Do Androids Dream Of Electric Sheep – Snapshot Lamento
Wie jetzt? Träumen Androiden von elektrischen Schafen? Viele werden sich fragen, wie man auf einen solchen CD-Titel kommt. Die Erklärung liefert eine kurze Suche im Internet: Der Bandname lehnt sich nämlich an die gleichnamige science fiction Novelle von Philip K. Dick aus dem Jahr 1968 an. Sicherlich eine gute Idee, aber ob man sich so den Bandnamen besser merken kann sei dahingestellt. „Do Androids Dream Of Electric Sheep“ kommt aus Luxemburg und wurde 2004 gegründet. Was macht eine Band mit so einem seltsam klingenden Bandnamen für Musik? Ich würde es als Screamo-Hardcore-Metal bezeichnen. In ihrem Debüt „Snapshot Lamento“ zeigt schon der Opener „Renaissance“ was „DADOES“ uns in den restlichen 11 Tracks um die Ohren hauen werden.
Medley Jukebox – Francis 4 Coppola
Medley Jukebox entstand aus Musikern einer Band namens „Myein“, welche sich im Sommer 2004 getrennt hatte. In ihren 2 Existenz-Jahren spielte „Myein“ über 40 Gigs in verschiedenen Ländern wie Luxemburg, Frankreich, Belgien, Deutschland und Italien und nahm einige Demos auf. Auf welche Art von Musik darf man sich nun bei „Medley Jukebox“ freuen? Tja so einfach ist die Frage leider nicht zu beantworten. Denn das was meinen Ohren hier geboten wird, ist absolut schwer zu beurteilen. Wenn ich ehrlich bin ist der Musikstil eine Mischung aus Funk, Rock, Screamo, Britpop und einer Prise Pflanzenextrakten. Hier fällt mir gerade das Feeling ein, was so beim Hören von alten Pink Floyd und Jimi Hendrix Songs aufkam. Man setzt sich aufs Sofa, legt die CD ein und driftet einfach ab. Hier hört es sich wirklich so an, als könnten sich die einzelnen Musiker nicht für eine feste Musikrichtung entscheiden. Deshalb das „Medley“ im Bandnamen?
Spiteful – Come Out And Play
Irgendwie wird man momentan überhäuft mit CDs und Bandnamen mit seltsamen Bezeichnungen. Ist anscheinend ziemlich modern geworden, da jede Band versucht irgendwie anders zu sein als die anderen. So sagt dem Hörer das Debütalbum der italienischen Punkrockern „Spiteful“, dass er rauskommen soll zum Spielen („Come Out And Play“). Laut Pressetext spielen die Jungs aus Varese Punkrock, gepaart mit Rock’n’Roll und einen Touch Pop – Punk’n’Roll also. Das Coverartwork ist jedenfalls vielversprechend und mit der Erwartung hier feinstem Rock’n’Roll zu lauschen legte ich die CD ein und drückte auf Play. Aber was ist das? Rotziger Rock’n’Roll mit einer punkig angehauchten Stimme und sehr viel Emo-Core Einflüssen. Tja schade…
Blinding Zoe – Blinding Zoe (EP)
Blinding Zoe aus Karlsruhe bestehen seit 2001 im aktuellen Line-Up, was man einer Band heutzutage wirklich anrechnen muss. Und dabei werden sie immer lauter und rockiger. Hier handelt es sich allerdings nicht um neues Material, sondern um die Wiederveröffentlichung des Debüts aus dem Jahr 2005.
Random Hero – Past Is Prologue
In den letzten Jahren häuften sich die Gründungen von Bands, die irgendwie alle so ziemlich den gleichen Musikstil machen wollen: Emo, Punk-Rock oder Pop – oder auch gleich alles zusammen. Random Hero entschlossen sich Anfang des Jahres 2005 zusammen Krach zu machen. Die Jungs kommen aus Erlangen und hatten ein einfaches Konzept: viel Spaß und eine fetzende Bühnenshow. Gesagt, getan – Ende 2005 ziehen „Random Hero“ ins Finale der NN-Rockbühne im Nürnberger Kultclub „Hirsch“ ein. Bis jetzt spielten Fabian, Danne, Uwe und Nick über 60 Live-Shows in Deutschland und Österreich und supporteten nationale und internationale Bands wie „Spitting Off Tall Buildings“, „Itchy Poopzkid“ oder die Punklegenden „The Real McKenzies“. 2007 unterschrieben „Random Hero“ bei dem saarländischen Label Antstreet Records ihren ersten Plattenvertrag. „Past Is Prologue“ ist nun ihr Debütalbum, welches ab dem 17.12.2007 in den Läden steht.
