Andrea Jaeckel-Dobschat

Andrea Jaeckel-Dobschat, geboren Ende der 70er in Saarbrücken und aktuell im Bereich Marketing, PR, Social Media und Website-Bau für Leo Skull tätig. Nach einer musikalischen Früherziehung begann sie im Alter von sechs Jahren Instrumente (Orgel, Keyboard und Gitarre) und Gesang zu lernen, trotzdem später Biologie studiert. Hat aber nicht geschadet, beruflich spielte bei ihr immer noch die Musik eine wichtige Rolle, wenn auch die Musik anderer. Sie schreibt und fotografiert seit 2002 für verschiedene On- und Offline-Musik-Magazine vor allem natürlich für ihr eigenes: venue mag. Auch für verschiedene Musiker, Bands und Labels hat sie gearbeitet, vor allem im Bereich Promotion, Fotos und bei allem, was mit “online” zu tun hat. Auch ein Buch entstand in diesem Rahmen: 2011 schrieb sie zusammen mit ihrem Mann die offizielle Band-Biographie für J.B.O. Eine Reihe von Booklets wurden mit ihren Fotos geschmückt und es gibt auch ein erstes Album, auf dem ihre Stimme zumindest mal im Background-Gesang dabei ist. Neben venue mag gehört ihre Herz neben J.B.O. auch der Band Steel Panther, für die sie den offiziellen Fanclub Fanthers.com leitet.

Paula – So wie jetzt

Nach dem Release ihrer digitalen Single „Wann“ im Februar 2008 erscheint nun das komplette Album am 16.05.08. Vor gut 8 Jahren begann das neue Jahrtausend und das Zeitalter der elektronischen Popmusik – man erinnere sich zum Beispiel an die Songs von Madonna. Das Berliner Projekt „Paula“ steuerte seinen eigenen Sound bei: schnörkellose Songs mit elektronischen Elementen und trotzdem ohne großen Schnickschnack. Danach geriet „Paula“ irgendwie in Vergessenheit – bis heute. Und 2008 scheint es wieder so weit zu sein. Die Popmusik aus deutschen Landen quillt aus allen Boxen. Bekannte Beispiele sind „Ich & Ich“ mit Anette Humpe oder auch die Band „2Raumwohnung“, womit wir gleich in der Humpe Familie bleiben. Mit ihr hatte ich „Paula“ ja schon in der Single-Rezension verglichen. Unheimlich viel hat sich nicht verändert – die Musik ist immernoch schnörkellos, aber die Texte sind an die Zeit angepasst und sind erwachsener geworden. Der Sound ist erfrischend einfach und hat somit beste Hitqualitäten.

Repulsed – State Of Inner Truth

„Endlich mal wieder eine Band aus dem Saarland!“ dachte ich mir, als ich von „Repulsed“ erfuhr. Bisher hatte ich von der Band noch nichts gehört und das, wo ich doch selbst aus dem eher beschaulichen Saarland komme. Ist aber auch kein Wunder, denn die Karriere der Völklinger Band entwickelte sich mit rasender Geschwindigkeit. Noch bevor die erste Demo-CD „Repulsed“ aus dem Presswerk bei den Jungs angekommen war, hatte die Band schon den ersten Plattenvertrag unterschrieben. Wie schafft man sowas mit einer solchen Schnelligkeit? Die Jungs verschenkten aus Spaß eine Demo-CD bei einem „Staind“ Konzert in Mannheim an die Vorband. „Wir hatten einen tollen Abend und ich noch meine Abhör-CD in der Tasche. Der Sänger von MAD DOGGIN’ gab mir am Merch seine CD also dachte ich – ich schenke ihm im Gegenzug meine.“ erzählte Matthias Braun. Kaum landete die Demo-CD in der Plattenfirma kam schon das erste Angebot. Alle Bandmitglieder machen schon etwas länger Musik, aber mit Repulsed hatten sie noch kein einziges Konzert gespielt – und dann kam der Anruf der Plattenfirma. Apropos vorherige Bands: Gerrit und Oliver kannte ich schon vorher, da ich die beiden ab und zu mal bei Auftritten ihrer ehemaligen Band „Phobos“ besuchte. Ist aber alles schon eine Weile her und nachdem es „Phobos“ nicht mehr gab verlor man sich aus den Augen. Aber zurück zum eigentlichen Thema. Der Ball war nun ins Rollen gekommen und so sprach sich die Demo-CD schnell bis nach Amerika rum. Die Band „SOIL“ war ebenfalls Support auf der besagten Tour und wie es das Schicksal wollte, bekam der Gitarrist dieser Band wohl auch die Songs zu hören und machte den Jungs den Weg frei – direkt zu seinen Freunden. Nun hatten es „Repulsed“ geschafft: Eine Zusammenarbeit mit einem amerikanischen Produzenten, der schon die Knöpfe für einige ihrer musikalischen Helden gedreht hat stand auf dem Plan. Und nun konzentrierten sie sich darauf, die wirklich besten Songs zu schreiben, die sie konnten und einfach alles zu geben. Demotracks wurden verschickt, es wurde an der Musik rumgefeilt und immer wieder an neuen Orten aufgenommen. Das Ergebnis war eine internationale Koproduktion, bei der sowohl die deutschen Produzenten Florian Sommer (4Lyn) und Martin Buchwalter (Fire In The Attic), sowie US-Ikone Shaun Glass (SOIL) und James Dunkley (American Head Charge, SOIL) aus UK mitwirkten.

