Der W – 20.12.2011, Oberhausen Turbinenhalle

Der W @TurbinenhalleEigentlich gehört Der W ja nicht zu meinen Lieblingsmusikern, aber da mein Freund begeisterter W-Fan ist, ich die neue CD schon rauf und runter mitgehört habe und es beim letzten Mal doch irgendwie komisch war, NICHT mit aufs Konzert zu gehen, war ich dieses Mal – bei der Autournomie Teil 2- mit dabei. Natürlich auch schon knapp 2 Std. vor Einlass vor der Halle, denn wenn schon denn schon.
Fast pünktlich öffneten sich die Tore oder eher: die Tür, denn die Schlangen für die Kartenkontrolle sind ja erst in der Halle selber. Und da konnte man Glück mit dem Ordner haben oder sehr aufgehalten werden. Schon ärgerlich, wenn man vor 15 Uhr schon vor der Halle ist – also mehr als 4 Std. vor Einlass – an einen langsamen Ordner gerät und dann nicht mal mittig in der ersten Reihe stehen kann (so erging es dem Fan neben uns). Aber wir hatten noch einen recht guten Platz in der ersten Reihe erwischt. Leider wussten wir nicht, dass es ein auf 10 Stück pro Konzert limitiertes Tourshirt gab. Da hätte man sich dann auch entscheiden müssen: erste Reihe oder doch lieber das Shirt. Teilen kann man sich schließlich nicht. Nun ja schade, aber egal. Gut war aber trotzdem, noch früh zum Merch gegangen zu sein (man macht sich dann eben so lange breit in der ersten Reihe und geht dann abwechselnd), denn da dies das letzte Konzert der Tour war, gab es eh schon nicht mehr sonderlich viele Tourshirts. Aber die haben wir immerhin noch bekommen.
Wie immer in der Turbinenhalle: für Garderobe und Getränke gab es Wertmarken. Was die Getränke gekostet haben weiß ich nicht, wir haben nichts getrunken. Essen gab es auch, aber hier hatten wir ebenfalls keinen Bedarf.

Eschenbach @TurbinenhalleDie Vorband Eschenbach legte pünktlich los. Sie waren schon beim ersten Teil der Tour mit von der Partie und hatten einige Fans dabei. Die Band wird seit 2008 von Stephan Weidner produziert und spielt auch deutschen Rock.
Vollkommen überzeugen konnten sie mich nicht, war aber ein netter Einstieg in den Abend. Ich weiß nicht, an wen mich die Stimme von Sänger Riitchy erinnert, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, er würde absichtlich versuchen, tiefer zu singen. Das mag auch täuschen, vielleicht ist seine Stimme einfach so.

