Sister Sin – Switchblade Serenades

Lasst die guten alten Heavy Metal Regeln mal beiseite: Ein neues Musik-Genre ist gerade dabei, die Massen zu begeistern. „Sister Sin“ aus Schweden präsentieren mit ihrem neuen Album „Switchblade Serenades“ den neuen Stil „Street Metal“. Aufgestiegen im Jahre 2002 aus den Gossen GĂśteborgs und entgegen jeglicher schwedischer Musiktrends repräsentierte die Band ihren „gebunden an absolut nichts“ Lifestyle. So enterten die vier Musiker die lokale Musikszene als eine hart-treffende, unbestreitbare Metal-Kraft.

Erste Bands fßr das Rock Hard Festival 2009 bestätigt

FĂźr das Rock Hard Festival 2009, welches vom 29.05.-31.05.09 (Pfingsten) im Amphitheater Gelsenkirchen stattfindet, sind bereits die ersten Bands bestätigt: – Children of Bodom – Jon Oliva´s Pain – Bullet – Grand Magus – Firewind

Henning Venske – Als die Autos rĂźckwärts fuhren

Das HĂśrspiel „Als die Autos rĂźckwärts fuhren“ wird dieses Jahr nach 30 Jahren in der Originalfassung neu aufgelegt. Heutzutage war das KulthĂśrspiel nur noch fĂźr teures Geld bei eBay und auf Flohmärkten zu bekommen. In Zusammenarbeit mit dem Autor Henning Venske und dem WDR verĂśffentlicht Highscore Music die Neuauflage der Originalversion am 12.09.08. Und zum ersten Mal wird das HĂśrspiel auch als Download bei iTunes und allen großen Download Stores angeboten. Das Cover hat sich aus rechtlichen GrĂźnden geändert und wurde der heutigen Zeit angepasst.

Cynicism – A Taste Of Hate

Mit ihrer ersten VerĂśffentlichung „The Path Of Self-Sacrificing Destruction“ beschritten „Cynicism“ 2006 einen sehr dunklen Pfad. In den 5 Tracks beschrieb BandgrĂźnder S. den Niedergang einer fiktiven Person. Diese sehr dĂźstere DebĂźt-EP ist irgendwo zwischen Death und Gothic-Metal anzusiedeln und fand bei den Anhängern der Szene großen Anklang. Auch bei den Rezensenten vieler Print- und Webmagazine schnitt das Werk sehr gut ab. Von Anfang an konnte man die EP kostenlos downloaden und auch nach Ăźber einem Jahr ist die CD gefragt wie nie. 2008 ist es nun endlich soweit: Der Nachschlag kommt. Diesmal in voller Albumlänge präsentieren „Cynicism“ eine musikalische Achterbahnfahrt der GefĂźhle.