More Than Crossed – Two Faced

Es soll ja noch Bands geben, die sich ihren Erfolg hart erkämpft haben. So z.B. „More Than Crossed“, die 2002 von den Brüdern Stev und Eik Iwan gegründet wurden. Es wurde hart an ihrer Entwicklung gearbeitet und eine tägliche 10 Stunden Probe war schon völlig normal. Die Jungs gaben alles und wollten es wirklich wissen. Die Mühen haben sich aber gelohnt: Noch im gleichen Jahr nahmen „More Than Crossed“ ihr erstes Demo-Tape auf und spielten sich durch die Berliner Clubszene, um ihren melodischen Punkrock unters Volk zu bringen. Bei der Teilnahme an diversen Band-Battles gingen sie jedes Mal als klare Sieger hervor. Zwei Jahre später – im Jahre 2004 – wurde die erste EP „sorry mom“ eingespielt. Nach diversen Samplerbeiträgen folgte 2006 die nächste EP „Plastic Life“. Und damit schafften sie endlich den Sprung über die Stadtgrenzen. Grund genug, sich einen Nightliner mit allem drum und dran zu kaufen – wer weiss was noch kommen mag…

Philipp Poisel – Wo fängt dein Himmel an? (Single)

Die Karriere von Philipp Poisel entwickelte sich mit rasender Geschwindigkeit. Er trampte durch Osteuropa, verbrachte einige Winter in Litauen und Schweden und verdiente sich auf manchen seiner Reisen den Lebensunterhalt auf den Straßen mit Singen und Gitarrespielen. Philipp kommt aus einer schwäbischen Provinz und wurde 1983 in Ludwigsburg geboren. Die Inspirationen für seine Lieder findet er im Zug, im Bus, auf der Straße und in den Häusern der Menschen, bei denen er einkehrt. Er ist der geborene Geschichtenerzähler und erzählt bei seiner Heimkehr von unterwegs und singt in seinen Liedern von Zwischenmenschlichem, das ihm begegnet.

Denis Fischer – Devil In Disguise

Der Name Tim Fischer dürfte vielen ein Begriff sein. Nun veröffentlicht sein Bruder Denis Fischer am 16.05.08 sein Album „Devil In Disguise“, auf dem er zur einen Hälfte eigene Kompositionen, zur anderen Hälfte die Highlights der letzten 40 Jahre Popgeschichte zum Besten gibt. Songs von Sonny & Cher (“Bang Bang“), Patty Smith (“Because The Night“), Depeche Mode (“Enjoy The Silence”) oder Van Morrison (“Wild Night“) werden im eigenem Stil interpretiert.

Set The Red Flag – Eleven

Die Zahl 11 hat es den 5 Jungs aus der Hansestadt Hamburg wohl angetan. Die CD mit dem Titel „Eleven“ enthält … na? Genau! 11 Songs. Auf dem Cover der komplett in Eigenregie produzierten CD im schönen Digipack erblickt man eine Art Bahnhofsuhr die auf 11 Uhr steht. Das Artwork ist komplett in schwarz-weiss-dunkelrot gehalten und wirkt durch den gemalten Stil ziemlich Emo. Die Trackliste auf der Rückseite hätte man zwecks besserer Lesbarkeit auch besser in weiss gedruckt, aber ich habe schon Schlimmeres gesehen. Weiter zur Bandinfo: „Set The Red Flag“ begann 2005 noch als Coverband und schon bald entstanden erste eigene Songs. Im Herbst 2006 hatte man endlich ein funktionierendes Line-Up zusammen und begann mit dem Schreiben für den ersten Longplayer. Und damit ist dieser hier gemeint – „Eleven“.

