Singvøgel: JETZT-Crowdfunding geschafft (Update)

Singvøgel

Update: Und nur wenige Minuten nachdem die Meldung veröffentlicht wurde wurden die 100% dann überschritten: 104% und noch 25 Tage Zeit einiges drauf zu legen ;)

Zu Beginn dieser Meldung hatten die Singvøgel beim Crowdfunding für ihr neues Album „JETZT“ bereits 96% ihres selbst gesteckten Ziels erreicht – am Ende waren es dann schon 99%. Alles innerhalb von ein paar Stunden – und der Pledge läuft noch fast einen Monat. Damit hätten die Singvøgel bewiesen, dass es auch für kleinere Bands möglich ist, ihre Fans für ein solches Projekt zu aktivieren. Angeblich etwas, was nur Bands und Musiker schaffen würden, die bereits bekannt sind. So lautet zumindest eine häufig vorgebrachte Kritik, wenn zum Beispiel die Piraten vorschlagen, Musiker sollten es doch mit Crowdfunding versuchen. Jetzt gibt es ein neues Gegenbeispiel, nicht nur für die Piraten ;)

Natürlich könnt (und solltet, das ist eine persönliche Empfehlung!) ihr euch weiterhin bis zum Ende des Pledge-Zeitraums an der Finanzierung des Albums beteiligen, jeder Euro über das angepeilte Ziel hinaus kommt natürlich ebenfalls der Produktion zugute. Und falls ihr erst mal wissen wollt, wer diese Singvøgel eigentlich sind, dem empfehle ich den fast 3 Stunden langen Podcast von Duke Meyer, in dem er ausführlich, aber kurzweilig die bisherige Geschichte der Band erzählt.

Karan hat sich außerdem noch die Zeit genommen, drei kleine Fragen zum JETZT-Crowdfunding zu beantworten, danke dafür :)

Ihr habt bereits 99% Eures Ziels erreicht und noch 26 Tage läuft das Projekt – hättet Ihr selbst damit gerechnet, dass Ihr das Ziel so schnell erreicht? Oder hattet Ihr sogar Zweifel, ob es überhaupt klappen würde?

Ich bin ja gerne mal die Bedenkenträgerin in der Band. Damals in der Planungsphase habe ich es den Kollegen gegenüber nicht so ganz zugegeben, aber ich war wirklich besorgt, ob es gelingt. Erfolgreiche Crowdfunding-Projekte, die ich beobachtet oder bei denen ich mich selber beteiligt hatte, konnten sich alle auf weitaus höhere Fan-Zahlen stützen. Aber wir haben wunderbare Fans, die viel mehr möglich machen als wir uns träumen ließen.

Die Chancen stehen ja ganz gut, dass Ihr mehr Geld von Unterstützern bekommt als geplant: Habt Ihr schon Ideen, wie Ihr das einsetzen würdet? Oder macht Ihr Euch darüber erst Gedanken, wenn es soweit ist?

Unsere Ausgangskalkulation war messerscharf knapp. Eher sogar zu niedrig. Das lag eben daran, daß wir überhaupt nicht absehen konnten, wie die Sache läuft. Alles, was über die 100% hinausgeht, kommt dem Projekt zugute: wir könnten dann z. B. ein dickeres, schöneres Booklet machen. Wenn’s richtig gut läuft, sogar ein Release-Konzert (was ja auch Geld kostet, für Räumlichkeiten und Technik etc.).

Habt Ihr aus den bisherigen Erfahrungen schon Erfahrungswerte für Eure nächste Crowdfunding-Aktion oder Tipps für andere Bands, die ebenfalls diesen Weg versuchen wollen?

Wir hätten zwar jetzt schon locker genug Lieder für die nächste CD, aber so weit denken wir erst mal noch nicht. Eins nach dem anderen! Jetzt wollen wir dieses Projekt auf die Reise schicken und schauen, wo sie hinführt.
Was uns Singvøgeln sehr entgegen kommt, ist das interaktive Element des Crowdfunding. Es ist ein gemeinschaftliches Werk. Und uns ist es schon immer darum gegangen, unsere Musik für konkrete Menschen zu spielen, nicht einfach so in einen leeren Raum hinein.
Wer ein Crowdfunding machen will, muss also bereit sein, zu kommunizieren. Einfach ein Projekt online zu stellen und zu hoffen, dass es klappt, wird nicht funktionieren. Es ist auch wichtig, Anregungen der Fans aufzunehmen, beispielsweise haben wir den Video-Teaser freigegeben, damit es etwas gibt, das sie teilen können. Das war ein sehr wertvoller Tipp.
Uns hat es auch wahnsinnig Spaß gemacht, uns nette “Leckerli” für die Fans auszudenken. Das war ein bisschen wie das Aussuchen und Verpacken von Weihnachtsgeschenken.
Das ganze Projekt, von der Aufnahme und Produktion über das Video bis zur Finanzierung ist für uns ein großartiger Prozess, da steckt ein riesiges Engagement von vielen Menschen drin, und das ist uns eine Bestätigung, dass es sich lohnt, weiterzumachen.

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Über Carsten Dobschat

Gründer, Herausgeber, Technik-Meister und inzwischen auch wieder Chefredakteur bei venue music. Mehr durch Zufall gründete Carsten 1997 das, was heute dieses Magazin hier ist und trotz verschiedener Schwankungen bei seinem Engagement hier, hat ihn venue music nie losgelassen – dazu macht es einfach viel zu viel Spaß. Mehr über Dobschat erfahrt ihr in seinem persönlichen Weblog, per Facebook kann man sich auch mit ihm virtuell anfreunden.

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