Dann wurde die Bühne umgebaut und im Publikum wurde es kuschelig eng. Schon bei der Vorband war – fand ich – schon recht viel los, zumindest vorne. Weiter hinten war es wohl – laut Aussage von meinem Freund, er konnte das besser beurteilen als ich Zwerg – noch leerer. Kann natürlich sein, dass einige statt zum Konzert doch lieber zum Pokalspiel (z.B. Dortmund – Fortuna Düsseldorf) gegangen sind. Ausverkauft war das Konzert so weit ich das mitbekommen habe nicht.
Der W @TurbinenhalleGegen 21.15 wurde es wieder dunkel und das Intro ertönte, der W und seine Band betraten die Bühne. Los ging es mit einem (nicht nur mir) mir unbekannten Lied: „Leinen los“, danach konnte ich sogar mitsingen zu „Ihr habt Recht“ und „Stille Tage im Klischee“. Insgesamt war ich aber nicht sonderlich textsicher, denn leider kamen viele der Songs, die ich durch das ständige mithören kenne, nicht. Schade. Ingesamt war mit das Set auch zu ruhig, ich hätte mehr schnellere Lieder erwartet. Da war der erste Teil der Tour wohl deutlich rockiger gewesen. Auch gab es da eine aufwändigere Bühnenshow, denn zu den einzelnen Songs wurden auf einer LED-Wand Videos gezeigt. Wobei das natürlich nicht die Hauptsache bei einem Konzert ist.
Der Hauptteil des Konzerts umfasste 19 Songs und endete mit „Was ist denn hier nicht los“, natürlich gab es noch eine Zugabe. Hier war Interaktion gefragt, welche zunächst ohne Musik „geprobt“ wurde. Aber das klappte natürlich schnell sehr gut, schließlich wissen die Fans, was erwartet wird. Also klang es unisono „Hier kommt der“ – „ W, zwo, drei“. Mit „Ein Lied für meinen Sohn“ und „Mein bester Feind“ ging der Abend dann zu Ende.
Der W @TurbinenhalleDie Crew wurde vom W noch auf die Bühne geholt und alle feierten die gelungene Tour. Gelungen war auf jeden Fall auch der Sound, der erfreulich gut war: man konnte sogar immer genau hören, wenn die Backgroundvokals sangen etc. Das ist in der Turbinenhalle die letzten Male nicht so gewesen. Wobei das dann meist auch Festivals waren, bei denen das mit dem Soundcheck eh etwas schwieriger ist.
Im Publikum war vorne doch gut was los, nicht so, dass man hätte in der ersten Reihe wirklich doll kämpfen müssen, aber doch wesentlich mehr als bei anderen Konzerten, bei denen ich in der letzten Zeit war. Aber mal ehrlich: wenn das Publikum einfach nur so rum steht, ist das zwar für den einzelnen entspannter, aber irgendwie auch langweilig, oder?
Die Turbinenhalle ist für Konzerte echt eine gute Location: nicht zu groß, nicht zu klein, nicht so eng und warm. Und eine schöne breite Bühne, so dass viele in der ersten Reihe sein können. Allerdings ist es hier schon fast ZU kalt, denn mein Longsleeve habe ich die ganze Zeit anbehalten und das war auch gut so.
Der W @TurbinenhalleFür mich war es auf jeden Fall ein nettes Konzert mit guter Stimmung. Die Security war sehr nett, wir haben am Ende noch eine Setlist abstauben können. Und sie sind sogar teils extra zur Seite gegangen, wenn sie gemerkt haben, dass man Bilder gemacht hat, damit sie nicht mit drauf sind. Viel zu tun gab es für sie sonst nicht, Crowdsurfen scheint bei der W nicht so Mode zu sein. Dafür gab es immer und immer wieder die Rufe “Stephan Weidner” – “Und seine Band”, die Stephan dann mit “und seine Fans” variierte.
Was mich gewundert hat: es waren kaum Fotografen im Graben. Ob das Interesse so gering ist oder sie nur sehr ausgewählte Magazine zulassen, weiß ich natürlich nicht.
Daheim war ich dann aber froh im Bett zu sein, denn drei Konzerte binnen 7 Tagen waren doch so kurz vor Weihnachten definitiv genug ;)

Setlist:

Der W @Turbinenhalle

  • leinen los
  • ihr habt recht
  • stille tage im klischee
  • heiss
  • geschichtenhasser
  • gedanken können lernen
  • stürmische see
  • gewinnen kann jeder
  • bitte töte mich
  • urlaub mit stalin
  • machsmaulauf
  • es scheint als sei
  • liebesbrief
  • schatten
  • nein nein nein
  • du kannst es
  • schlag mich
  • an die, die wartet
  • was ist denn hier nicht los
  • der w zwo drei
  • ein lied für meinen sohn
  • mein bester feind

 

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Huepfmaus

Über Huepfmaus

Metal-Fan Cathrin hat in der Festivalsaison ständige wechselnde Zweitwohnsitze auf den Festival-Campingplätzen der Republik und ist seit 2006 bei venue music dabei. Neben Rezensionen und Live-Fotos ist ihr Schwerpunkt natürlich die Festival-Berichterstattung. Cathrin hat unter huepfmaus.de ihre eigene Homepage.

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