Kopflos: Nicht nur schwarz-weiß

Die EP „nicht nur schwarz-weiß“ ist schon seit August 2007 veröffentlicht. Die Intention des Albumtitels: alle sieben Stücke auf der CD unterscheiden sich nicht nur durch harte und seichte Elemente, sondern hier deckt die Band auch die Graustufen ab. Ab und zu gibt’s auch mal ein paar Farbtupfer. „Kopflos“ machen das wozu sie Lust haben und das hat schon so manches Publikum überrascht. Stilistisch ist alles denkbar und so überrascht es auch eigentlich nicht, dass die Band keinen Frontmann besitzt. Seit der Gründung im Jahre 1999 geht es erst etwas langsam voran. 2000 spielten Kopflos ihren ersten Gig und 2001 kam dann die erste Demo-CD raus. Ihr Debüt im Jahre 2003 war eine Low-Budget Veröffentlichung wie es im Buche steht. Daher auch die Idee mit dem Labelnamen „Low Budget Records“, um den Eigenproduktionen einen netten Namen zu geben. Seit 2007 nach VÖ der CD „nicht nur schwarz-weiß“ geht es nun wieder ans Werk und seit Mai 2007 wird wieder getourt und eine Veröffentlichung auf einem Sampler gibt’s auch noch.

Dome La Muerte & The Diggers – Dome La Muerte & The Diggers

Was erwartet uns auf dieser CD? Dome La Muerte & The Diggers, Band von Dome La Muerte, Gründungsmitglied der legendären Band CCM, Gitarrist von „Not Moving“ und Leiter von „Hush“. Mit den Diggers kehrt er nun nicht wieder in die Szene zurück, er war nämlich nie wirklich verschwunden. Er verbrachte all die Jahre, indem er mit einigen Künstlern zusammenarbeitete, Musik für Theatervorführungen oder Soundtracks für Filme wie „Nirvana“ von Gabriele Salvatores schrieb.

Jeremiha – Where The Stars Scream Out Your Name

„Where The Stars Scream Out Your Name“ ist das zweite Album der Jungs aus dem schwedischen Malmö. Dort wurde das Album am 28.03. veröffentlicht und ca. einen Monat später wird es bei uns in Deutschland erscheinen.

Spitzbart

„Spitzbart“ heisst mit bürgerlichem Namen Björn Müller und erblickte 1976 das Licht der Welt. Sehr früh erkannte er, dass die Gitarre sein Lebensmittelpunkt sein würde. 1999 ging er nach Los Angeles, um am GIT (Guitar Institute of Technology) zu studieren. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete er für verschiedene Künstler von Jazz bis Metal, spielte Musicals und sogar beim Zirkus Roncalli. 2004 stieg er bei der Kölner Band „Frameless“ ein und ab 2007 konzentrierte er sich auf seine eigene Musik und gründete sein Instrumentaltrio „Spitzbart“. Nebenbei unterrichtet Björn als Dozent an der New Music Academy in Offenbach und veröffentlichte eine Gitarren-DVD über Improvisationskonzepte.

The Kooks – Konk

Ein Lebenszeichen von „The Kooks“. Die letzte Veröffentlichung „Inside In/Inside Out“ ist knapp 2 Jahre her und war ein Riesenerfolg. Über 2 Millionen Mal verkaufte sich die Scheibe und brachte megaerfolgreiche Singles wie „She Moves In Her Own Way“, „You Don’t Love Me“, „Sofa Song“, „Eddie’s Gun“, „Ooh La“ und „Naive“ mit sich. Das Quartett aus Brighton spielte ausverkaufte Shows in UK, Amerika und in der ganzen Welt und trat als Support mit den Rolling Stones auf. So etablierten sich „The Kooks“ als „großartige britische Band“. 2008 scheint ein vielversprechendes Jahr für die Jungs zu werden. Der Durchbruch gelang ihnen 2006 zusammen mit ein paar tollen Künstlern. Dazu zählen die Arctic Monkeys, Amy Winehouse und Beirut. Laut Luke war das Jahr 2007 ziemlich bedeutungslos was Bands angeht. Somit ist das jahr 2008 einfach perfekt für eine Rückkehr.

Small Jackets – Walking The Boogie

Um die Musik der „Small Jackets“ zu beschreiben, bediene ich mich einfach ein paar Metaphern, wie ich sie aus der Presseinfo entnehmen konnte. „Stell Dir vor Du bist in der Kühlwarenabteilung eines ortsansässigen Supermarktes, spielst Luftgitarre und singst so laut Du kannst. Oder Du ertappst Dich dabei, wie Du nach jedem Spiegel oder jeder reflektierenden Fensterscheibe in Deinem Haus Ausschau hälst, damit Du Deine schönste Mick Jagger Pose üben kannst.“

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