Adieu OK! - Adieu OK!
8 von 10 Punkten

Adieu OK! - Adieu OK!

Adieu OK! sind eindeutig eine Band, die die Möglichkeiten der neuen Medien ausnutzen: ein Hauptaugenmerk liegt auf der Verbreitung ihrer Musik über das Internet, z.B. über ihre Myspace-Seite, die bereits über 175.000 Aufrufe und mehr als 90.000 Plays ihrer Songs verzeichnen kann. Da ist es verwunderlich, dass der Link der Homepage, welche auf der CD angegeben ist, ins Nichts führt. Sehr schade, denn ich hatte mir dort noch ein paar mehr Informationen über die Band erhofft. Doch auch so spricht ihre Musik für sich. Sie selber bezeichnen sich als einen Mix aus Robert Smith und Cindy Lauper, beeinflusst von New Model Army, Nintendo, Capitan Future und viel E-Gitarre. Doch um mit The Cure verglichen zu werden, ist die Musik einfach viel zu punkig und zügig: Adieu OK! legen bei fast allen Ihrer Songs gut los und langsam gibt es kaum. Die Musik ist ein Mix aus sehr vielen verschiedenen Richtungen und Stilelementen, so ist zwar Pop-Punk vorherrschend, allerdings gemischt mit Metalcore, Alternative Rock, Synthie-Pop und Emocore. Für jeden also etwas dabei, allerdings manchmal vielleicht ein wenig zu viel des Guten.
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Interview - DoNotDream

Cathrin hatte die Möglichkeit, sich mit der Dark-Melodic-Rock Band DoNotDream aus Oldenburg vor ihrem Auftritt auf der Reflection:Dark Bühne des Essen Original 2008 ein wenig zu unterhalten. Die 8 Musiker aus dem Norden waren zu ihrem zweiten Auftritt in diesem Jahr im Ruhrgebiet und hatten sich auch schon einige Fans mitgebracht.
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7 von 10 Punkten

Peach ftl - Supernova

Seit 1997 machen die vier Jungs von peach ftl nun schon gemeinsam Musik, "Supernova" (VÖ in Frankreich April 2007) ist nach "Addiction" ihr zweites Album und wird von dem Label/Vertrieb spectre/Universal nun auch in Deutschland auf den Markt gebracht. In Frankreich ist die Band schon überall bekannt, zum Beispiel durch den Gewinn diverser Rockwettbewerbe. Aber auch Songs für Werbekampagnen konnten die Jungs bereits beisteuern und im Jahre 2003 wurden sie unter 200 französischen Bands ausgewählt, um 2 Titel mit den Produzenten Stéphane Buriez und Stéphan Kraemer in den Studios LBLab & Impuls aufzunehmen. Einer der dort produzierten Clips von Peach ftl läuft bei MTV auf Rotation. Vor allem beim französischsprachigen Publikum kommen Peach ftl gut an, sie tourten bereits mit mehr als 250 Konzerten durch Frankreich und andere französischsprachige Länder. Doch auch in Deutschland waren sie bereits live zu sehen. Die Musik von Peach ftl vereint einige Stilrichtungen, unter anderem Grunge, Hardcore oder Alternative Rock. Dass die Band in Frankreich wesentlich bekannter ist als hierzulande, mag sicherlich an der Sprache liegen, in der die Texte geschrieben sind: Peach ftl bleiben ihrer Heimat treu und singen in Französisch. Das ist sicherlich Geschmackssache. Für mich immer ein wenig gewöhnungsbedürftig, schließlich hört man meist englische oder aber deutsche Songs. Die rauchige Stimme von Luis gefällt mir in den ruhigeren Songs sehr gut, sie passt schön zu den grungigen Passagen, so z.B. in dem Opener "Mauvais choix". Auch der Titeltrack "Supernova" ist meist eher ruhig, nur im Mittelteil kommt mit einem "befreienden" Schrei das härtere Gesicht der Band zum Vorschein. "A quoi bon" bleibt wieder beim grungigen Sound. Etwas mehr Tempo und Härte bietet "On meurt ensemble", während "L'être et le mal" sehr leise und nachdenklich anfängt und sich auch nur wenig steigert. Ähnlich sanft geht es bei "Conscience" zu, während "Instants" ein absolutes Gegenstück dazu bietet mit harten Shouts und Gitarrenriffs. Ein kurzes instrumentales Zwischenspiel als Ruhepol bietet "90km", bevor es mit "Dans vos yeux" weiter geht. Ein schönes rockiges Stück. Auch "si" geht eher in die Richtung Alternative Rock oder Grunge, während in "Regarde toi en face" viel mehr Aggressionen zum Vorschein kommen. Leider ein wenig viel, die Parts des cleaneren Gesanges finde ich besser. Die Shouts sind wirklich Shouts und mutieren manchmal zu stark in Geschrei. Wieder ein krasser Gegensatz ist dazu "J'ai fini par croire", welches sehr ruhig ist. Mit sanften Melodien und einfühlsamem Gesang, welche in einer fast schon zu langsamen instrumentalen Passage enden. Der finale Track geht 14 Minuten. Auch der Text ist bezeichnend für den letzten Song: "c´est la fin..." taucht immer wieder auf. Warum "Juste une histoire" so lang und am Ende quasi ein "hidden Track" eingespielt ist, wird mir nicht klar. Im allgemeinen sind solche Anhängsel meist überflüssig, von wenigen Ausnahmen, bei denen das ganz lustig ist, mal abgesehen. Vor allem, weil diese letzten Parts nicht sonderlich gut sind. Das hätte ruhig weggelassen werden können.
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9 von 10 Punkten