Eisbrecher – SĂźnde

Das Projekt „Eisbrecher“ wurde im Jahre 2002 vom Alexx Wesselsky und Noel Pix gegrĂźndet. Beide Musiker dĂźrften vielen bekannt sein, da sie mit ihrer vorherigen Band „Megaherz“ im deutschsprachigen Raum, sowie in den USA sehr viele Erfolge feierten. Beide hatten Lust auf etwas Neues, auf harte Musik jenseits der Ăźblichen Metal-Klischees und so fanden sie wieder zusammen. Einfach war die erste Zeit jedoch nicht. Wenn ein charismatischer, impulsiv-querkĂśpfiger 2-Meter Mann auf ein sensibles, diszipliniertes, charmant-freches Musikgenie stößt, dann kĂśnnen nur die Fetzen fliegen. Man einigte sich und heraus kam „Eisbrecher“. Wie beschreibt man die Musik von „Eisbrecher“? Das Projekt selbst bezeichnet die Musik als modernen, elektronischen Rock: emotional, ehrlich und direkt. Ihr erstes Album „Eisbrecher“ verkaufte sich 2004 sage und schreibe 20.000 mal. Das Besondere daran war, dass der Erstauflage des Albums 2 bedruckte Rohlinge fĂźr die legale Privatkopie beigelegt wurden – damit wollte man dem Kopierschutz-Trend der Tonträgerhersteller gegensteuern. Der Song „Schwarze Witwe“ wurde zum Dauerbrenner in den Clubs. Im gleichen Jahr absolvierte man eine Headliner-Tour in Deutschland und Österreich, gefolgt von Festivalauftritten und einigen Supportshows. Aus dem 2-Mann-Projekt ist eine 6-kĂśpfige Live-Band geworden, die sich bei der VerĂśffentlichung des zweiten Studioalbums „AntikĂśrper“ im Jahre 2006 beweisen durfte. Mehr Gitarren, mehr Härte, aber auch mehr Pop und Melodie waren das Erfolgsrezept, mit dem es die CD auf Platz 85 der Media-Control-Charts schaffte. Die Songs „Vergissmeinnicht“ und „Leider“ wurden zu Club-Krachern und gemeinsam mit den fränkischen BlĂśdelbarden J.B.O. tourten „Eisbrecher“ Ende 2006 erfolgreich durch die Lande. Die „AntikĂśrper“-Headliner-Tour 2007″ in Deutschland und Österreich war ein voller Erfolg und die Festivalsaison wurde gut genutzt. So spielte man wieder auf dem „Wave Gothik Treffen“ und machte sich neue Fans auf dem „Amphi-Festival“, dem „Dark-Dance-Festival“ und dem „Summer Breeze“. Der ganz große HĂśhepunkt war aber eindeutig die Show 2007 in Russland. Das dritte Eisbrecher Album „SĂźnde“ wurde am 22.08.08 verĂśffentlicht und noch bevor es fertig war, waren die Planungen fĂźr die anstehende „SĂźnder-Tour 2008“ abgeschlossen.

Essen Original 2008 – 24.08.08

Vom 22.08.-24.08.08 gab es beim Essen Original – ein Festival der Reihe „Umsonst&Draußen“ – in der ganzen Essener Innenstadt ein vielfältiges Programm auf 10 BĂźhnen an verschiedenen Standorten der Fußgängerzone. Da war fĂźr jeden etwas dabei: von Jazz Ăźber Rock, Pop, Schlager, Reggae, Techno, Hip-Hop bis zu Klassik war an Bands alles verteten, zusätzlich wurde […]

Sahara Hotnights – What If Leaving Is A Loving Thing

Während ein ganzer Eimer voll schwedischer Bands im letzten Jahr in Europa fĂźr reichlich Aufmerksamkeit gesorgt haben, konzentrierten sich die Mädels von Sahara Hotnights auf den Erfolg in ihrer Heimat Schweden. Seit der VerĂśffentlichung ihres vierten Albums „What If Leaving Is A Loving Thing“, stand das Album Ăźber ein Jahr in den schwedischen Verkaufscharts. Während das Album Platinstatus erreichte, erlangte die Single „Cheek to Cheek“ Goldstatus und war der meist gespielte Song im schwedischen Radio im Jahr 2007. Es folgten ausverkaufte Konzerte, Auftritte bei allen großen Festivals und mehrere Auszeichnungen und Nominierungen. Nun erscheint das Album „What If Leaving Is A Loving Thing“ am 05.09.2008 in Deutschland.

Karin Melchert – Reason For Living

Karin Melchert ist zurecht eine der erfolgreichsten Sängerinnen in Luxemburg. Sie wurde mit ihrem Cross-Over aus Jazz, Chanson und Pop auch Ăźber die Grenzen des Großherzogtums bekannt. Bereits im Alter von 6 Jahren konnte die vielseitige KĂźnstlerin das Publikum mit ihrer souveränen Stimme begeistert. Sie arbeitete mit unzähligen Musikern, Bands und Orchestern zusammen und 1998 machte sie ihr Hobby zum Beruf und seitdem geht sie ihre eigenen Wege. Sie verĂśffentlichte zwei CDs im Bereich Musical und Jazz und 2004 wagte sie erste Schritte als Songwriterin. 2007 produzierte sie ihre dritte CD „Reason For Living“, um die es hier in diesem Review geht. In Luxemburg stieg sie in die Charts ein und Publishing- und Platten-Deals in Deutschland und Asien folgten. Aktuell macht sich Karin Melchert als Dozentin und Autorin fĂźr Gesang einen Namen. Ihr Buch „About Your Voice“ erschien im Mai 2008 in Deutschland. Nächstes Jahr ist ihr DebĂźt als Romanautorin geplant.