Freezeebee – Guitars Of Doom
Kommen wir weg vom Punk oder der Indie-Mucke und widmen uns mal wieder einem Rock/Hardrock/Metal Album. Freezeebee kommen aus Frankfurt am Main und spielen seit 2001 in der aktuellen Besetzung. Da es im Rock-Bereich einfach zu viele langweilige und unspektakuläre Musik gibt, wollen Freezeebee einen Gegentrend einleiten. Wo bei vielen anderen Bands nur der Frontmann den Ton angeben darf, prägen bei FZB alle Bandmitglieder den Sound. Die Mischung aus vierstimmigem Gesang, extrem krachendem Bass und tiefergestimmten Gitarren fällt sofort auf. Viele ältere Elemente werden mit neuen Ideen vermischt. So trifft jung auf alt, Funk und Soul auf Doom und Metal. Der tiefe, grollende Sound schlägt sofort auf die Magengegend. Auch mit ihren Vorgängeralben „Bitter Sweet“ und „Next Generation“ konnten sie Presse und Zuhörer überzeugen.
The Minute Between – Action And Reaction
Die Österreicher Band „The Minute Between“ wurde 2005 gegründet und wollte seitdem als Band verstanden werden, welche 5 verschiedene Einflüsse von 5 ambitionierten Jungs auf einen Punkt bringen kann. Die Bühne ist ihr Lieblingsort wo sie ihre Gefühle ausdrücken können – somit auch die Wut, welche in jedem Song besiegt wird. Laut und heavy – so muss ihrer Meinung nach gute Musik sein und hier sind keine Grenzen gesetzt. Der Spaß an der Musik ist eine Leidenschaft, die verbindet…
Nifters – If this one becomes a hit I swear I am going kill myself
Die Nifters wurden 1999 von Sänger Mats Larsson und Gitarristen Johann Söderhielm gegründet. Die 4 Schweden machten zunächst Punkrock, bis im Jahre 2003 ihre Musik härter und mehr durch Gitarrenriffs bestimmt wurde.
Lottergirls – Right On
Eine ziemlich seltsame Mixtur: Das Cover lässt mich nicht erahnen, was mich für eine Musik auf dem Album erwartet. Eher hätte ich es anhand des Covers in die seichte Pop-Schublade gesteckt – aber sowas wird man auf „Right On“ überhaupt nicht finden. Hier sind dreckige Beats am Start, ganz nach dem Geschmack des „Terranova“ Musikers Fetisch. Der Drummer von Iggy Pop hat auf der CD genauso was zu sagen wie die 70er Jahre Ikone Amanda Lear. Ein Bläsersatz stellt das Intro dar, bevor es in einen bebenden Disco-Sound übergeht. Dies wäre dann mal die Härte, aber wo bleibt die weibliche Eleganz? Den Job bekam Princess Superstar, die singt, faucht und rappt was das Zeug hält. Eine ziemlich krasse Mischung…
Fotos: Wise Guys – 21.11.2007 – Tonhalle Düsseldorf

Die Wise Guys am 21.11.2007 in der Tonhalle in Düsseldorf mit anschließendem Outdoor-Afterglow.
Wise Guys – 21.11.2007- Düsseldorf – Tonhalle
Auf das Wise Guys Konzert hatte ich mich schon seit März gefreut und nun war es endlich soweit.. Die Wise Guys in der Tonhalle.. Auf dem Hinweg sind wir direkt am Tourbus vorbeigegangen und haben die Jungs oben im Theater gesehen. Prima, da waren sie also schon mal.. Pünktlich zu Einlassbeginn waren wir auch drinnen […]
Falk Plücker – Das Experiment Mensch

Falk Plücker – wer ist das eigentlich? Am 25. Dezember 1985 wurde er geboren und im Dezember 2001 hat er sich dem Liedermachen verschrieben. Seine Inspiration bekam er wie schon viele andere von großen Liedermachern wie zum Beispiel Joint Venture, Frank Josef Degenhardt und Rüdiger Bierhorst. nach und nach schrieb er die ersten Texte und komponierte die Melodie dazu – bis man sie als richtige Songs betiteln konnte. 4 Jahre später (wieso eigentlich so spät?) begab er sich in ein Tonstudio, um an seiner ersten CD „Tunichtgut“ zu basteln. Das Ergebnis: 21 Songs, in denen man nur Gesang und Gitarre hören konnte – echte Liedermachersongs eben. Nun wurde er auch zum Support von Strom & Wasser und Mike Godyla. 2006 sollte nun schon sein zweites Album folgen, bei dem er teilweise von anderen Musikern unterstützt wurde. Das baby trug den namen „Moralisch kriminell“. Nach einem Auftritt auf dem Sampler „Spontane Grüße aus Liedermaching“, welchen er mit anderen Liedermachern im Januar 2006 aufnahm, erschien im März 2007 nun das mir vorliegende Werk „Das Experiment Mensch“. Laut eigenen Aussagen setzt diese CD andere Schwerpunkte und ist musikalisch anspruchsvoller als die Vorgängeralben. Und was macht ein Liedermacher wenn er mal keine Gitarre in der Hand hat? Er studiert und arbeitet als freier Mitarbeiter für die Westdeutsche Zeitung ;-)