig“ geht es genauso schnell aber noch fröhlicher zu, da nun Flöte und auch Geige zu den schnellen Gitarren und dem Schlagzeug hinzukommen. Im Gegensatz zum vorigen Song singt Zagan nun auf Deutsch. Für mich zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig, irgendwie ist man meist den Klang der englischen Sprache gewöhnt. Der Song ist mit gut 8 Minuten ziemlich lang, was so schon in Ordnung geht, da er die Geschichte weiter erzählt und er wird auch nicht langweilig. Aber wer das auf der Tanzfläche durchhalten will, der muss schon Kondition haben. „Von Rachsucht und Lüge“ ist –am Titel schon erkennbar- wieder auf Deutsch. Auch hier scheuen die Jungs kein Tempo, es sind aber auch langsamere Parts dabei. Der heisere Gesang wird von cleanem Männerchorus unterstützt, die Melodie ist sehr eingängig. Ein Break bildet „March of the Warriors“, welches wieder ein Stück des Geschichtenerzählers ist. In „Vor den Toren Walhallas“ führt die cleane Gitarre die Melodielinie des Gesanges fort, was sehr gut rüber kommt. Der nächste Song „The Battle of Asgard“ ist meist instrumental, doch wenn Zagan singt, dann auf Englisch. Die Trommeln und die orchestralen Instrumente unterstreichen die Schlachtszenen, sind sehr dicht und haben ein Klangvolumen, welches einem die Schlacht vor Augen entstehen lässt.
Mit „The Chase“ folgt wieder ein Stück vorgelesene Geschichte, welches dann direkt in „Burn Varnheim“ übergeht, das lange nicht so fröhlich, sondern düsterer und schneller klingt. Auch hier schwenken Black Messiah wieder zu Englisch über. Ganz im Gegensatz zu „Das Unterpfand“, denn hier ist direkt der Anfang durch die Geige wieder fröhlich und heiter und der heiserer wie auch cleaner Gesang wechseln sich ab. Danach wieder eine Verschnaufpause, bei der man dem Erzähler lauschen darf, bevor es mit „Andacht“ sehr episch und klassisch weiter geht. Dies ist die Ballade des Albums, sehr ruhig, mit Geige und Akustikgitarre. In diesem –wie auch schon im Track zuvor- singt der Gastmusiker Markus „Mönch“ Wahlers mit seinem warmen Bariton. Dieser erzeugt eine gefühlvolle Wärme und Tiefe mit seiner absolut tollen und wohlklingenden Stimme. Doch wer meint, dass der Song langsam bleibt, der wird enttäuscht, denn gegen Ende legen sich Schlagzeug und Gitarre noch mal richtig ins Zeug und so endet die Geschichte so wie sie angefangen hat: mit mächtig Tempo. Als Bonustrack –denn er hat mit dem Rest des Albums wenig zu tun- ist noch der Titel „Söldnerschwein“ enthalten. Auch wenn er absolut nicht zum Konzeptalbum passt, gefällt er mir sehr gut. Er ist schnell, fröhlich, ein absoluter Partysong, bei dem man sofort mitsingen kann.

Fazit:

Viel zu meckern gibt es an diesem Album nicht. Black Messiah machen Pagan Metal vom Feinsten, der allerdings teilweise ein klein wenig düsterer ist, als man es vielleicht sonst kennt. Da sind die anfänglichen Wurzeln im Black Metal noch erkennbar. Aber das macht die Musik auf keinen Fall schlechter. Ganz und gar nicht. Einige Songs könnten vielleicht einen Tick kürzer sein und an den Klang der Deutschen Sprache musste ich mich erst gewöhnen, aber für alle Freunde des Pagan ein absoluter Anspieltipp! Meine Lieblingssongs des Albums sind „The Vanir Tribe“, das fröhliche „Gullveig“ und die Ballade „Andacht“ mit der tollen Stimme von Markus „Mönch“ Wahlers. Von mir gibt es 9/10 Punkten.

Release: 20.03.09
Label (Vertrieb): AFM Records (Soulfood Music)

9 von 10 Punkten
Black Messiah - The first War of the World

The first War of the World von Black Messiah wurde am 20.03.2009 über AFM Records (Soulfood Music) veröffentlicht.

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