Mighty Vibez – We Comin‘ Around

Da ich nicht wirklich der Reggae-Experte bin, beurteile ich diese Musik meist nach der Eigenschaft ob sie tanzbar ist und ins Blut geht. Und bei den „Mighty Vibez“ aus Fulda Ăźberkommt einen echt das GefĂźhl, als mĂźsse man die ganze Zeit wild in der Gegend rumhĂźpfen, bis man umfällt. Ob man dabei kreischen und schreien will, das bleibt jedem mal selbst Ăźberlassen. Die acht Jungs und zwei Mädels sind in der deutschen Reggaeszene mächtig am Kommen und haben sich in den letzten vier Jahren eine ständig wachsende Fangemeinde erspielt. Kein Wunder bei dem Rhythmus und der Energie, die die Formation live auf der BĂźhne ausstrahlt. Ihre Musik ist eine Mischung aus treibendem Reggae im GrundgerĂźst und HipHop, Funk und Ska-Elementen. Diese explosive Mischung sorgte schon auf Festivals in Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien fĂźr Begeisterung. 2006 wurden sie auf dem Rototom Sunsplash Festival von Jury und Publikum zu den „European Reggae Newcomern 2006“ gekĂźhrt und ihr DebĂźtalbum „Open Minded“ erntete im Jahre 2005 einen riesen Applaus und ist inzwischen in der zweiten Auflage vergriffen. Da wurde es nun Zeit fĂźr einen Nachfolger. FĂźr die Produktion von „We Comin‘ Around“ wurde Umberto Echo aus MĂźnchen an Land gezogen. Das Musikvideo zu „We Comin‘ Around“ brach innerhalb weniger Tage alle Rekorde und wurde zum meist geklickten Clip seit ErĂśffnung des Musikvideoportals „c-tube“.

Signum Regis

Manche Musiker haben einfach zu viele Ideen, als dass diese eine Band umsetzen kĂśnnte. So auch Ronnie KĂśnig, der eigentlich bei Vindex am Bass steht. Daher grĂźndete er einfach 2007 die Band Signum Regis, um seinen Songs Leben einzuhauchen. Und das mit Erfolg! So spielt Signum Regis melodischen Metal mit neoklassischen Elementen, welches Melodic-Metal-Fans sicherlich begeistern wird. Mir jedenfalls hat das Album sehr gut gefallen. Der erste Song „Fields of stars“ beginnt sehr monstrĂśs mit Orgelklängen, nach denen man eine FortfĂźhrung dieses vollen Klanges erwartet. Der dann folgende Einsatz des Gesanges wirkte fĂźr mich zunächst etwas dĂźnn, leider hat hier GĂśran Edman noch nicht ganz seine HĂśchstform erreicht. Der Refrain geht allerdings ins Ohr, generell ist der Song zĂźgig mit schĂśnen Gitarren. Doch direkt bei „All over the world“ kann GĂśran Edman dann Ăźberzeugen: die Stimme ist viel voller und dunkler, anscheinend liegen ihm diese TĂśne mehr. Auch hier gefällt mir der Refrain wieder sehr gut und regt direkt zum mitmachen an. Die nächsten beiden Songs „Neverland“ und „Forever and a day“ sind ruhiger, prägen sich aber nicht so ein. Da ist die Midtempo-Nummer „Bright days of glory“ schon einprägsamer und auch die Stimme wieder voller und schĂśner. „The Rain“ gefällt durch die Gitarrensoli und die Spinettklänge, die sich schĂśn in den Song einfĂźgen. Einen sehr großen Fokus auf den Gesang bietet die Ballade „Passionate love“, welche eine Melodie zum Träumen hat. Dabei kann der ZuhĂśrer einfach in eine andere Welt entschweben. Der nächste Titel „Mountain haze“ bildet als InstrumentalstĂźck dazu einen prima Gegensatz: die Gitarren Ăźbernehmen hier die FĂźhrung.
Ebenfalls schnellere Gitarren in Kombination mit Spinettklängen und schĂśnen Harmonien bietet „Follow the light“. Den Abschluß der CD bilden die Songs „The ten thousand“, dessen Refrain wieder sehr ins Ohr geht und teilweise leicht orientalischen Klängen Ăźberrascht, sowie „Sirens Roar“, das auch einfach im Gedächtnis bleibt. Beide StĂźcke gefallen mir sehr, sind zĂźgiger und bieten wieder tolle Gitarren. Bei den ersten beiden StĂźcken der CD dachte ich schon „mmhh.. einige Melodieteile kommen mir bekannt vor“ (woher weiss ich aber bis heute nicht, vielleicht habe ich das deja-vu ja auch nur, weil mir die Melodien direkt im Kopf geblieben sind), aber bei „Silence roar“ war ich mir sicher: das Gitarrensolo kenne ich. Und tatsächlich: es ist ein StĂźck des TĂźrkischen Marsches. Und wer Nintendo und dazu noch Donkey Konga-Fan ist, der wird sicher wissen was ich meine und so wie ich dieses Lied schon so einige Male dazu getrommelt haben. Aber das nur am Rande ;)