Defcon - Neon Nights

Im Jahr 2005 fanden sich 6 Musiker zusammen, um eine neue Band zu gründen: Defcon war geboren. Und sie machten sich sogleich daran, zusammen Musik zu schreiben und zu spielen. Bereits die EP "Fuel the fire", welche 2006 aufgenommen wurde, erhielt gute Kritiken. Nun haben die 6 Jungs von Defcon noch einen drauf gelegt und ihren ersten Longplayer auf den Markt gebracht: am 20.10.08 wurde "Neon Nights" unter dem Label/Vertrieb FinestNoiseRecords/RADAR veröffentlicht. Damit langen sie direkt wieder in die vollen. Der Mix aus Punk und Hardcore rockt gewaltig. Es erinnert mich an eine Mischung aus Bands wie Blink 182, The Offspring, Unwitten Law und Linkin Park: punkige Songs, mit teilweise härteren Parts und Shouts. "Raise your dreams" ist ein kurzer, sehr punkiger Song mit einem schönen Intro. Der nächste Song haut vom Gesang teilweise härter rein, doch auch hier ist Pogen angesagt: bereits beim ersten Hören konnte ich mir diesen Song super in der Disco und auch live vorstellen. Da geht es sicher im Publikum richtig zur Sache, Songs zum hüpfen, pogen und mitfeiern. Liveauftritte sind zudem eine Leidenschaft der Österreicher, selbst die Aufnahmen zum aktuellen Album haben sie von Konzerten nicht abhalten können. So konnten sie bereits 2006 und 2007 mit nationalen und internationalen Bands Konzerterfolge feiern, unter anderem mit Boysetsfire (USA) oder 3 Feet Smaller. Genauso rockig geht es auch in den nächsten Songs weiter. "King of the world" hat keine so harten Phasen, dafür eher ein paar Ska-Elemente. Doch Zeit zum Luft holen bleibt dem Zuhörer nicht, der Titelsong des Album setzt das Tempo weiter fort. Bei "Our Curse" wechselt sich Punk mit Hardcore ab, fast wie in einem Duett. Die Freunde härterer Gangart kommen bei "Love and Betrayal" auf ihre Kosten, der Song geht richtig in die Vollen. Die nächsten Songs bestehen wieder aus Wechselspielen zwischen Punk und New Metal, mit klassischem punkigem Chorus. Dennoch sind sie keineswegs eintönig, ganz im Gegenteil. Die einzige Ruhepause und somit die Ballade des Albums ist "10-80 (The Cold)". Hier bleibt ein bisschen Zeit zum Träumen. Nur gegen Ende steigert sich das Tempo noch ein wenig. Bei "Last Song" ist der Titel Programm, denn er bildet den Abschluß dieser sehr gelungenen CD und geht wieder mehr auf die punkigen Einflüsse zurück, welche die Bandmitglieder alle verbinden, die sonst aus durchaus unterschiedlichen Musik-Genres kommen.