Epigon – Insofern

„Epigon“ ist eine Band aus dem bayrischen GrafenwĂśhr, die sich bei der Findung des Bandnamens mal richtig Gedanken gemacht hat. Was macht man, wenn man als Band das Ziel hat, sich vom Einheitsbrei abheben zu wollen? Man nennt sich eben augenzwinkernd „Epigon“: abgeleitet von „Epigonen“ – das sind Nachahmer ohne eigene Ideen. Dass man die Musik eigentlich nicht mehr neu erfinden kann und muss dĂźrfte auch jedem klar sein. Alles war schonmal irgendwie da und nun muss man daraus das Beste machen. „Epigon“ versuchen nicht krampfhaft das Rad neu zu erfinden, sie versuchen dem schonmal Dagewesenen ihren eigenen Stempel aufzudrĂźcken. Und das schaffen sie auch ganz gut. So vermischt man deutsche Texte mit Funk-, Indie- und Rockelementen und versucht bei der Lyrik durchaus modern zu bleiben. Die Texte sind gut anzuhĂśren und ohne diese Problemwälzerei, welche viele deutsche Bands im Rockbereich gerne zelebrieren.

RANDALE – Der Hardrockhase Harald

Ich musste schon sehr schmunzeln, als ich diese CD das erste Mal in den Händen hielt: Der Hardrockhase Harald mit einer Gitarre in den Pfoten, einer Sonnenbrille auf der Nase und einem an die Ramones angelehnten Shirt. Entweder ist das nun Comedy oder eine CD fĂźr Kinder. Irgendwie ist es beides. Die Bielefelder Rockband RANDALE macht Rockmusik fĂźr Kinder. In den 13 brandneuen Songs trifft man den Fischotter Otto, Anton das Meerschweinchen, eine Fledermaus, den kleinen Luchs und natĂźrlich den Hardrockhasen Harald. Im Großen und Ganzen dreht es sich um den Heimat Tierpark Olderdissen. Die Band versucht gar nicht erst sich bei Kindern und Eltern mit „lustigem Kinder-La-La-La“ anzubiedern, sondern Ăźberzeugen ihre Fans und die die es noch werden wollen mit Rocksongs und Konzerten. Auf ihren ersten CDs griffen sie vor allem auf altbekannte Klassiker wie die „Vogelhochzeit“, „Der Kuckuck und der Esel“ zurĂźck – die neue CD hingegen enthält nur Eigenkompositionen. Zu dem besungenen Tierpark Olderdissen haben die Jungs ein ganz besonderes Verhältnis. Seit 2004 geht nämlich ein Teil der CD-ErlĂśse an diesen Tierpark und im Rahmen einer Gehegepatenschaft ist das „Hochlandrind McGregory“ das „Patenrind“ von RANDALE. Bis heute verkaufte die Band 20.000 CDs im Eigenvertrieb und man kann hoffen, dass der Hardrockhase Harald auch ein Erfolg wird.